So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Christian Lee.
Christian Lee
Christian Lee, Dr. Med.
Kategorie: Kindermedizin
Zufriedene Kunden: 375
Erfahrung:  Facharzt für Allgemeinmedizin (12 Jahre Praxis) & Spezialist für Infektiologie (10 Jahre)
32376790
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Kindermedizin hier ein
Christian Lee ist jetzt online.

Meine Tochter hat seid einer Woche einen hartn ckigen trockenen

Kundenfrage

Meine Tochter hat seid einer Woche einen hartnäckigen trockenen Husten. Am Abend kommt Fieber ( Ca. 38,5 ) hinzu. Wir waren schon beim Kinderarzt. Es wurde ein Blutbild erstellt das unauffällig war. Bevor der Husten begann hatte sie ScHARLACH:. Was sollen wir tun?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Kindermedizin
Experte:  Christian Lee hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend,

falls der 'Scharlach' unmittelbar dem Husten vorausgegangen ist, muss die Diagnose 'Scharlach' sicherlich kritisch hinterfragt werden.

Scharlach ist wohl die häufigste Fehldiagnose in der Allgemein- und kinderärztlichen Sprechstunde. Es handelt sich dabei um eine Infektion spezieller betahämolysierender Streptokokken der Gruppe A, und zwar von solchen die ihrerseits selbst mit einem Virus infiziert sind. Ob nun die im Rachenabstrich nachgewiesenen A-Streptokokken Träger dieses Virus sind oder nicht, das lässt sich mit den üblichen Labortests leider nicht nachweisen! Klinisch gehört nebst der Angina und der charakteristischen Himbeerzunge die spätere charakteristischn Loslösung der äussersten Hautschichten an gewisser Regionen (Desquamation) dazu. Da aber auch andere Erreger ähnliche Symptome machen, kann wird die Diagnose sehr oft falsch gestellt. Gefährlich am Scharlach wären u.a. die allfälligen Folgen für das Immunsystem mit Entzündungen u.a. von Nieren oder Herz, bei uns allerdings äusserst seltene Komplikationen.

Hingegen passt der trockene Husten überhaupt nicht zu dieser Infektion und deutet, zusammen mit dem unauffälligen Blutbild (wäre bei echtem Scharlach wohl kaum unauffällig), mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eine virale Bronchitis hin, die oft mit Symptomen in den obern Atemwegen beginnt.

Antibiotika nützen da in der Regel nichts. Praktisch immer sind normale symptomatische Therapien (Schleimlöser NAC und evtl. hustendämpfende Tropfen mit Dextromethorphan z.B.) genügend. Falls eine asthmoide Komponente dabei ist, hörbar beim (verlängerten und pfeifenden) Ausatmen und vor allem durch Abhorchen der Lunge mit dem Stethoskop, können Inhalationen mit einem Asthmaspray sehr hilfreich sein.

Ansonsten heist es stets, Abwarten und Tee trinken. Jedoch sollte bei unerwarteten Änderungen stets der Arzt erneut aufgesucht werden.

mit freundlichem Gruss

Christian Lee