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drhippokrates
drhippokrates, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Mehrjährige klinische Erfahrung in Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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drhippokrates ist jetzt online.

Guten Abend, w hrend eines 2w chigen Aufenthalts in der Akutpsychiatrie

Kundenfrage

Guten Abend,
während eines 2wöchigen Aufenthalts in der Akutpsychiatrie wg. Z.n. SV bekam ich erst Ende der zweiten Woche eine medikamentöse Therapie; zunächst für 2 Tage Doxepin (abgesetzt, da fast sämtliche Nebenwirkungen), dann für 3 Tage Mirtazepin. Nach Entlassung am Dienstag dieser Woche dann ambulant erneute Unstellung auf Valdoxan 25 z. N. - Nun habe ich den Eindruck, dass die depressive Symptomatik seit ca. 2 Tagen deutlich zunimmt, insbesondere aber mit Blick auf Schlafstörungen und Stimmungsschankungen. Meine Frage ist: Sind dies "normale" Nebenwirkungen von Valdoxan bzw. wie lange muss ich abwarten, bis sich eine Besserung zeigt?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Guests hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten AbendCustomer

Antidepressiva benötigen meist einige Woche (nicht selten über 3) bis eine Wirkung eintritt. Auch kann es zu einer Verschlimmerung der Depression kommen.
Es ist daher äußerst wichtig, dass in der Zeit bis die Wirkung eintritt, eine engmaschige Kontrolle erfolgt. Also gleich Montag: Wenn Sie einen niedergelassenen Psychiater haben stellen Sie sich bei ihm vor. Alternativ können Sie sich in der Psychiatrie (bzw. deren Ambulanz) vorstellen oder sich natürlich auch einen niedergelassenen suchen.
Zudem muss bei Valdoxon regelmäßig das Blutbild kontrolliert werden. Auch dies spricht dafür sich einen niedergelassenen Psychiater zu suchen.
Wenn Sie z.Z. wieder SV-Gedanken entwickeln sollten Sie sich dringlichst und sofort in die Akutpsychiatrie einweisen.

Ich hoffe das half weiter,

Dr. Gani
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
O.k., danke, XXXXX XXXXX ist mir soweit klar. Letzte Frage: Ist die (erstmalige) ambulante Behandlung mit Valdoxan bei Patienten mit erheblichem Suizidpotential wirklich sinnvoll?
Experte:  Guests hat geantwortet vor 7 Jahren.
Bei Suizidrisiko ist bei allen Antidepressiva eine engmaschige Verlaufskontrolle nötig. Eben wegen diesem verzögerten Wirkeintritt, bei dem sich die Stimmung auch verschlechtern kann. Im Zweifel sollten Sie sich zur Einstellung bis die Stimmung sich wieder bessert, erneut einweisen lassen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Danke. Erneute Einweisung kommt natürlich überhaupt nicht in Frage.
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.

Nur als Ergänzung : Antidepressiva wirken (relativ) gut bei einer typischen Depression, die sich wie ein schwarzer Schleier über das Leben legt. Bei Anpassungsstörungen, d.h. eher Problemen im Leben, denen man derzeit noch ohne Lösung entgegen sieht, ist es weit schwieriger. Es ist typisch, dass direkt nach einem SV sich die depressive Symptomatik in Schwankungen bzw. auch mal körperlichen Symptomen zeigt. Gefährlich daran ist das impulsive Entscheiden bzw. die Wechsel von Resignation, Wut uind Aggressionen, die sich leider auch gegen sie selber richten können.

 

Der mehrmalige Wechsel von Antidepressiva innerhalb weniger Tage ist unglücklich. Sowohl Doxepin wie auch Mirtazapin haben eher eine müde machende Wirkung bzw. "Beruhigung", aber eben auch Nebenwirkungen. Valdoxan soll den Schlaf auf andere Art und weise als Mirtazapin verändern. Ich würde aber doch dringend eine sehr engmaschige Kontrolle empfehlen, am besten eine Tagesklinik !!!!