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Dr. Schaaf
Dr. Schaaf, Privatpraxis, Online-Beratung
Kategorie: Kindermedizin
Zufriedene Kunden: 2012
Erfahrung:  Spezialisiert auf fachübergreifende Zweite Meinung
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Dr. Schaaf ist jetzt online.

Wie lange brauch ein Kind, um die Trennung vom Vater zu überwinden?

Kundenfrage

Wie lange brauch ein Kind, um die Trennung vom Vater zu überwinden? Der Vater hat sich vor 11 Monaten getrennt, lebt mit seiner Freundin und deren zwei Kindern im Nachbarbundesland. Meine beiden Töchter sehen ihren Vater alle zwei Wochen. Er holt sie ab und verbringt dann viel Zeit als Patchworkfamilie mit unseren und ihren Kindern. Ich finde das falsch. Wie sehen sie das. E
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Kindermedizin
Experte:  Dr. Schaaf hat geantwortet vor 3 Jahren.
Guten Tag,

da die Kinder ihren Vater alle 2 Wochen für längere Zeit sehen, müssen sie sich ja gar nicht trennen, sie müssen nur mit der neue Situation zurecht kommen.
Wie Sie an Ihren Kindern sehen, läuft das bei jedem Kind anders ab.
Der Kleinen muss man wohl nicht helfen, da es ihr augenscheinlich gut geht, aber die Große braucht Hilfe.

Sie haben nicht geschildert, was die Große über den Umgang mit dem Vater und der anderen Familie berichtet. Das wäre aber wichtig zu wissen. Diese Punkte müssten Sie dann mit dem Vater besprechen, in einer ruhigen sachlichen Weise. Ohne Vorwürfe, einfach als Tatsache und Feedback von der Tochter. Dann müsste man sich gemeinsam überlegen, was zu tun ist, damit es der Tochter besser geht.
Wenn Ihnen das als Vater und Mutter nicht allein gelingt - und das wäre nicht ungewöhnlich - sollten Sie für ein solches Gespräch professionelle Hilfe von der Familienberatung oder einer ähnlichen Stelle in Anspruch nehmen.

Es geht in erster Linie darum, dass es den Kindern gut geht. Und man weiß, dass dazu der Kontakt zu Vater UND Mutter besser geeignet ist als der alleinige Kontakt zu einem Elternteil. Im Sinne Ihres Kindes sollte also eine Lösung gefunden werden, die so aussieht, dass der Kontakt aufrecht erhalten wird, eine Trennung vermieden wird und der Umgang so ist, dass das Kind sich wohl fühlt.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Schaaf
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.


Genau, die Kleine kommt mit Situation zurecht. Aber der Großen wird es einfach manchmal zu viel. Vergangene Woche hatten wir die Situation, dass die Kinder erst Samstag zum Vater fahren sollten (1. Übernachtung bei den Großeltern, mit Cousin und Cousine, der Vater "stieß" erst So mit Freundin und deren Kindern dazu, da er 2. die Kinder sowieso zur Oma bringen wollte, da er abends weggehen wollte und ist). In der Schule war Hortfest, die Freundin der Großen lud sie zur Übernachtung ein. Charlize meinte, es ginge nicht, da sie zum Vater fahren "muss". Ich habe bei meiner Großen nachgefragt, was sie möchte. Sie wollte nicht mit zum Vater.So habe ich sie bei ihrer Freundin auf einem Dorf mit Spaziergängen, ruhigem Spiel das WE verbringen lassen. In dem Falle natürlich ohne es vorher mit dem Vater abzustimmen. Ich habe es ihm erst vor der Abfahrt mitgeteilt. Ich finde nicht, dass ich erst seine Erlaubnis einholen muss, auch wenn es sein WE ist. Daraufhin war er enttäuscht, aber ich sagte ihm, dass es um die Bedürfnisse des Kindes geht. Er telefonierte bei der Freundin unserer Tochter hinterher, aber die Kinder waren draußen am Spielen (erzählte mir die Mutter) und Sonntag, als ich mit den Kindern wieder zu Hause war, hat er dem gr. Kind telefonisch ein schlechtes Gewissen gemacht. Kann man im ersten Satz mit vorwurfsvoller Stimme sagen: Ich habe dich vermisst... Ich fands einfach nicht gut. Ich finde zwar, dass sie das wissen sollte, aber ich fands taktisch unklug. Sie war sofort wieder nachdenklich, in sich gekehrt und wollte nicht mit mir darüber sprechen. Im Grunde, so habe ich es dem Vater erklärt, muss sie ihre Erfahrung selbst machen. Eben auch das Gefühl bekommen, wann ihr was wichtiger ist.


Das Verständnis hatte er nicht. Er meinte nur, ich muss sie auf das WE vorbereiten- bitte entschuldigen Sie die Wortwahl- es klingt wie ein blöder Psychologenratschag von seiner Seite. Ich will sie nicht dahinzwingen. Er war sehr sauer. Zumal er sie eh nur 4 Std gesehen hätte.


Ich finde Patchwork auf gut deutsch scheiße. Am Papa-WE sind unsere Kinder immer mit der Freundin und ihren Kinder zusammen. Das andere WE haben sie kinderfrei. Mittlerweile scheint er es begriffen zu haben und nutzte die letzten 2 Papa-Sonntage, um auch was mit ihnen allein zu machen. Er ist unglaublich stur und es ist schwierig mit ihm zureden. Wie ein Buch rede ich nicht unbedingt, aber ich habe ihm schon mehrfach gesagt, dass die Kinder mit ihm zeit verbringen wollen. Familienberatung erweist sich schwierig, da wir in verschiedenen Bundesländern wohnen, aber habe ich persönlich auch in Betracht gezogen. Weiß noch nicht, wie ich das im Idealfall umsetzte.