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drhippokrates
drhippokrates, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Mehrjährige klinische Erfahrung in Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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drhippokrates ist jetzt online.

Ich bekomme Kopfschmerzen nach dem Essen bestimmter Nahrungsmittel,

Kundenfrage

Ich bekomme Kopfschmerzen nach dem Essen bestimmter Nahrungsmittel, wie kann das sein?
Bei den Nahrungsmitteln handelt es sich um warme Würste, Milchreis, Klöße, Dampfnudeln und andere warme Süßspeisen, häufig solche, in denen Hefeteig enthalten ist, oft auch Produkte, in denen Käse enthalten ist, Aufläufe verschiedener Art und manchmal auch Suppen oder Eintopf.
Woher kommt das und was kann man dagegen tun?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Guests hat geantwortet vor 7 Jahren.
HalloCustomer

es gibt einen wissenschaftlich erwiesenen Zusammenhang zwischen Migränekopfschmerzen und bestimmten Lebensmitteln.
Klassisch ist hierbei das Tyramin als Auslöser bekannt, dass in Käse in großen Mengen vorkommt. Auch Nitrate die in Fleisch sich finden lösen Migränen aus. In Schokolade kommt Phenylethylamin vor - auch ein Kopfschmerzprovokator.
Die allererste Therapie wäre es entsprechende Speisen zu meiden. Es gibt jedoch wirksame medikamentöse Behandlungen für solche Kopfschmerzen (sowohl als Dauertherapie als auch für den akuten Anfall). Ich empfehle Ihnen einen Neurologen aufzusuchen und die Beschwerden zu schildern. Dieser kann dann die richtige Therapie einleiten.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen und stehe bei Rückfragen gerne zur Verfügung.

Dr. C. Gani

Dr. C. Gani
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin !

Zunächst wäre es wichtig zu wissen, ob bei ihnen Migräne oder aber migräneartige Symptome (halbseitige, klopfende Kopfschmerzen) bekannt sind oder aber die Kopfschmerzen eher dumpf und im gesammten Kopfbereich nach der Nahrungszufuhr auftreten.

Migräne kann durch zahlreiche Lebensmittel bzw. Bestandteile ausgelöst werden (beispielsweise Alkohol, Kakao aufgrund des Bestandteils Tyramin) oder eben andere Auslöser.

Für andere Formen von Kopfschmerzen werden besonders folgende 3 Stoffe verantwortlich gemacht :

Glutamat : Geschmacksverstärker u.a. in chinesischem Essen. Wenn sie Essen beim Chinesen vertragen, würde ich das mal ausschliessen. Glutamat ist aber bei vielen "künstlichen Nahrungsmitteln" als Zusatzstoff vorhanden, häufig auch als "Hefe" versteckt.

Histamin : Das könnte am ehesten zu ihrer Liste passen. Histamin-induzierte Kopfschmerzen zeigen häufig einen Flush , d.h. eine Rötung und Wärmegefühl . Gerade Hefe hat einen hohen Histaminanteil, daneben Käse und eben viele Süssigkeiten

Nitrate : z.B. bei Nitrogycerzin als Herzmittel. Würde ich auch eher ausschliessen.

Individuell gibt es aber grosse Unterschiede, auf welche Stoffe man mit Beschwerden reagiert. Dies kann man letztlich nur mit Auslassversuchen bzw. speziellen Tests für Nahrungsunverträglichkeiten ableiten.

Ein Neurologe sollte aber weitere Ursachen für Kopfschmerzen bzw. eine genauere Unterscheidung zwischen Migräne und anderen Kopfschmerzen vornehmen.

Die Behandlung dürfte in dem Weglassen der Lebensmittelbestandteile bestehen, die die Kopfschmerzen verursachen. Abraten würde ich von der Einnahme von zu vielen Kopfschmerztabletten, da diese wiederum Kopfschmerzen verursachen könnten. Hier sind andere Formen der Behandlung chronischer Kopfschmerzen, wie Entspannungsmethoden, ggf Antidepressiva oder auch mal Psychotherapie sinnvoll.

Für weitere Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung

Dr. M. Winkler

Zur Behandlung sollte aber auhc
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Danke für den Hinweis, habe mich gerade über Tyramin informiert und bekomme von allen dort angegebenen Kopfschmerzenauslösern Beschwerden. Ich habe mal gehört, dass das auch mit einem Enzymmangel zusammenhängen könnte, heißt das also, dass im Körper Enzyme fehlen und dass dadurch das Tyramin nicht abgebaut werden kann? Kann man Enzyme künstlich zuführen oder gibt es weitere Möglichkeiten, falls das mit dem Enzymmangel nicht stimmt, die Nahrungsmittel essen zu können, ohne sie zu meiden?
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Ich muss gestehen, dass ich eine Tyramin-Unverträglichkeit eigentlich nur als Nebenwirkung der Medikation mit sog. irreversiblen MAO-Hemmern kenne. Dort müssen die Patienten eine tyramin-arme Diät einhalten. Entsprechende Beratungen kann wohl so ziemlich jede Ernährungsberatung liefern.

Allerdings gelten eher Käse (besonders ältere Käse), Parmesan, Blauschimmel etc. als Risiko.

Sonst sind es eher Soya-Produkte, die zu Problemen führen können. Im Internet gibt es zahlreiche Info-Quellen, ich habe u.a. eine englischsprachige Seite, die ich gut finde : http://www.pccnaturalmarkets.com/health/1300008/

Tyramin wird natürlicherweise im Körper durch Abbau von der Aminosäure Tyrosin gebildet. Es ist - zumindest nach meiner Kenntnis - nicht möglich oder sinnvoll ein Enzym zuzuführen, dass die Unverträglichkeit abmildert oder verhindert. Das ist schon allein dadurch schwierig, weil sich die Enzyme in aller Regel beim Essen selber inaktivieren, d.h. wirkungslos werden.

An ihrer Stelle würde ich noch mal genauer nachforschen, welche genaue Bestandteile für sie nicht gut verträglich sind (für mich klang es spontan eher nach Histamin als nach Tyramin).

Wirksame Methoden eine solche Unverträglichkeit rückgängig zu machen kennen ich nicht. Es wird in aller Regel eher das Weglassen der Lebensmittel bzw. Zusatzstoffe empfohlen. Meistens ist dies schon durch ein Umstieg auf andere Marken möglich, da es eben häufig eher Beistoffe bzw. unterschiedliche Konzentrationen sind, die die Beschwerden auslösen.

Hier kann aber eben eine Beratung durch einen Allergologen oder auch eine Ernährungsberatung hilfreich sein.
drhippokrates, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung: Mehrjährige klinische Erfahrung in Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
drhippokrates und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.

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