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drhippokrates
drhippokrates, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Mehrjährige klinische Erfahrung in Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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drhippokrates ist jetzt online.

Guten Tag, meine 80j hrige Mutter macht gerade einen Diazepamentzug.

Kundenfrage

Guten Tag,
meine 80j?hrige Mutter macht gerade einen Diazepamentzug. Sie nahm ?ber mehrere Jahre 10mg am Tag. Da diese Dosis schon einige Zeit nicht mehr ausreichte ging sie in den Entzug. Nach dem 6w?chigen Krankenhausaufenthalt in dem sie auf 0 gebracht wurde ist sie jetzt wieder zuhause, k?mpft aber noch mit sehr starken Entzugserscheinungen. Sie ist jetzt auf 0mg seit 2 Wochen und 5 Tagen. Die Hauptbeschwerde ist eine sehr starke ?belkeit. 1. Frage: Gibt es irgendetwas womit man dies lindern k?nnte? 2. Frage: Wie lange wird sie voraussichtlich noch diese Entzugserscheinungen haben?
Vielen Dank f?r Ihre Hilfe.
MfG
S. K?hler
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Guests hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Abend suprise2004,

Übelkeit ist in der Tat ein großes Problem beim Entzug. Es gibt jedoch sehr potente Mittel zur Behandlung der Übelkeit. Die allermeisten sind verschreibungspflichtig. So z.B. auch MCP Tropfen. Bei sehr schwerer Übelkeit müssten man dann zu größeren Kalibern greifen. Hier wäre z.B. Ondansetron zu nennen, ein sehr starkes Medikament gegen Übelkeit und auch verschreibungspflichtig. Eigentlich müsste die Klinik in der Sie war diese Rezepte ausstellen, aber auch jeder Hausarzt wird das machen. Die Dauer der Entzugssymptomekann leider noch eine Weile gehen. Ich würde schätzen, dass die Entzugserscheinungen zwar abnehmen aber sicherlich noch 2 Wochen anhalten werden.

Bei Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung,

Dr. C. Gani
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Hallo Suprise 2004

Zunächst ist es echt ungewöhnlich, im Alter von 80 Jahren einen Entzug von Diazepam 10 mg vornehmen zu wollen. Und dann noch in einer ziemlich kurzen Zeit. Für die Entgiftung von Benzodiazepinen im Alter gilt, dass man eher über Wochen und Monaten vorgehen sollte, um eine mögliche delirante Symptomatik mit Übelkeit, Verwirrtheit, Angstzuständen etc. zu vermeiden. Sie müssen damit rechnen, dass noch mehrere Wochen bis zu 3 Monaten entsprechende Probleme auftauchen könnten. Hinzu kommt, dass die älteren Herrschaften häufig noch Pillen zu Haus haben und sich dann eben doch wieder mit Schlaftabletten bzw. Angstlösern eindecken.

Wichtig zu wissen, wäre : Für welche Indikation = Anwendung hat ihre Mutter Diazepam genommen und welche Begleiterkrankungen / Medikamente nimmt Sie ?

Spontan würde ich mit meiner Erfahrung in der Gerontopsychiatriezeit zunächst ja das Schlafproblem annehmen. Hier wäre eine Re-Rhythmisierung des Schlaf-Wach-Rhythmus sinnvoll. Dies kann manchmal mit Circadin 2 mg, dem natürlichen Schlafhormon Melatonin erfolgen. Sonst mir Trimipramin (Stangyl). Dieses Medikament hilft auch ganz gut gegen Unruhe.

Die Übelkeit kann man wohl nur symptomatisch behandeln. Ich würde dazu entweder MCP-Tropfen oder ggf. auch Vomex-Tropfen oder Zäpfchen verwenden. Wichtig ist aber, dass ihre Mutter ausreichend trinkt und Bewegung hat.

Aus meiner Sicht bedarf ihrer Mutter aber durchaus einer weiteren psychiatrischen Betreuung oder zumindest einen Hausarzt, der sie gut weiterbetreut.

Gerne stehe ich für weitere Rückfragen zur Verfügung.
Experte:  Guests hat geantwortet vor 7 Jahren.
Hallo suprise,

akzeptieren Sie bitte die Antwort von web4health. Die Frage war eigentlich für ihn bestimmt.

Dr. Gani

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