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drhippokrates
drhippokrates, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Mehrjährige klinische Erfahrung in Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Medizin hier ein
drhippokrates ist jetzt online.

Hallo, ich habe seit langem schon Probleme mit meinem Magen/Darm.

Kundenfrage

Hallo,

ich habe seit langem schon Probleme mit meinem Magen/Darm. Ich war auch schon beim Arzt und habe eine Magenspiegelung machen lassen. Ebenso habe ich auch schon einen Laktoseunverträglichkeits-Test gemacht. Es hat alles nichts gebracht. Meine Beschwerden: in verschiedenen Abständen wird mir etwas schlecht, mein Bauch "grummelt" dann auch immer. Essen tue ich aber ganz normal, teilweise/zeitweise wird mir nach dem Essen auch etwas schlecht. Das ist aber nicht das Hauptproblem. Das Hauptproblem liegt darin, dass ich (meist Sonntags) immer am Abend ein bauchgrummeln oder Darmgrummeln habe und gleich danach bekomme ich durchfall mit Blähungen (die Blähungen sind sowieso denke ich etwas stärker als normal, auch unter der Woche). Meistens ist das Sonntags, wenn ich bei meiner Freundin bin (von Freitag bis Sonntag). Kann das ein Psychologisches Problem sein? Danke XXXXX XXXXX Antwort
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.

Hallo Manuel !

Erstmal klingen ihre Beschwerden nach einem Reizdarm bzw. funktionellen Magen-Darmbescherden (sowas wie Colon irritabile). Richtig ist, dass man da einmal einen gastroenterologischen Check-up macht, aber die Abhängigkeit der Symptomatik von psychischen Faktoren liegt ja zumindest im Bereich des Möglichen. Anders wäre eben die Häufung an bestimmten Wochentagen nicht zu erklären, oder ?

 

Typisch ist nach meiner Erfahrung ein Zusammenwirken einer eigenen hohen Empfindsamkeit (für eigenen Stress, aber auch Spannungen und Gefühle von anderen Menschen). Der Magen-Darm-Trakt ist ja nicht direkt unserem Willen unterworfen, sondern über das sog. vegetative Nervensystem eher Stress bzw. emotionalen Belastungen oder Entlastungen. Dies kann man eher über innere Bilder als über Gedanken bzw. Reden erkennen.

 

Bei meinen Patienten gehe ich dazu immer so vor, dass ich mir ein Bild von den Beschwerden mache (nach somatischer Abklärung). Ich frage dazu, wie das Grummeln im Bauch aussehen würde, wenn man es sich als Gefühls-Bild vorstellen würde.

 

Wenn das Grummeln und "schlechte Gefühl" eine Temperatur hätte, welche Temperatur passt zu dem Gefühl ?

Wenn es ein Gewicht hätte, welches Gewicht passt ?

Wäre das Objekt, das das Gefühl ausdrückt eher weich, hart, gasförmig oder flüssig ?

Welche Farbe würde es einnehmen ?

Bewegt es sich ?

Riecht es nach irgendwas ?

 

Vielleicht haben sie schon so eine innere Übersetzung gefunden ? Dann einmal 10 Augenbewegungen von rechts- nach links machen (oder sich abwechselnd auf die Schulter tippen). Wenn es "psychisch" ist, lässt sich das Bild und damit das Gefühl verändern.

 

Sie können auch mal sich eine Zeitleiste vorstellen, auf das sie dieses Gefühl in der ausgewählten Farbe wie ein Graffiti-Punkt legen. Überall wo das Grummeln schonmal war, ein Punkt. Dann wird man auch wieder so eine Augenbewegungsgeschichte machen und schauen, ob die Punkte sich verändern lassen.

 

Klingt etwas merkwürdig, ist auch kein offizielles Verfahren. Hilft hier in der Psychosomatischen Klinik aber sehr zielgenau, um "somatische" von psychosomatischen Beschwerden zu unterscheiden. (Dem Gehirn ist es eh egal, wo die Ursache liegt).

Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Also ich für mich könnte Stress ausschließen, da ich momentan weder auf Arbeit, noch im Privatbereich "Stress" habe. Komischerweise würde ich sagen, dass es ggf. mit Ängsten zusammenhängt, dies aber unbewusst wahrnehme. Wenn ich zum Beispiel dann Sonntags abends wieder heim fahre, ist es weg, kurz davor in der Wohnung meiner Freundin ist es, vorallem nach dem essen, am schlimmsten. Hat dieses "nach dem essen" vielleicht eine Wirkung darauf, dass ich gleich losfahre, und Sie wieder eine Woche alleine lasse? Ich weiß, das können Sie mir vermutlich auch nicht beantworten, aber ich möchte einfach nur mal wissen, ob ich lieber zu einem Internistischen Arzt oder zu einem Psychologen gehen soll. Ich habe gestern wieder das Problem gehabt, nicht so schlimm, aber ich habe es mal mit Talcid Probiert und dann wurde es noch schlimmer. Deswegen kann es doch kein Psychologisches Problem sein, oder? Komisch ist dann eben, dass ich es aber am schlimmsten nur Sonntags abends bekomme. Das Problem besteht jetzt schon seit fast einem Jahr, und so langsam nervt das eben einfach. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Der Arzt sagt nur, dass es nichts ist, weil er ja die Magenspiegelung gemacht hat. Aber wirklich weiterhelfen tut der mir auch nicht, oder empfielt mir hier etwas. Schlechter Arzt. Können Sie mir ggf. noch einen Rat geben, was würden Sie in diesem Falle unternehmen?
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.

Ich denke auch weniger an "Stress" im eigentlichen Sinne. Eher Irritationen. So ein "upps-Gefühl", das aber Vorläufer in der Vergangenheit hat. Die Trennungssituation kann durchaus eine gute Auslösesituation sein.

Ich würde NICHT zu einem Internisten laufen, eher zu einem Facharzt für Psychotherapeutische Medizin oder einen ärztlichen oder psychologischen Psychotherapeuten.

 

Was ich machen würde, habe ich angedeuetet : Diese "nervige Gefühl" ist eine Art Fehlübersetzung, die sich nicht löschen lässt. Wie ein Ohrwurm, der nervt. Wenn man diese Gefühl "neu übersetzt" in ein abstraktes Bild und dann mit Rechts-Links-Augenbewegungen (wie im Traumschlaf) bearbeitet, wird es plötzlich wieder einer Verarbeitung zugänglich. Vermutlich würde / könnte man noch etwas genauer herausarbeiten, was genau der Moment ist. Die Zentel-Sekunde, wenn ihnen bewusst wird, das es um Abschied geht. Vielleicht hat das Vorläufer (beispielsweise Trennungsangst im Kindesalter, schlechte Erfahrungen in einer Partnerschaft). Das könnte aber ein psychotherapeutisch geschulter Kollege eben gut mit ihnen herausfinden und dann einer Bearbeitung zugänglich machen. Sie sind ja schon insofern recht weit, da sie selber eine (aus meiner Sicht) plausible Hypothese haben.

drhippokrates, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung: Mehrjährige klinische Erfahrung in Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
drhippokrates und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  gyndoc07 hat geantwortet vor 7 Jahren.
Hallo,
Vielleicht benutzt Ihre Freundin ja auch ein bestimmtes Gewürz oder irgendeine Zutat immer Sonntags auf die Sie reagieren...da es unmittelbar nach dem Essen auftritt?
Nur so eine Idee. Wenn dem so ist, hilft Okubaka D3 einmalig 5 Globuli unter die Zunge bei auftreten der Beschwerden. Ansonsten wie der Kollege oben beschrieben.

Alles Gute