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Dr.Scheufele
Dr.Scheufele, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 20330
Erfahrung:  Allgemeinmedizin, Gynäkologie u. Geburtshilfe, über 20-jährige Praxiserfahrung
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Dr.Scheufele ist jetzt online.

Hallo, sch n dass man sich hier ein bisschen Rat holen kann... Meine

Kundenfrage

Hallo, schön dass man sich hier ein bisschen Rat holen kann...
Meine Oma 86 Jahre alt fing im Dezember 2009 an vergesslich zu werden und Sprachstörungen kamen immer mehr zum Vorschein. Wir holten den Hausarzt zum Hausbesuch der meinte sie hätte Durchblutungsstörungen, wir hatten auch alles auf das Alter geschoben, aber es wurde immer schlimmer. Oma wurde ins Krankenhaus eingewiesen, da wurde ein Gehirntumor festgestellt. Meine Oma wurde operiert und da kam raus dass ihr Tumor ein Glioblastom ist. Sie möchte nichts mehr machen lassen. Sie hatte zur OP eingewilligt, aber sie hat sich erhofft nicht mehr wach zu werden, wir haben gehofft dass es doch noch gut wird, damit wir unsere liebe Oma noch ein bisschen bei uns haben. Jetzt soll sie Bestrahlung und Chemotherapie bekommen, nun wissen wir auch nicht wie und was besser ist.

LG Katharina
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr.Scheufele hat geantwortet vor 7 Jahren.
Hallo Katharina,

die übliche Therapie besteht bei einem Glioblastom neben der OP in einer Kombination aus Chemotherapie (Temozolomid) und Bestrahlung. Bei Patienten, die unter 70 Jahre alt sind, hat sich diese Kombination als recht erfolgreich erwiesen. Im Alter Ihrer Oma würde ich es aber für ratsamer halten, es allein bei der Radiotherapie zu belassen, da die Kombination beider Methoden doch mit erheblich grösseren Nebenwirkungen verbunden ist.

Mit freundlichen Grüssen,
Dr. N. Scheufele
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Was wäre aber wenn man alles weg lässt? War dann die OP auch umsonst, hätte man sich die sparen können.
Gibt es irgendetwas was ihr das ganze erleichtert?
Experte:  Dr.Scheufele hat geantwortet vor 7 Jahren.
Die OP hat in jedem Fall Sinn gemacht, massgebend ist dabei, wie gut es gelungen ist, das Tumorgewebe zu entfernen. Vollständig gelingt das leider so gut wie nie, was der Grund für die anschliessende Behandlung ist. Alternativen dazu gibt es leider bisher nicht. Im Alter Ihrer Oma wäre es wirklich überlegenswert, ihr jede weitere, doch recht belastende Behandlung zugunsten der verbleibenden Lebensqualität zu ersparen, zumal die Prognose der Krankeit jeder Therapie leider recht schlecht ist, statistisch gesehen verlängert die Behandlung die Überlebenszeit nur um 2-3 Monate.

MfG,
Dr. N. Scheufele

Verändert von Dr.Scheufele am 22.02.2010 um 13:33 Uhr EST