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Dr.Scheufele
Dr.Scheufele, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 20451
Erfahrung:  Allgemeinmedizin, Gynäkologie u. Geburtshilfe, über 20-jährige Praxiserfahrung
28905844
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Dr.Scheufele ist jetzt online.

Gibt es in Bern/Schweiz Neurologen oder andere rzte, unter

Kundenfrage

Gibt es in Bern/Schweiz Neurologen oder andere Ärzte, unter deren Aufsicht eine Baclofen-Therapie für eine seit langem Alkoholkranke durchgeführt werden kann?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr.Scheufele hat geantwortet vor 7 Jahren.
Hallo,

der Einsatz von Baclofen zum Alkoholentzug ist nach wie vor umstritten.
Ich rate Ihnen, Kontakt mit dem:

PZM Psychiatriezentrum Münsingen
Hunzigenstrasse 1
3110 Münsingen
Telefon 031 720 81 11

aufzunehmen, dort ist man auf Alkoholentzugstherapien spezialisiert.

Eine weitere Anlaufstelle wäre:

Arnold Marcel
PD Dr. med. Facharzt FMH für Neurologie
Universitätsspital Bern, Inselspital
Freiburgstrasse 4, 3010 Bern
Tel: 031 632 33 81

Mit freundlichen Grüssen,
Dr. N. Scheufele

Verändert von Dr.Scheufele am 13.02.2010 um 21:58 Uhr EST
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Herr Dr. Scheufele,

vielen Dank für Ihre beiden Hinweise.
Dass Baclofen umstritten ist, habe ich bei meinen intensiven Recherchen in Sachen dieses Medikaments in den letzten Monaten registriert.

Es scheint aber immerhin für Alkoholabhängige mit einer langen Reihe von Negativerfahrungen, was sonstige Therapien (darunter im Falle meiner Schwester sowohl Aufenthalte in Marsence, als auch , wie letztlich, in der Betty-Ford-Klinik in Bayern; derzeit hat sie zweiwöchentliche Termine bei einem Berner Psychotherapeuten) anbelangt, ein Hoffnungsschimmer zu sein, den man vor der totalen Resignation doch ausprobieren sollte.

Meine Schwester ist seit 30 Jahren Alkoholikerin (Quartalstrinkerin mit Frequenzen, die immer kürzer werden). Die Selbstverletzungen, darunter Beinbrüche, nehmen zu, die Familie ist erschöpft und hat, über den fürsorglichen Freiheitsentzug hinaus den Prozess der Entmündigung via Friedensgericht in Gang gesetzt. Ich hoffe, dass meiner Schwester, die in ihren nüchternen und wenigen entspannteren Phasen eine intelligente Frau ist, diese ultimative Demütigung erspart bleibt und helfe ihr zurzeit, weil die Perspektive der Entmündigung sie in Panik versetzt hat. Sie hat sich im Übrigen selbst mit Baclofen auseinander gesetzt und ist mittlerweile bereit, sich der Therapie zu unterziehen.

Da Pascal Gache, der an der Genfer Uni-Klinik Patienten erfolgreich mit Baclofen behandelt hat, dort nicht mehr zu sein scheint und für meine Schwester, deren letzter Beinbruch noch nicht überwunden ist, eine Behandlung in Bern ohnehin weniger anstrengend wäre, versuche ich für sie, einen Arzt in Bern zu finden, der bereit wäre, Baclofen "off the records" zu verschreiben und sie in dieser Therapie zu begleiten.

Wir werden uns an die Ärzte wenden, die Sie uns empfohlen haben. Falls Sie darüber hinaus jemanden kennen würden, der Baclofen bekanntermaßen konstruktiv gegenüber steht und damit ggf. auch schon Erfahrungen hat, wären wir Ihnen noch dankbarer, als wir es ohnehin schon sind.

Mit herzlichem Dank,
Customer
(entschuldigen Sie, dass ich hier mit meinem etwas bizarren Decknamen unterschreibe.)
Experte:  Dr.Scheufele hat geantwortet vor 7 Jahren.
HalloCustomer

mich beeindruckt Ihr Engagement für Ihre Schwester und ich wäre Ihnen sehr gerne bei der Auswahl eines entsprechenden Therapeuten behilflich. Leider ist es aber sehr schwierig, diesbezüglich weitere Adressen zu finden. Was ich anbieten kann, ist die E-Mail Adresse von Pascal Gache:
[email protected]

Vielleicht können Sie so mit ihm Kontakt aufnehmen und darüber weitere Empfehlungen erhalten.

Ein weiterer Ansprechpartner wäre:

Prof. Dr. med. Gerhard A. Wiesbeck
Universitäre psychiatrische Kliniken
Wilhelm-Klein-Str. 27
4025 Basel
Tel.:(NNN) NNN-NNNNbr />
Er hat viel Erfahrung in der Anwendung von Baclofen.

MfG,
Dr. N. Scheufele
Dr.Scheufele und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Herr Dr. Scheufele,

zunächst herzlichen Dank für die Basler Adresse!

dies ist keine Folgefrage, sondern eine Information an Sie. Ich hatte an die e-mail-Adresse von Pascal Gache, die derzeit noch auf der Website der Unité d'alcoologie der Uni-Klinik Genf steht, bereits geschrieben, meine mail aber zurückerhalten mit der Anmerkung, dass diese e-mail-Adresse nicht mehr existiert.

Ich werde Montag in Genf anrufen, um zu erfahren, wo Dr. Gache jetzt erreichbar ist, bzw. wer sein Nachfolger dort ist. Meine Schwester, die in der letzten Woche versucht hat, dies tel. selbst zu recherchieren, hat man im dortigen Sekretariat ebenfalls darüber informiert, dass Dr. Gache nicht mehr für die Unité arbeitet, und sie dann ohne irgendeinen hilfreichen, weiterführenden Hinweis abgespeist.

Da das von ihrer Familie angestrengte Entmündigungsverfahren (Termin Anfang März) wie ein Damoklesschwert über meiner Schwester hängt, reagiert sie in ihrer Furcht, niemanden zu finden, der ihr Baclofen verschreibt, mit Depression und Panik und spricht von Selbstmord. Inkl. ihres Aufenthalts in der Betty-Ford-Klinik im Okt./Nov.09 war sie fast 3 Monate trocken (für ihre Verhältnisse ein langer Zeitraum); unter der - von der Familie nicht zurückgenommenen - Drohung der Entmündigung trinkt sie in ihrer Panik und Deprimiertheit darüber seit einigen Tage jedoch wieder.

Das Auffinden eines Arztes, der bereit ist, ihr Baclofen zu verschreiben und vor allem, sie in diesem Therapieprozess zu begleiten, ist wahrscheinlich ihre letzte Chance, der Entmündigung (mit all den Konsequenzen für ihre Psyche) zu entgehen.

Ihr Hinweis auf die Basler Adresse ist sehr wertvoll. Ich werde es am Montag dort versuchen. Ich möchte meine Schwester darin unterstützen, diese letzte Chance zumindest zu probieren.

Ich danke XXXXX XXXXX herzlich,
mit freundlichen Grüßen
Customer
Experte:  Dr.Scheufele hat geantwortet vor 7 Jahren.
HalloCustomer

vielleicht wäre in dieser schweren Phase auch eine zusätzliche, psychotherapeutische Unterstützung für Ihre Schwester angebracht und ratsam.
Ich wünsche Ihnen und Ihrer Schwester viel Kraft, Glück und Erfolg für die Lösung des Problem.

MfG,
Dr. N. Scheufele