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Kategorie: Kindermedizin
Zufriedene Kunden: 89
Erfahrung:  Arzt
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Hallo, meine Tochter (5 Jahre) hat Probleme im Kindergarten,

Kundenfrage

Hallo,

meine Tochter (5 Jahre) hat Probleme im Kindergarten, die meiner Meinung daher kommen, dass Sie dort "unterfordert" ist. Dies zeigt sich teilweise in Lustlosigkeit, teilweise total aggressiv.
Sie möchte auch überhaupt nicht mehr gehen.

Wie kann ich meiner Tochter helfen?

Vielen Dank!
Maria Mayer
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Kindermedizin
Experte:  Dr.med.24h hat geantwortet vor 5 Jahren.
Liebe Fragestellerin, vielen Dank XXXXX XXXXX Frage. Als Eltern neigen wir naturgemäss dazu, die Dinge recht nahe aus der Perspektive unserer Kinder zu sehen, was natürlich immer auch nur eine von vielen subjektiven Perspektiven darstellt. Umso mehr ehrt Sie Ihr Anliegen, sich weitere Meinungen einzuholen. Es kann dabei dementsprechend sein, dass unser Eindruck nicht bestätigt wird, was ich hiermit vorausschicken möchte, aber wie gesagt, es gibt im Leben oftmals mehrere Sichtweisen auf komplexe Situationen.Also, der aktuell weitläufig verbreitetste pädagogische und kinderpsychologische Ansatz geht davon aus, dass Kinder im Kindergarten primär über das Spielen wichtige Fähigkeiten für die Schule erwerben, so z.B. Konzentration auf einen Gesprächspartner, eine Aufgabe oder ähnliches; weiterhin Sozialverhalten und -ganz wichtig - die "Frustrationstoleranz", die uns später erlaubt, durchzuhalten, auch wenn die Belohnung dafür weiter weg, also abstrakt ist, und die uns nicht wegen einer misslungenen Aufgabe depressiv oder aggressiv werden lässt.Wie gesagt, dies geschieht in dieser Phase "spielerisch", d.h. Kinder können und sollen nicht "gefordert" werden, sondern sich eher im Spiel austoben, um dann in der Schule erstmals gefordert zu werden. Daraus folgt, dass Kinder auch nicht "unterfordert" sein können im Kindergarten. In vielen Kindergärten gibt es zwar mittlerweile regelrechte Fächer und 15 verschiedene Handpuppen, die jede etwas anderes "lehren" soll; nach aktuellen Erkenntnissen haben aber nur die spielerisch motivierten aufgenommenen Informationen Bestand. Bei Interesse empfehle ich Ihnen die Bücher des bekannten Psychiatrieprofessors und Hirnforschers Manfred Spitzer zu diesem Thema, z.B. "Lernen". Für Ihre Tochter wäre zu hinterfragen, warum sie keine Lust auf den Kindergarten hat (Spielkameraden?Verlustängste?)-manchmal steckt auch die Motivation dahinter, mit der geäusserten Abneigung gegen den Kindergarten von den Eltern umsorgt zu werden. Und dann gibt es noch eine Lernerfahrung in diesem Alter: das Kind lernt akzeptieren, auch Dinge zu tun, die primär keinen Spaß machen zu scheinen-sie probieren also aus: Muss ich wirklich dahin, wenn ich nicht will? Das wäre etwas, was Sie sich als Eltern klarmachen müssten-erfahrungsgemäß passen Kinder sich in alle Gegebenheiten ein, wenn Sie verstanden haben, dass sie da keine Entscheidungsteilhabe haben.Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Für Sie und Ihre Tochter alles Gute!