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drhippokrates
drhippokrates, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Mehrjährige klinische Erfahrung in Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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drhippokrates ist jetzt online.

hallo, ich leide unter panikattacken und kann ganz gut damit

Kundenfrage

hallo,
ich leide unter panikattacken und kann ganz gut damit umgehen.. aber vorige woche kam eine die mehrere stunden anhielt und ich sie nicht mehr kontrollieren konnte. mein herzschlag stieg enorm und so kam ich in die notaufnahme. was kann man nur tun, wenn die attacke so extrem auftritt? blut und ekg waren i.o. trevilor 150 nehme ich schon.
danke
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.

HalloCustomer!

Eigentlich wäre eine Panikattacke über einen so langen Zeitraum sehr ungewöhnlich. Klingt fast eher so als ob eine kurzfristige Herzschlagbeschleunigung eine Rolle gespielt hätte. Sind bei ihnen sog. supraventrikuläre Tachykardien bekannt ?

Welche Form der Psychotherapie haben Sie ggf. schon bei der Panikstörung ausprobiert ?

Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

 

diese krankheit sagt mir nichts. ist auch nicht im umfeld bekannt. was könnte das bedeuten, wenn es die supr. tachy ist? ich nehme auch noch früh und abends eine halbe metroprolol 50.

therapien habe ich schon über 3 monate psychosomatisch gemacht.

 

Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.

Typisch für eine Panikattacke sind ja eher Gedanken, dass etwas Schlimmes passiert bzw. man aus einer Situation nicht herauskommt. Die Gedanken führen zu Angst, die Angst wiederum zu Anspannung und körperlichen Beschwerden. Meistens ist es aber ja bei der Panikstörung so, dass man die angstbesetzten Situationen dann meidet (was nicht gut ist), die Angst geht dann zurück und damit auch die körperlichen "Symptome" der Angst

 

Eine supraventrikuläre Tachykardie ist ein anfallsartiges Herzrasen, das mit Übelkeit, Schwindel einhergehen kann. Das Metoprolol ist beispielsweise auch ein Medikament gegen derartige Formen von zu schnellem Herzschlag. Das Problem ist dabei, dass ja tatsächlich das Herz schneller schlägt. Ihr Gehirn erinnert sich jetzt aber an eine (falsche) Verknüpfung, dass schneller Puls mit Angst verknüpft ist. Was zu einem regelrechten Teufelskreis führen kann. Eine derartige Störung könnte man mit einem Langzeit-Ekg ermitteln.

 

Zu ihrer eigentlichen Frage : In den Situationen selber ist es verdammt schwer, eine Hilfe zu geben :

1. Atemtherapie (in den Bauch atmen, dabei ggf. rückwärts von 1000 in 7er Schritten zählen, um die Aufmerksamkeit umzulenken)

2. Anwendung eines Entspannungsverfahrens wie Progressive Muskelentspannung

3. Immaginiationsverfahren wie der sichere Ort (d.h. man stellt sich einen schönen Ort ohne Angst vor).

 

Ich empfehle meinen Patienten (ausserhalb der Panikattacke) aber auch einmal, das Gefühl der Panik in ein Bild zu übersetzen :

Wenn sie an dieses Gefühl der Angst denken und sie sollten spontan dem Gefühl ein Gewicht zuordnen, wäre es schwer oder leicht ?

Welche Materialeigenschaft passt (fest, weich, flüssig`, gasförmig ?)

Welche Farbe hat das Gefühl ?

Wäre es eher heiss oder eher kalt ?

Welche Form passt dazu (Würfel, Kugel, Blitz etc. ?)

 

Wenn sie so ein vorgestelltes Bild (beispielsweise eine immer grösser werdende rote Kugel, die sich dreht) haben, könnten sie mal auf dieses Bild Augenbewegungen von rechts nach links (10 mal ) probieren. Einmal Augen zu und wieder auf. Häufig verändert sich dann das Bild und damit auch das dazugehörige Gefühl.

 

Ein Versuch könnte es wert sein, bei vielen Patienten funktioniert es prima.