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drhippokrates
drhippokrates, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Mehrjährige klinische Erfahrung in Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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drhippokrates ist jetzt online.

Hallo, ich habe soeben Ihr Forum entdeckt und m chte bzgl.meiner

Kundenfrage

Hallo,
ich habe soeben Ihr Forum entdeckt und möchte bzgl.meiner Leberwerte einige Fragen stellen. Vorab: Sowohl im Krankenhaus als auch beim Allgemeinarzt wurde mir Angst gemcaht, dass eine Leberzirrhose ansteht. Ich bin 58 Jahre, weiblich, 1.70 groß und leider in den letzten Jahren 101 kg schwer geworden. Alkohol nur gelegentlich (mit meinem Mann ab und an ein Glas Wein oder Sekt), in der Jugend eine Hepatitis mit anschließender leichter Leberentzündung, vor ca. 17 Jahren eine Cholecystektomie. Hier nun meine Werte:
GGT = 67 GOT = 25 GPT = 56 Chol = 322 LDL = 214
im Krankenhaus-Entlassungsbericht stand: Hiatushernie, Refluxösophgitis 1, Ösophagusvarien 0 - 1.
Können Sie mir in Bezug auf mein Stadium mit einer Antwort weiterhelfen, ich will nicht galuben, dass es "schlimm" um mich stehen soll. Vielen Dank XXXXX XXXXX Grüße
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr.Scheufele hat geantwortet vor 7 Jahren.
Hallo Dagmar,

die beschriebene Entlassungsdiagnose bezieht sich in dem Fall nur auf Speiseröhre und Mageneingang. Ihre Leberwerte sind jedoch insgesamt deutlich erhöht. Als Ursache dafür kommen eine chronische Hepatitis, eine toxische Leberschädigung, oder eben die Leberzirrhose in Frage. Die Hepatitis lässt sich durch gezielte Blutuntersuchung kontrollieren, zusätzliche Informationen können dazu neben der Tastuntersuchung eine Kontrolle des Blutflusses in der Leber und eventuell auch eine Leberbiopsie geben. Ihren Angaben nach ist dabei schon von einem deutlich fortgeschrittenen Stadium auszugehen., um nähere Aussagen dazu zu treffen, wären aber die erwähnten, weiteren Untersuchungen notwendig.

Mit freundlichen Grüssen,
Dr. N. Scheufele
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Hallo !

Aus meiner Arbeit mit Patientinnen mit Adipositas würde ich behaupten, dass ihre Blutwerte zwar keine "Meisterleistung" sind, andererseits aber doch häufig anzutreffen sind. Wichtig zu differenzieren wäre die Art der Leberentzündung in der Kindheit. Meistens wird dies eine Hepatitis A sein, die in der Regel folgenlos ausheilt. Wenn es allerdings eine Heptatis B (oder C) ist, kann sich eine chronische Hepatitis entwickeln. Dies kann und sollte man laborchemisch abklären.

Sehr häufig findet man aber auch bei Adipositas eine Leberverfettung bzw. dadurch mitausgelöste Leberzellschädigung, die sich in der Erhöhung der Leberwerte auswirkt. Ihre Gamma-GT ist etwa doppelt so hoch wie zu erwarten (zumindest nach unseren Normwerten in der Klinik), kann aber auch auf einen Zustand nach Cholecystektomie hinweisen. Das deutet sonst auf Alkohol hin (manchmal aber auch Medikamente). GOT und GPT "gehen eigentlich). Problematisch wäre der Befund von Ösophaguskrampfadern (Varizen)

Ich würde meinen Patienten eine weitere Gewichtsreduktion und vermutlich eine medikamentöse Behandlung der deutlich erhöhten Cholesterinwerte empfehlen. Die Leberwerte würde ich kontrollieren lassen (aber mir deshalb keine grauen Haare wachsen lassen oder in Panik verfallen). Sie sollten mit ihrem Arzt über mögliche leberschädliche Medikation sprechen (ggf. Pille, andere Pharmaka) und bei anhaltend erhöhten Werten eine Hepatitsuntersuchung veranlassen lassen.

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Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Noch eine kurze Nachfrage: Tatsächlich hat man ja bei mir in der Speiseröhre eine Krampfader vorgefunden - ist dies gefährlich und sllte ich ie veröden lassen. Kann dies evtl. aber auch durch Schlafapnoe entstehen (ich schnarche sehr stark). Kann die Leberschädigung aufgetreten sein durch meine fehlende Galle odre auch durch latene Vergiftungen (Holzschutz im Fertighaus). Ich möchte gerne, dass Sie das Honorar erhalten, da ich mit Ihrer Antwort besser zurecht gekommen bin. Geht das in Ordnung bzw. geben Sie mir Bescheid, was ich machen soll. Nochmals vielen Dank!!
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Zu ihren Nachfragen : Es kommt auf den Befund der Varizen in der Speiseröhre an. Sie können gefährlich werden, wenn der Druck in diesem Bereich zu hoch wird. Es kann zu einer lebensbedrohlichen Blutung kommen. Varizen können aber eben auch so mal auftreten. Die Verödung - zumindest aber die Kontrolle - ist zu empfehlen.
Es gibt ein sog. Postcholecystektomie-Syndrom = Zustand nach Entfernung der Gallenblase mit erhöhten Leberwerten, manchmal ist einfach der Abfluss behindert. Eine Vergiftung durch Holzschutzmittel kann man nicht ausschliessen, halte ich aber für unwahrscheinlich. Das Schlafapnoe-Syndrom hat damit direkt nichts zu tun (wohl aber mit der Adipositas). Die Behandlung (ggf. Maskenbeatmung) wäre also sinnvoll.

Zum Honorar : Sie entscheiden :-)
Es geht nur darum, dass wir uns kollegial halt nicht so sehr die Kunden wegschnappen wollen und sollten. Ich wollte eigentlich nur ergänzende Aussagen machen bzw. meinen Blickwinkel darstellen.
drhippokrates, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung: Mehrjährige klinische Erfahrung in Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
drhippokrates und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Dr.Scheufele hat geantwortet vor 7 Jahren.
Eine solche Krampfaderbildung passt von der Ursache her durchaus zur Zirrhose. Ich teile die Aussagen des Kollegen, halte aber doch eine weitere Diagnostik in der Richtung für angebracht (evtl. Biopsie), allein um Gewissheit zu erlangen.

MfG,
Dr. N. Scheufele

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