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Dr.Scheufele
Dr.Scheufele, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 20328
Erfahrung:  Allgemeinmedizin, Gynäkologie u. Geburtshilfe, über 20-jährige Praxiserfahrung
28905844
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Dr.Scheufele ist jetzt online.
Medizin

Diagnose Meine Frau hat seit Jahren Schmerzen im Bereich der

Diagnose:Meine Frau hat seit Jahren... Mehr anzeigen
Diagnose:Meine Frau hat seit Jahren Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule,jetzt wurde festgestellt das Sie ein unklares KNOCHENMARKSÖDEM in der Massa lateralis des
Os sacrums links cranial festgestellt.Dieses wurde Computertomographisch abgeklärt.
Das Os sacrum weist allseits eine regelrechte Knochenstruktur auf sowie glatte corticale
Strukturen ,kein Hinweis für eine Osteodestruktion oder tumuröse Veränderungen .
Sacral Foraminae frei.
Nebenbefundlich Hinweis für BS Degeneration LS/S1 ( inkomplett erfasst mit rechtsbed.
Protusion ) Umgebende Weichteile regelrecht.

Sie hat starke Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule beiderseits ausstrahlend
seit Jahren , jetzt soll eine Schmerztherapie helfen ?

Was können wir noch unternehmen ?
[email protected]




















..
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
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drhippokrates, Dr. Med.
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung: Mehrjährige klinische Erfahrung in Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
hat geantwortet vor 7 Jahren.

Bei ihrer Frau liegt ja ganz offensichtlich eine chronische Schmerzstörung vor, d.h. die Beschwerden sind schon länger als 6 Monaten fortbestehend. Die Computertomographie ist schön und gut, wird aber eben (zum Glück) keine veränderbare Ursache für die Beschwerden ergeben. Selbst wenn man Auffälligkeiten erkennt, können diese entweder nicht das volle Ausmaß des Leidens widerspiegeln und / oder aber nicht verändert werden.

 

Eine Schmerztherapie ist da tatsächlich sehr sinnvoll. Diese kann
a) anästhesiologisch von einem Facharzt für Anästhesie mit Schwerpunkt Schmerztherapie erfolgen. Hier kann man u.a. mit sog. Blockadetechniken eine Hilfestellung und Schmerzfreiheit erzielen.

b) medikamentös über Antiphologistika / Schmerzmedikamente und / oder Antidepressiva zur Schmerzdistanzierung. Hier gibt es zwischenzeitlich sog. Stufenschemata in der Schmerzbehandlung

c) psychotherapeutisch : Gerade die Verhaltenstherapie kann bei der Schmerzbewältigung und dem Lernen eines Entspannungsverfahrens sehr hilfreich sein. Auch wenn dies viele Schmerzpatienten zunächst ablehnen, sind die Ergebnisse nicht schlecht. Auch Hypnotherapie bzw. der Einsatz von Immaginationsverfahren kann hier hilfreich sein.

d) Physikalische Therapie / krankengymnastische Aktivierung : Die meisten Schmerzpatienten "schonen" sich zu stark. Aktivierung bzw. Bewegung wäre angesagt, natürlich unter fachmännischer Anleitung

e) Aufklärung über die Problematik und Möglichkeiten wieder mehr eigene Handlungsmöglichkeiten und Verstehen zu bekommen (eigentlich auch Teil der Psychotherapie), hier speziell eigene Information über Bücher, Selbsthilfegruppen, Internet. Ihre Frau muss / sollte eine AKTIVE Rolle in der Schmerzbewältigung einnehmen.

 

Sie sollte sich davon verabschieden, ewig auf die Suche nach einer veränderbaren körperlichen Abnormität zu gehen und damit immer weiter und weiter in dem Stadium der Ungewissheit und Arzthopping zu stecken. Sie muss in die Phase der Bewältigung kommen.

 

Manchmal ist dafür auch eine stationäre Rehabiliation in einer Fachklinik mit Schwerpunkt Schmerztherapie angezeigt.

Dr.Scheufele, Arzt
Zufriedene Kunden: 20328
Erfahrung: Allgemeinmedizin, Gynäkologie u. Geburtshilfe, über 20-jährige Praxiserfahrung
hat geantwortet vor 7 Jahren.
In Ergänzung zur Beantwortung des Kollegen web4health,

Ein Knochenmarködem ist eine Flüssigkeitsansammlung im Knochen, die vielfältige Ursachen haben kann. Oft besteht ein Zusammenhang mit einem Trauma, oder einem Tumor, beides ist ja in diesem Fall zum Glück auszuschliessen. Entscheidend für die Therapie ist die Druckreduktion. Dazu hat man früher oft chirurgisch in Form von Entlastungsbohrungen behandelt, heute setzt man aber zunächst schmerz- und entzündungshemmende Mittel, sowie physikalische Therapie ein. Gute Erfolge zeigt auch oft eine Behandlung mit Prostaglandinen (Prostavasin), das wäre im Fall ihrer Frau eine Alternative, wenn es sich nicht um ein sehr fortgeschrittenes Stadium handelt.

Mit freundlichen Grüssen,
Dr.N.Scheufele