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Dr.Kleber
Dr.Kleber, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 9
Erfahrung:  Homoeopathie, naturheilkundliche Krebstherapie, Umweltmedizin, Facharzt für Allgemeinmedizin
28887852
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Dr.Kleber ist jetzt online.

Guten Abend Ich bin in der Ausbildung zur Hom opathin. Eine

Kundenfrage

Guten Abend
Ich bin in der Ausbildung zur Homöopathin. Eine Patientin hat mich angesprochen mit folgendem Problem.
Akute strake Schmerzen der äusseren Schamlippen und Kitzler, sehr
Druckempfindlich, trockene Scheide, manchmal fischiger Geruch, am Anfang
vom urinieren Schmerzen-im Verlauf des Harnlassens wieder weg,
Gynäkologisch abgeklärt: unauffälig
Magenschmerzen, saures Aufstossen, schon am Morgen, druckempfindlicher
Magenbereich. Neigung zu Depressionen
Ich habe ihr einen Potenzakkord von Cantharis (D6 / D12 / D15) verordnet.
1Wo täglich 2x 3-4 Globuli / 5 Wo täglich 3-4 Globuli
Globo  Cantharis D30  1Wo. tägl. 2 x 3-4  /  5Wo. tägl. 3-4
Rückmeldung nach 10 Tagen war: eine deutliche Verbesserung des gesammtbeschwerden.
Jetzt nach 2 Wochen einnahme wieder erneute Schmerzen an den äusseren Schamlippen und dem Kitzler sowie eine Druckdolanz.
Sollte ich eine Q Potenz wählen? Ich bin der Meinung dass Cantharis schon das richtige Mittel ist.
Was schlagen sie vor?
Danke XXXXX XXXXX Hilfe
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Guests hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten AbendCustomer

meine dringende Empfehlung ist, dass die Dame bei Persistenz der Beschwerden erneut bei Ihrer Gynäkologin vorstellig wird. Fischiger Geruch ist ein Hinweis auf eine Infektion mit einem Keim, der da nicht hingehört und muss antibiotisch behandelt werden. Ein Abstrich ist auch empfehlenswert. Auch muss der Lokalbefund auf Entzündungszeichen erneut inspiziert werden.

Deshalb bitte die Patientin erneut zur Gynäkologin schicken.

Dr. Gani

Verändert von vier.gewinnt am 13.02.2010 um 18:47 Uhr EST
Experte:  Dr.Scheufele hat geantwortet vor 7 Jahren.
Hallo,

ich kann der Beurteilung des Kollegen nur zustimmen. Der Schilderung nach ist eine Infektion zu vermuten (z.B. durch Trichomonaden), die auf rein homöopathischem Wege nicht zu beheben sein wird. Es sollte daher unbedingt eine Abklärung durch Abstrichuntersuchung erfolgen.

Bitte akzeptieren Sie die Antwort des Kollegen Gani, danke!

Mit freundlichen Grüssen,
Dr. N. Scheufele
Experte:  Dr.Kleber hat geantwortet vor 7 Jahren.

Selbstverständlich muss bei Schmerzen beim Urinieren immer der Urin untersucht werden auf zumindest Eiweiss, Leuko, Ery und Bakterien; bei Wiederker der Beschwerden muss auch eine Gynäkologische Untersuchung Infektionen oder andere Krankheiten der Gebärmutter, Vagina oder Scheide ausschließen (Tumore, Entzündungen, Trichomonaden, Chlamydien, Candida). Bei Verdacht auf chronische Zystitis muss auch ein Keimnachweis geführt werden, und je nach Keim und Resistenzlage kann eine Antibiotikatherapie erforderlich sein; jeder Allgemeinarzt weiß aber, dass alleinige Antibiotikatherapien oft zu immer wiederkehrenden Blasenentzündungen führt, deshalb ist nach meiner Meinung eine zusätzliche homöopathische Therapie durchaus indiziert sowohl bei akuten wie vor allem bei immer weiderkehrenden Blasen- oder Harnröhrenentzündungen.

 

Nun zur Homöopathie: da Cantharis ein Mittel für die aktute Blasen- Harnröhrenentzündung ist, und als Leitsymptome vor allem den massiv brennenden Schmerz hat, bin ich nicht überzeugt, dass Cantharis das richtige Mittel war. Wenn Cantharis richtig ist und auch kein chronisches tiefer wirkendes Mittel benötigt wird, wirkt es nicht nur innerhalb 15 Minuten, sonder beseitigt das Problem auch nach maximal paarmaliger Wiederholung in 1-3 Tagen. Kehren die Beschwerden wieder, wird ein tieferes Mittel nötig sein, das die Neigung zu der Erkrankung behebt. Der Geruch nach Fischlake ist für Cantharis überhaupt nicht typisch (in den entsprechenden Rubriken nichtmal erwähnt), das Druckgefühl des Magens und vor allem morgendliches Aufstoßen sind ebenfalls keine Cantharissymptome, bei Cantharissodbrennen würde ich intensives Brennen erwarten.
Also in KURZEN die geschilderten Symptome und als Beweis der geschilderte Verlauf schließen für mich Cantharis als richtiges Mittel aus.

Zum kurzzeitigen Therapieerfolg muss gesagt werden, dass Cantharis nach allgemeiner Homöopathieerfahrung (bestätigt in meiner Praxis) bei Blasenentzündungen mit Brennen fast immer eine schnelle Linderung bis Beschwerdefreiheit bringt, wobei die Besserung aber oft nicht anhält, eben wenn ein tieferes (besser passsenderes) Simile-Mittel nötig ist (das als Erstarznei wahrscheinlich auch besser oder länger geholfen hätte).

 

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