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drhippokrates
drhippokrates, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Mehrjährige klinische Erfahrung in Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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drhippokrates ist jetzt online.

Hallo, gibts hier im moment einen jugendpsychater Ich glaube

Kundenfrage

Hallo,
gibts hier im moment einen jugendpsychater?
Ich glaube meine 17 jährige Tochter braucht dringend Hilfe. Sie ist gerade im Krankenhaus wegen einer Gehirnerschütterung, an die sie selbst schuld ist. Sie ist vor zwei Tagen absichtlich vor Wut mit dem Kopf gegen die Wand gedonnert. Mehr als 20 mal. Da sie ihr Zimmer ein Stockwerk höher hat, ist das nicht "aufgefallen". Sie hat es dann erzählt und auch gemeint, ihr wäre schlecht. Leider habe ich nicht gleich reagiert, da sie schon immer sehr schnell mit aus einer Mücke einen Elefanten gemacht hat. Und auch sehr viel gelogen hat. Ich habe aber schon länger das Gefühl, das sie irgendwie immer traurig ist. Sie hat kaum Kontakt zu Gleichaltrigen hier in der Umgebung. Was sie auch nicht unbedingt bewusst ändern will. Nur der Chat ist wichtig. Sie hat schon als Kind an einer Massnahme teilgenommen. Wenn hier jemand den Dr. Neuendorff in Rüsselsheim kennt? Aber viel geholfen hat das nicht. Danke.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.

HalloCustomer!

Ich selber bin zwar kein Kinder- und Jugendpsychiater arbeite aber mit älteren Jugendlichen und Erwachsenen auf einem ADHS-Schwerpunkt. Wie sie vermutlich wissen, sind ambulante (oder auch stationäre Behandlungsmöglichkeiten) für Teenager in dieser Altersgruppe schwer zu bekommen. Grundsätzlich klingt es so, dass ihre Tochter eine erhebliche Problematik im Umgang mit Gefühlen (und Interaktion, d.h. menschlichen Kontakten) hat. Sie neigt mehr oder weniger zu Selbstverletzendem Verhalten, teils wohl eher in demonstrativer Absicht. Aber es besteht eine durchaus bestehende Eigengefährdung. Dies würde an sich auch eine Unterbringung (gegen den Willen) in einer KJP nach einem Beschluss des Familiengerichtes rechtfertigen (fraglich ist nur, ob das ws bringt). Was nun genau bei ihr vorliegt ist schwierig zu spekulieren. Aber sie wendet negative Emotionen gegen sich (bzw. drückt sie zunächst weg), diese kommen dann mehr oder weniger impulsiv heraus. Vermutlich kann sie deshalb aber auch schlecht den Kontakt zu Gleichaltrigen halten. Sie hat eben da Beziehungsprobleme, die sie natürlich im Chat anonymer regeln oder überspielen kann.

Sie würde eine längerfristige Behandlung benötigen, die sich dieser Problematik gezielt annimmt.

Wissen Sie unter welcher "Diagnose" die frühere Massnahme als Kind ablief ?

 

drhippokrates und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Erstmal Danke für die Anwort:-) Sie wurde mit 11 Jahren im Kinderneurologischen Zentrum in Mainz auf ADS bzw. ADHS getestet und dort wurde "nur" eine ganz normale Verhaltensstörung festgestellt. Daraufhin ist sie tagsüber immer in der Einrichtung gewesen, eine art Gruppentherapie mit mehreren Jugendlichen. Es wurde zeitweise besser, aber mit 16 wollte sie dann nicht mehr. Mehr Freizeit und so. Nur seit sie in der Lehre ist (August 2009) wird es wieder schlimmer. Es ist, als ob sie träumt und wenn dann was passiert, oder wenn was schief geht, ist sie erst total in sich gekehrt und irgendwann ist das, als ob ein Pulverfass explodiert.
Ich kann es mir nicht erklären, woher das kommt. Es lag weder seelischer noch körperlicher Missbrauch vor. Auch wenn alle "Symptome" immer wieder auf ADHS deuten, das ist es nicht. Aber auch nicht nur normaler pupertärer "Unsinn". Ihre Einstellung macht ihr selbst am meisten zu schaffen, da sie sich überhaupt nicht wohl fühlt in der Haut.
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Ich habe die Erfahrung mit diesen "Mädels" gemacht, dass sie sehr sensibel sind und emotionale Belastungen nicht "vergessen" sondern quasi wie emotioalen Sondermüll anhäufen. Das sieht dann wie ADHS aus (und wir haben grosse Probleme das zu unterscheiden). In Mainz gibt es ja neben Dr. Peters vom Kinderneurologischen zentrum noch Frau Dr. Simchen, Prof. Huss an der Uni-KJP und weitere Psychotherapeuten. Vielleicht sollte sie ruhig auch mal den Kontakt mit der www.ads-mainz.de Selbsthilfegruppe suchen. Weniger wegen ADHS, sondern wegen Therapeuten, die sich mit diesen jungen Mädels auskennen. Es soll eine relativ neue Psychologin in Mainz geben, die da gut ist.
Ich selber werde im Herbst in Mainz beim Herbstseminar einen Workshop zu dieser Thematik geben (siehe auch www.besser-als-erwartet.de) Vielleicht wäre das eine Option. Sie können mich sonst gerne auch mal in meiner Sprechzeit zwischen 11.30 bis 12.15 anrufen (Tel. 05821-960-144) . Vielleicht fällt uns da noch mehr ein. Schönen Tag noch !

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