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drhippokrates
drhippokrates, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Mehrjährige klinische Erfahrung in Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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drhippokrates ist jetzt online.

Ich habe seit 2008 eine chronische Trigeminusneuralgie und

Kundenfrage

Ich habe seit 2008 eine chronische Trigeminusneuralgie und nehme sehr starke Schmerzmittel (u.a Palladon, Lyrica usw.)tägl. Wird das durch ein OP besser, und welche würden Sie mir empfehlen
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Hallo !
Neben ggf. einer veränderten medikamentösen Behandlung der Trigeminus-Neuralgie steht tatsächlich die operative Behandlung als eine Option zur Verfügung.

Grundsätzlich stehen 2 Verfahren zur Verfügung :

1 Perkutane Verfahren
Mit Hilfe von Alkohol oder Hitze oder anderen Möglichkeiten (Opiode) versucht man einen oder mehrere Nervenendigungen des Trigeminus bzw. das Ganglion Gasseri als Schaltstelle auzuschalten.

2. Mikrovaskuläre Dekompression des Trigeminusnerven
Dies ist ein Verfahren, dass bei einer speziellen Gefässeinengung des Trigeminus vorgenommen werden kann. Ob aber diese Variante möglich ist, hängt wirklich vom lokalen Befund ab. Diese Janetta-Op hat sehr gute Ergebnisse, kann aber halt nicht immer gemacht werden.

Mehr zu den operativen Möglichkeiten finden Sie u.a. hier http://www.dgnc.de/htm/08/nav/index08.html?/htm/08/text08_1.html
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Man nannte mir eine Methode mit elektrischen Stimulationen, so ähnlich wie ein Herzschrittmacher. Diese soll in der uni köln praktizeirt werden
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Das Verfahren nennt sich Neurostimulation, wobei eine Elektrode implantiert wird. Nach meinen - möglicherweise nicht mehr aktuellen - Informationen macht man das aber eigentlich nur, wenn sich die anderen Methoden nicht als wirksam erwiesen haben. Speziell sollte man zunächst nach der Gefässproblematik suchen. Ich habe aber eine zwar sehr medizinische, aber durchaus interessante Vortragsübersicht zu den verschiedenen Methoden gefunden : http://www.paincourse.com/upload/pdf-a/Spendel-Neurochirurgische-Methoden-09.pdf

Ich möchte nur noch darauf hinweisen, dass man ja auch mit Carbamazepin und oder Antiepileptika bzw. Antidepressiva eine Trigeminusneuralgie therapeutisch beeinflussen kann. Auch lokale Stromtherapie kann eine Option sein. Hier sollten sie sich ggf. speziell von Schmerztherapeuten (meist Fachärzte für Anästhesie mit einer Zusatzausbildung) beraten lassen, bevor sie sich zu einem operativen Vorgehen entscheiden.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Ich war schon zweimal in einer Schmerzklinik und werde jetzt auch von einer Schmertherapeutin behandelt. Man hat dort schon allerhand verschiedene Methoden ausprobiert.Bei einer Op im Kiefer- und Nasenbereich wurde der 2.Ast desTrieminusnerv beschädigt. Ich nehme natürlich auch Tegretal und Antidepressiva. Meine Schmerztherapeutin möchte natürlich, dass ich nach Köln gehe, aber ich habe in den letzten 2 Jahren 5 OP's gehabt in der rechten Gesichtshälfte und lebe ständig unter Schmerzen, wenn ich wüsste, das mit dieser letzten OP Linderung geschaffen würde, würde ich mich nochmal opeieren lassen. Für die Tipps bin ich Ihnen schon mal dankbar und werde mich dort schlau lesen.
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Das klingt tatsächlich nicht gut bzw. nach einer sehr chronischen Problematik.Ich kann das gut nachempfinden, da meine Mutter auch lange Trigeminusbeschwerden hatte (die aber spontan verschwanden)

Auch wenn es vom Thema entfernt ist, möchte ich einen kleinen Tip zum Ausprobieren anhängen (das ist nicht sehr seriöse Medizin, aber kann im Einzelfall klappen). Nehmen wir einmal an, sie hätten ihr ganzes Leben ohne diesen blöden wiederkehrenden Schmerz gelebt. Sie hätten auch andere Belastungen im Leben wie Stress etc nicht erlebt. Eine idealtypische Lebensweise halt. Nehmen wir weiter an, dass es einen "Raum" gäbe, der diesen Zustand ausdrückt. Eine Art Innenraum, der nur ihnen gehört. Welche Farbe hätten die Wände in diesem Raum ? Welche Temperatur wäre in diesem Raum ? Wie wäre das Licht ? Welche Beschaffenheit hätte der Boden ? Wie sind die akustischen Verhältnisse?

Vielleicht haben sie ein Bild von diesem Raum. Machen sie einmal 10 Augenbewegungen von rechts nach links oder tippen sie sich abwechselnd auf die Schultern.

Nehmen wir weiter an, sie hätten immer diesen idealtypischen Zustand erlebt. Wie würden sie sich JETZT fühlen, wenn sie schmerzfrei wären? Welche Form, Welche Farbe, Welche Temperatur etc entspricht diesem Zustand ? Können sie es sich als Bild vorstellen ? Dann stellen sie sich dieses Bild in dem Raum vor und machen erneut 10 Augenbewegungen . Dieses bildliche Therapieverfahren (Immagination) kann sehr wirksame eine Auszeit darstellen. Manchmal kann man sogar mit ähnlichen Verfahren die nervenden Dauerbelästigungsqualität der Schmerzen beseitigen. Es ist nur ein Versuch. Aber immerhin eine Option.

Gute Besserung
drhippokrates und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Vielen Dank, XXXXX XXXXX es mal ausprobieren.
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Viel Erfolg und fragen Sie ruhig nach, wenn es Probleme gibt (gerne auch per mail unter winkler(at)adhs.ch