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drhippokrates
drhippokrates, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Mehrjährige klinische Erfahrung in Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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drhippokrates ist jetzt online.

Der junge ist 8jahre alt

Kundenfrage

Der junge ist 8jahre alt
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.

Hallo !

Eine zentrale auditive Wahrnehmungsstörung sollte immer auch an weitere Teilleistungs- und Wahrnehmungsstörungen (ggf. auch ein ADHS) denken lassen. Einer der führenden deutschen Experten ist Prof. Ptoc (wohl noch an der MH Hannover). Die Behandlung erfolgt in aller Regel durch Spezialisten für Pädaudiologie, d.h. speziellen Sprachheilpädagogen oder Logopäden,die sich auf das Thema spezialisiert haben. Ich habe mal den Anfang einer offenbar sehr guten Informationsschrift zu diesem Thema für sie herausgesucht .

 

Zunächst wird man versuchen, die Vernetzung bzw. Reifeentwicklung des Gehirns allgemein zu fördern (ggf. auch mit Ergotherapie auf sensomotorischer Grundlage, Krankengymnastik zur Förderung der rechts-links-Koordination und innerer Grundspannung), dann gezielter ein Diskriminationstraining für Sprache bzw. Sprechen einsetzen. Hierbei gibt es verschiedene Therapieansätze

"Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse lassen sich therapeutische Interventionen in 3 große Gruppen einteilen 1. Interventionen zur Verbesserung auditiver Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen (übende Verfahren), 2. Krankheitsbewältigung mit Verfahren zur (verbesserten) Kompensation gestörter Dysfunktionen (z. B. metakognitive Verfahren), Einüben bzw. Lernen kompensatorischer Strategien beruhen darauf, dass im vermehrten Umfang übergeordnete bzw. unspezifische Hirnleistungen oder andere Wahrnehmungs- oder Verarbeitungsstrategien z. T. weiterer Sinnesmodalitäten (z. B. Absehen des Mundbildes) zur Kompensation auditiver Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen eingesetzt werden. . Es ist davon auszugehen, dass der Einsatz solcher erlernter oder erübter Maßnahmen insbesondere dann sinnvoll ist, wenn das akustische Signal nicht in optimaler Qualität angeboten wird.3. Kompensatorische Verfahren zur Verbesserung der akustischen Signalqualität. Verbesserung der Schallreflexion in Schulräumen durch Anbringen geeigneter Textilien, Verringerung des Störschalls durch Verkleinerung der Gruppenstärke im Unterricht, in Sonderfällen Anpassung von FM-Übertragungsanlagen oder Hörgeräten)" (Zitat ist aus einer anderen Webseite übernommen, Neuro24).

 

Mehr dazu können Sie auch in entsprechenden Leitlinien nachlesen bzw. sich mit einem Spezialisten darüber austauschen. Ich persönlich halte es für sinnvoll, das Kind in einer entsprechenden Spezialambulanz vorzustellen, um eine optimale Beratung zu erhalten. (Mein Sohn hat selber eine erhebliche Entwicklungsstörung einschliesschlich des Sprechens bzw. der Sprache, ich weiss leider wie schwer gute Therapeuten zu finden sind).