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Dr. Schaaf
Dr. Schaaf, Privatpraxis, Online-Beratung
Kategorie: Kindermedizin
Zufriedene Kunden: 2012
Erfahrung:  Spezialisiert auf fachübergreifende Zweite Meinung
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Dr. Schaaf ist jetzt online.

Hallo, ich habe einen kleinen Sohn, der seinen leiblichen Vater

Kundenfrage

Hallo, ich habe einen kleinen Sohn, der seinen leiblichen Vater noch nie kennengelernt hat, weil dieser mich in der Schwangerschaft verlassen hat. Der Vater hat danach die Vaterschaft bestritten, bis ein Vaterschaftstest gemacht wurde, ist weggezogen, wollte nicht zahlen und niemals auch nur ein Foto sehen. Mein Sohn ist nun 3,5 Jahre alt und nun will der leibliche Vater plötzlich Umgang. Er lässt das aber übers Jugendamt laufen und erzählt dort die wildesten Lügengeschichten. Mir wird gerade Angst und Bange, weil ich so Sorge habe, dass mein Sohn verletzt wird. Er kennt diesen Mann doch gar nicht und ich habe Angst, dass er ihm irgendeinen Mist erzählt, der ihn total verstört. Er liebt seinen sozialen Vater, der immer für ihn da war, den er Papa nennt und der für ihn sehr wichtig ist. Ich weiß gerade nicht, wie ich mit der Situation umgehen soll, so dass es für meinen Sohn am besten ist. Vielen Dank ***** ***** Hilfe! Katherina Knees
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Kindermedizin
Experte:  Dr. Schaaf hat geantwortet vor 2 Jahren.
Guten abend,
das mit dem "Recht auf Umgang" ist erst mal richtig und auch im Sinne des Kindes, selbst wenn Ihnen das jetzt komisch vorkommen mag.
Andererseits haben Sie natürlich Recht, dass man ein so kleines Kind nicht von heute auf morgen zwingen kann, ganze Tage oder zusätzliche Nächte bei einem Menschen zu verbringen, der für das Kind "wildfremd" ist, selbst wenn es der eigene Vater ist.
Die Idee mit dem Jugendamt war an sich ganz richtig. Jugendämter sind die ersten Anlaufstellen, wenn die Regelung des Besuches zwischen den Eltern nicht ohne Hilfe klappt. Und dass das Jugendamt der Rechtslage verpflichtet ist, dürfte auch logisch sein.
Aber das Jugendamt kann Sie und Ihr Kind zu nichts zwingen.
Es hat die Aufgabe zu VERMITTELN.
Das kann z.B. bedeuten, dass man Ihnen allen dreien einen Raum zur Verfügung stellt, in dem Sie sich kennen lernen können oder in dem der Vater mit dem Kind spielt, während Sie zuschauen.
Es kann auch bedeuten, dass Vater und Sohn in Gegenwart einer Jugendamt-Mitarbeiterin spielen und sich kennen lernen.
Der Kontakt zum Jugendamt ist eigentlich eine gute Sache und eine Chance, die Sie nutzen sollten.
Wenn es so nicht zur Einigung kommt und Sie dem Vater das Kind vorenthalten, dann kann der Vater Sie auf Besuche seines Kindes verklagen.
Wie gut Ihr Chancen in so einem Fall sind, müssten Sie vor Ort mit einem Anwalt klären.
Da Sie die Frage in der Kategorie Medizin gestellt haben: Eigentlich ist es für alle Kinder gut, ihren leiblichen Vater kennen zu lernen und ihn so oft sehen zu dürfen wie sie sich das wünschen. Ausnahmen gibt es, aber sie sind selten und ob einen solche Ausnahme hier vorliegt, das lässt sich nicht so einfach klären.
Mit freundlichen Grüßen