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Dr.Scheufele
Dr.Scheufele, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 20590
Erfahrung:  Allgemeinmedizin, Gynäkologie u. Geburtshilfe, über 20-jährige Praxiserfahrung
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Dr.Scheufele ist jetzt online.

Ich bin 50 Jahre alt. Meine Frau (47 Jahre) und ich kennen

Kundenfrage

Ich bin 50 Jahre alt. Meine Frau (47 Jahre) und ich kennen uns seit ?ber 2 Jahren und sind seit 7 Monaten verheiratet. Im ersten Jahr unserer Beziehung war sie sehr aktiv und einfallsreich. Das ging stetig bergab. Jetzt haben wir pro Monat noch 1-2 mal Sex. Obwohl sie immer "kommt" braucht sie es offenbar nicht mehr und hat gar kein Verlangen danach. Sie sagt, es h?tte nichts mit mir zu tun und ich solle sie nicht unter Druck setzen. Also sprechen will Sie auch nicht dar?ber. Sie steht eigentlich berufsbedingt und wegen der Kinder immer unter Stress und wird sofort nach dem Abendessen m?de. Und dann geht gar nix mehr. Ich lasse sie seit Monaten komplett in Ruhe, befriedige mich ab und zu selbst und denke in schwachen Augenblicken sogar an Trennung, obwohl ich sie unglaublich liebe. Ich m?chte sie auf eine Therapie, offenbar hat sie gelegentlich auch Depressionen bis hin zum Nervenzusammenbruch, ansprechen. Habe ihr schon ?strogenpflaster und Testosteron-Pillen geholt aber sie liest nicht mal die Beschreibungen. Obwohl ich sicher jeden Tag k?nnte, erwarte ich doch nicht zuviel, wenn wir 1-2 mal pro Woche Sex haben. Wenns passiert, geht sie doch immer ab. Wo und wie finde ich hier einen Ansatz? Peter
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr.Scheufele hat geantwortet vor 7 Jahren.
Hallo Peter,

im Rahmen der beginnenden Wechseljahre kommt es häufig hormonell bedingt zu einem solchen Libidoverlust. Altersmässig käme das im Falle Ihrer Frau durchaus als mögliche Ursache des Problems in Frage. Wichtig wäre daher zunächst eine Bestimmung der Hormonspiegel durch Blutuntersuchung, die der Frauenarzt durchführt. Je nach Ergebnis kann man dann gezielt hormonelle Medikamente einsetzen, die erfahrungsgemäss dann auch zu einer Regulierung des sexuellen Lustempfindens führen. Vielleicht können Sie Ihre Frau zu einer solchen Untersuchung bewegen, alternativ wäre es auch möglich, dass Sie den Frauenarzt in die Problematik einweihen und er beim nächsten Termin Ihrer Frau dann eine solche Kontrolle veranlasst.

Mit freundlichen Grüssen,
Dr. N. Scheufele
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.

Hallo !

Unterschiedliche sexuelle Bedürfnisse bzw. Unzufriedenheit über das "WIE oder WIEOFT" können gerade im Verlauf einer Partnerschaft sich ändern. Hierbei spielen natürlich auch hormonelle Veränderungen eine Rolle. Ich halte es nur für taktisch unklug, ihre Frau derzeit damit zu konfrontieren. Das müsste / könnte sie mit ihrer Frauenärztin ausmachen.

Sie deuten ja selber an, dass ihre Frau belastet ist. Stress bzw Druck ist ein absoluter Abtörner, was sexuelle Bedürfnisse angeht. Schlafprobleme wären zusätzlich ein Thema (was gerade bei kleineren Kindern ein Problem darstellt).

Die Frage wäre ja also, was könnten Sie dazu beitragen, dass ihre Partnerin etwas weniger Stress und dafür mehr Lust bekommt. Wie könnten Sie ihre Frau entlasten, dass sie mal einen Tag für sich allein bekommt. Wie könnte sie wieder Hobbies und Aktivitäten aufnehmen, die nicht nur mit Druck und Pflicht verknüpft sind. Und : Wie könnten sie ggf. mal ein Kurzurlaub ohne die Kinder machen. Auch ohne sexuelle Ansprüche. Eher Genuss pur ?

 

Wenn der Weg über Entlastung nicht gelingt, wäre der nächste Schritt eine gemeinsame Paartherapie.

Experte:  Dr.Scheufele hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sicher spielt die Stressbewältigung dabei auch eine Rolle, ich denke aber doch, dass zunächst die hormonelle Abklärung im Vordergrund stehen sollte.
Zudem ist fraglich, ob sich die Patientin nicht doch eher zu einer hormonellen Kontrolle, als zur Inanspruchnahme einer Psycho-, oder Sexualtherapeutin bewegen lässt.

MfG,
Dr. N. Scheufelle