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drhippokrates
drhippokrates, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Mehrjährige klinische Erfahrung in Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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drhippokrates ist jetzt online.

Hallo, ich habe zw. L5/S1 keine Bandscheibe mehr lt R ntgenbild

Kundenfrage

Hallo, ich habe zw. L5/S1 keine Bandscheibe mehr lt Röntgenbild Orthopäde. Ebenso in HWS zwischen 3/4 Wirbel, nur noch minimal Bandscheibe vorhanden. War beim Orthopäden. Hat mir KG verordnet. Habe starke Schmerzen in beiden Bereichen. HWS: Schulterschmerz bis in re. Arm ausstrahlend mit leichten Bewegungseinschränkungen des Ringfingers und des kleinen Fingers. Lws: starker Schmerz im besagten Bereich mit Ausstrahlung in das li. äußere Wadenbein bis zum Knöchel runter ziehend. Manchmal Gefühlsstöhrungen in Form von Taubheit an beiden Oberinnenschenkeln. Zeitweise unkontrollierter Harnabgang besonders bei körperlicher Belastung. Abends und Nachts im Ruhezustand fängt li. Bein extrem zu zucken an. Absolut nervtötend. Bin Altenpflegerin und schaffe meine Arbeit kaum noch. Reicht KG bei derartigen Symptomen und Bandscheibenschaden aus? Weiß nicht, wie ich weiter machen soll.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.

Guten Morgen !

Tatsächlich ist ja ihre Arbeitsfähigkeit in einem ganz erheblichem Ausmaß gefährdet. Aus medizinischer Sicht können sie allenfalls mittelschwere körperliche Arbeit leisten, Heben und Tragen wird so nicht möglich sein.

So ganz eindeutig ist aber die neurologische Zuordnung ihrer Beschwerden noch nicht zu machen. Ergänzend halte ich eine neurologische Diagnostik mit Messung der Nervenleitgeschwindigkeit bzw. EMG, eigentlich aber auch eine Kernspindiagnostik für erforderlich. Es geht dabei um die Frage, ob der Spinalkanal eingeengt ist. Dafür sprechen u.a. die Miktionsbeschwerden ein wenig.

 

Eigentlich sollte man auch überlegen, ob sie eine medizinische Rehabiliationsmaßnahme in einem Fachkrankenhaus für Orthopädie bzw. Physikalische Therapie bekommen. Es geht um eine Optimierung der Krankengymnastik, ggf. weitere Physikalische Therapie und um eine gute Medikationseinstellung. Ob dann eine Krankengymnastik "ausreichend" ist, kann man heute noch nicht sagen. Auch die Frage, ob ein operatives Vorgehen angezeigt ist, lässt sich leider so aus den Befunden noch nicht darstellen bzw. ableiten.

 

Angesichts ihrer gefährdeten Arbeitsfähigkeit sollten sie aber ihren Hausarzt um eine gründliche weitere Abklärung und Einleitung weiterer Maßnahmen bitten !

drhippokrates und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Danke für die schnelle Antwort. Der Orthopäde sprach auch von einer OP als letztes Mittel. Eine Kerntspint wäre überflüssig, da alles auf Röntgenbild deutlich zu sehen. Die Untersuchung mit mit allem drum und dran hat keine 10 Minuten gedauert und der Arzt sagte, er wäre für meine Berufswahl nicht verantwortlich. Dann erklärte er mir die OP. Der betroffene Bereich wird mittels Platte und Schrauben versteift. Kann man dann überhaupt noch voll arbeiten in meinen Beruf mit einer solchen Versteifung? An eine Reha habe ich auch schon gedacht, hatte die letzte vor 5 Jahren auf HWS. Ging dann 2-3 Jahre gut. Auf die Anfrage Reha ist der Arzt ebenfalls nicht eingegangen, ich solle Akupunktur in seiner Praxis machen lassen sowie erst mal die KG. Werde mich bei einem anderen Orthopäde nochmal untersuchen lassen, so geht das doch nicht.
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.

Hier würde ich auch zu einem 2. Orthopäden raten :-(

Er müsste schon einen Wunderblick haben, wenn er Einengungen des Spinalkanals erkennt. Die Aussage zur Berufswahl ist zwar richtig, aber wenig einfühlsam. Ausserdem ist es sehr wohl seine Aufgabe, arbeitsmedizinische Aspekte in der Behandlung zu berücksichtigen. Ob sie nach einer Op in vollem Ausmaß arbeitsfähig sind, mag ich nicht zu beurteilen. Ich mache selber in der Klinik sozialmedizinische Beurteilungen (allerdings in einer psychosomatischen Reha). Bei einem solchen Befund würden wir sie als nicht arbeitsfähig einstufen, da sie dem Anforderungsprofil in der Altenpflege nicht gewachsen sein könnten. Grundsätzlich kann man natürlich mit einer Versteifung arbeiten können. Allerdings stellt sich eben die Frage der körperlichen Belastbarkeit. Sie müssten schwer körperlich arbeiten können. Mit solchen Wirbelsäulenveränderungen sehe ich das ehrlich gesagt nicht, so dass eine innerbetriebliche Umsetzung in einen eher administrativen Bereich oder eine Umschulung zu überlegen wäre.

 

Ob das nun durch intensive Physiotherapie und / oder andere Maßnahmen besser wird, muss man sehen. Akupunktur ist schön und gut, aber wird doch ihre Beschwerden nicht allein verändern können.