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Dr.Kleber
Dr.Kleber, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 9
Erfahrung:  Homoeopathie, naturheilkundliche Krebstherapie, Umweltmedizin, Facharzt für Allgemeinmedizin
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Dr.Kleber ist jetzt online.

Guten Abend aus Puerto Varas/ Chile ! Ich habe eine Art

Kundenfrage

Guten Abend aus Puerto Varas/ Chile !

Ich habe eine Art "grippalen Infekt", und hatte heute um 17:30 39 Grad Fieber verbunden mit sehr starkem Krankheitsgefühl. Daraufhin bin ich in die hiesige "Clinica Alemana" (Deutsche Klinik). Dort wurde mir Diclofenac gespritzt (was mein Wohlbefinden erheblich steigerte), und mir insgesamt 4 (!) Röntgenaufnahmen gemacht (2 x Brust, 2 x Gesicht). Diagnose: Sinusitis ("man sieht sowas wie eine Sinusitis..."). Habe ich in der Tat öfter, habe Arzt drauf hingewiesen. Aber die Symptome einer Sinusitis (Schmerz bei nach vorne beugen, fest auftreten etc...) habe ich nicht. Arzt machte keinen Leukozytentest. Therapie: Antibiotikum (Amoxicilin 875 mg) und Antihistaminico 10 mg. Vor allem das Antibiotikum scheint mir zweifelhaft. Im Moment fühl ich mich benommen. Die aktuelle Fiebertemperatur teil ich Ihnen anschliessend mit. WÄre IHNen für Ihre Einschätzung sehr dankbar.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  gyndoc07 hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Morgen,
Die schnelle Besserung durch Diclofenac beruht auf der Fiebersenkung. Das Antibiotikum sollte auf jeden Fall zuende genommen werden um eine Resistenzbildung zu vermeiden- es sei denn Sie bekommen Nebenwirkungen die das Weiternehmen verhindern.
Das Antihistamin ist eigendlich gegen Allergien, häufige Nebenwirkung dieses Medikamentes sind Müdigkeit und Benommenheit.Zum Abschwellen der Nasenschleimhäute können Sie auch ein Nasenspray nehmen, leider kann ich Ihnen kein Präparat nennen da ich die Medikamente in Chile nicht kenne- fragen Sie in einer Apotheke.
Zur Fiebersenkung wäre auch Paracetamol oder Ibuprofen geeignet.
Sollten die Beschwerden nicht nachlassen stellen Sie sich erneut in der Clinik vor.


Gute Besserung


E.Klaczinski
Experte:  Dr.Scheufele hat geantwortet vor 7 Jahren.
Hallo,

als Nachtrag zur Antwort der Kollegin möchte ich aufgrund meiner lateinamerikanischen Erfahrung nur mitteilen, dass bei wiederholten, unklaren Fieberattacken auch eine Abklärung auf tropische Infektionen (z.B. Dengue) durch Blutuntersuchung erfolgen sollte.

Saludos,
Dr. N. Scheufele

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Experte:  Dr.Kleber hat geantwortet vor 7 Jahren.

Wie Dr. Scheufele schrieb, will ich auch raten an landestypische Krankheiten zu denken, wobei ich aber nicht weiß, ob Ihre Gegend in tropischem Klima (Dengue-Gefahr) oder kaltem Klima liegt, ob Zecken oder Mäuse-Läuse vorkommen (virale FSME, Rickettsien, Borrelien). Mit einer Röntgenaufnahme kann man eher eine Lungenentzündung diagnostizieren, eine Sinusitis wohl besser mit der manuellen Untersuchung der Schmerzpunkte im Gesicht und Gesichtdurchleuchtung mit einer starken Lampe und Röntgen mehr zum Diagnose-Beweis.

 

Ein grippaler Infekt hat (wie aber auch Dengue und Malaria und andere vor allem virale Erkrankungen) oft generalisierte Gliederschmerzen. Diclophenac bessert hier die Beschwerden und senkt das Fieber (einfacher aber Paracetamol oder Aspirin, kein Aspirin bei Kindern!!). Hilfreich ist derartige Fiebersenkung aber nicht, da Viren durch die erhöhte Körpertemperatur an der Vermehrung gehindert werden, Fiebersenkung also den Viren hilft. Amoxicillin hilft bei viralen Erkrankungen gar nicht und hilft auch bei vielen bakteriellen Erkrankungen die Gliederschmerzen machen nicht (hilft nicht bei Rickettsien und anderem).

 

Wenn es mehr eine virale grippale Erkrankung ist, kann Homöopathie helfen (www.naturmedinfo.de/html/grippe.html), die übrigens auch bei Dengue angezeigt wäre, da es gegen Dengue keine sinnvolle schulmedizinische Therapie gibt, ausser intensivmedizinische Behandlung der Sekundärerkrankungen.

So viel ich weiß gibt es gerade in Argentinien etlich gute Homöopathen.

Dr.Kleber, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 9
Erfahrung: Homoeopathie, naturheilkundliche Krebstherapie, Umweltmedizin, Facharzt für Allgemeinmedizin
Dr.Kleber und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Vielen Dank für Ihre Hilfe !

Zunächst einmal: Puerto Varas ist im Süden von Chile, also mit Maximaltemperaturen von ca 20 Grad jetzt im Sommer, Tropenkrankheiten sind also ausgeschlossen. Ich bin allerdings in Argentinien wohl von Bettwanzen gebissen worden (ca 20 Bisse an Armen und Beinen), Diagnose von mir selbst soweit möglich über Internet. Dies habe ich dem Arzt mitgeteilt, er schenkte dem keine Beachtung. Situation heute: Fieber 37,1 Grad (Digitalthermo, unter Zunge), allerdings gestern abend zeigte es merkwürdigerweise einmal 36,3 und einmal 35,9 (!) an, vielleicht mal Batterien wechseln. Heute Nacht stark geschwitzt, danach stark gefroren. Seit gestern viel geringeres Krankheitsgefühl und Schwäche.Urin noch verfärbt, Schleim aus Nase gelblich zäh (wurde auch weniger). Leichterer Kopfschmerz hinter Schläfen. Habe Antibiotikum noch NICHT angefangen zu nehmen, weil ich Zweifel an der Richtigkeit dieser Verordnung habe. Meine Ärztin in D entscheided dies immer nach einem Leucozytentest. Was raten Sie mir ? Soll ich Antibiotikum wegen Zweifel und Besserung meines Zustandes weglassen? Oder soll ich wieder in die Klinik, und auf Leukozytentest zu bestehen ? Vielen Dank XXXXX XXXXX für Ihre Antwort !

Experte:  Dr.Kleber hat geantwortet vor 7 Jahren.
Bei Biß von Bettwanzen bitte unbedingt einen Arzt aufsuchen, der erfahren ist in Tropenkrankheiten und Infektionskrankheiten. Hier kommen seltene Infektionskrankheiten in Frage wie Rickettsien, bestimmte Virenerkrankungen, eventuell sogar Borrelien oder andere. Bei Raubwanzenbiss im tropischen Südamerika (z.B. Brasilien) kann Chagas übertragen werden. Vielleicht ist es aber doch nur ein einfacher grippaler Infekt; aber unbedingt eine in Infektionskrankheiten erfahrene Klinik (meist sind dies Universitätskrankenhäuser) oder entsprechend erfahrenen Arzt befragen. Wir hier in Deutschland haben verständlicher Weise keine Erfahrungen mit derartigen Erkrankungen, ausgenommen deutsche Tropenkliniken.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Vielen Dank für Ihre Hilfe !

Zunächst einmal: Puerto Varas ist im Süden von Chile, also mit Maximaltemperaturen von ca 20 Grad jetzt im Sommer, Tropenkrankheiten sind also ausgeschlossen. Ich bin allerdings in Argentinien (auf gleicher Höhe, also ebenfalls patagonische Kälte) wohl von Bettwanzen gebissen worden (ca 20 Bisse an Armen und Beinen), Diagnose von mir selbst soweit möglich über Internet. Dies habe ich dem Arzt mitgeteilt, er schenkte dem keine Beachtung. Ich glaube aber selbst nicht, daß dies etwas mit diesem Infekt zu tun hat.Situation heute: Temp. 37,1 Grad ca.12 Uhr Ortszeit (Digitalthermo, unter Zunge), 14.45 gerade eben: 37,6C (scheint wieder zu steigen) (wie erwähnt gestern Spitzenwert vor Gang in die Klinik: 39 C). Allerdings gestern abend zeigte es merkwürdigerweise einmal 36,3 und einmal 35,9 (schon knapp an Unterkühlung ?! :-S) an, vielleicht das Fieber zu stark gesenkt oder Messfehler?. Heute Nacht stark geschwitzt, danach stark gefroren (incl.zittern). Seit gestern viel geringeres Krankheitsgefühl und Schwäche (aber noch da).Urin noch verfärbt, Schleim aus Nase gelblich zäh (wurde auch offensichtlich etwas weniger). Leichterer Kopfschmerz hinter Schläfen. Habe Antibiotikum noch NICHT angefangen zu nehmen, weil ich Zweifel an der Richtigkeit dieser Verordnung habe, und ich weiss, daß lateinamerikanische Ärzte oft zu schnell dazu greifen. Meine Ärztin in D entscheided dies immer nach einem Leukozytentest. Was raten Sie mir ? Soll ich Antibiotikum wegen Zweifel und Besserung meines Zustandes weglassen? Oder soll ich wieder in die Klinik, und auf Leukozytentest zu bestehen ? Vielen Dank XXXXX XXXXX für Ihre Antwort !

Experte:  Dr.Kleber hat geantwortet vor 7 Jahren.

Wenn kein Fieber besteht (ohne Fiebesenker), sehe ich keine Begründung für Antibiotika; Amoxicillin deckt etliche Keime für Nebenhöhlenerkrankungen ab und auch etliche Borrelien, wirkt aber nicht bei Rickettsien, Chlamydien und sicher nicht bei Chagas und Viren. Da alle diese seltenen Keime, die durch Läuse, Flöhe, Wanzen, Zecken übertragen werden können Ruhephasen haben, in denen keine Symptome auftreten (zB Rückfallfieber, Flecktyphus u.s.w) halte ich eine Tropen-/Infektionsmedizinische Untersuchung für wichtig, auch wenn keine Symptome mehr vorhanden sind.

Ob Antibiotikum und welches läßt sich mit Sicherheit nur entscheiden, wenn eine Diagnose gesichert ist; Antibiotika ohne Diagnose, z.B. Amoxicillin, sind nur im dringenden Notfall indiziert, aber nur wenn ich eine Verdachtsdiagnose mit hoher Wahrscheinlichkeit habe. Eine Sinusitis die weder starke Schmerzen macht, noch deutliches Fieber, braucht auch kein Akut-Antibiotikum.

Dr.Kleber, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 9
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