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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Kindermedizin
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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webpsychiater ist jetzt online.

Hallo, mein Sohn ist 2,5 Jahre alt. Er hat ein Problem

Kundenfrage

Hallo, mein Sohn ist 2,5 Jahre alt. Er hat ein Problem mit kurzen Anziehsachen, Barfuß zu laufen, ins Schwimmbad zu gehen, läßt sich nicht zudecken, schreit wenn er nach dem Mittagsschlaf aufwacht und jede Lapalie verschlimmert es noch. Letztes Jahr im Sommer ist uns aufgefallen, dass er immer seine Strümpfe anbehalten wollte, alle anderen Kinder, die er bereits seit Geburt an kennt, sind in das Planschbecken gehüpft. Er saß nur auf meinem Schoß - auch so ein Thema: generell, auch wenn er "komplett" bekleidet ist, sitzt er einfach nur bei mir. Wenn er aber mit seinen älteren Cousins und Cousinen zusammen ist, ist er total frech und aufgeweckt, wie man sich das wünscht. Wenn er nicht dran denkt und wir ihn ablenken, läuft er auch schonmal (nachdem er spielerisch auf sein Töpfchen geht) nackig und ohne Strümpfe durch die Wohnung. Sobald es ihm aber sozusagen "auffällt", geht gar nichts mehr, mindestens die Hose muss an und die Strümpfe auch - das T-Shirt hat er mittlerweile akzeptiert - sonst schreit er und ist ganz außer sich. Zudecken am Abend geht auch nicht, wie als ob er eine Phobie vor Decken hat. Wir müssen immer erst warten, bis er eingeschlafen ist. Manchmal spielt er aber das er schläft, dann deckt er ohne Probleme sich und seine kleine Schwester zu. Heute Nacht ist er wieder schreiend aufgewacht und wurde ganz hysterisch, weil er seinen Schlafsack aus und die Strümpfe anhaben wollte. Mit Wasser spielt er gerne (zB. Wasserpistole), Badewanne geht nach einigen Überredungen auch und dann findet er es toll. Schwimmbad geht zB überhaupt nicht, er zieht ja nicht seine Hose aus und wird pansich (obwohl ich 1 Jahr mit ihm beim Babyschwimmen war). Nach dem Mittagsschlaf (er schläft zwischen 1,5 und 3 Stunden) wacht er zu 80 % mit weinen und Gebrüll auf, ich nehme ihn dann zu mir und bin einfach nur ruhig und warte ab bis er sich "aklimatisiert" hat. Jeder Kuss, Strumpf hochziehen etc verschlimmert sein Schreien, seine Laune. Er zippelt immer an seiner Hose, dass diese auch ja richtig sitzt und nicht hochrutscht. Wenn er ein Langarmshirt trägt, darf man es nicht hoch krempeln um ihn zB. die Hände zu waschen. Wenn er das mittlerweile akzeptierte T-Shirt anhat, ist das Arme waschen kein Problem. Bis man ihn zB von neuen Schuhen überzeugt hat benötigt es einiges an Überredungskunst. Seine neuen Sandalen zieht er immer noch nicht an. Läßt man ihn schreien ist er äußert ausdauernd und hartnäckig - am Ende bringt das aber auch nichts. Wir hatten ihn dann mit der Wasserpistole abgelenkt und er ist mit den Sandalen losgerannt, sobald er es gemerkt hat ging das Geschrei von vorne los. Genauso neue Jacken und Mützen - wenn er es akzeptiert hat ist es überhaupt kein Problem mehr, nur der Weg dahin. Wenn er mit Gleichaltrigen in einer Gruppe zusammen ist geht es überhaupt nicht, er ist wie versteinert und sitzt nur bei mir. Alleine mit Kindern ist es kein Problem. Er hat auch erst vor ein paar Wochen richtig mit sprechen angefangen und redet jetzt alles nach.

Angst vor Fliegen und Bienen hatte er auf einmal auch. Seine Cousine hat ihm nur erzählt, dass diese auch Aua machen können, deshalb soll man sie einfach in Ruhe lassen. Dann hat er sich jedes mal an seine Cousine geklammert wenn er eine Fliege etc gesehen hat und geschrien, wenn eine Fliege im Raum war. Wir  haben ihm diese Tiere spielerisch näher gebracht (Biene Maja DVD, Fliegen beobachten, Bücher dazu angeschaut, verscheuchen von Fliegen macht Spaß...).Jetzt schreit er wenigstens nicht mehr, wenn eine Fliege im Raum ist. Übrigens haben wir einen Hund den er ständig streichelt, ist schon auf Ponys gerittet und geht in den Streichelzoo, aber das Brummen macht ihn ängstlich.

Spielplatz und Rutsche geht jetzt so langsam. Daheim unsere Schaukel und die kleine Rutsche macht ihm Spaß. Ich glaube es liegt an der fremden Umgebung.Da ist er sehr zurück haltend.

Er war übrigens auch ab 1,5 Jahren 2 Vormittage in einer privaten Kinderbetreuung. Enge Räumlichkeiten, 2 Mütter von erwachsenen Kindern, ca.12 - 15 Kinder zwischen 1,5 und 3 Jahren. Keine Eingewöhnung. Wir haben ihn da jetzt raus. Dort sind auch schon seine Cousins und Cousinen hin, aktuell die Kinder von meinen Freundinnen und alle finden es toll. Kinder können sich dort in engen Räumlichkeiten meiner Meinung nach nicht entfalten. Dort hat er auch angefangen Kinder - augenscheinlich aus dem nichts heraus - zu schubsen und zu hauen. Ist mit auch schon einmal aufgefallen als ein Gleichaltriges Mädchen das er seit Geburt an kennt ihn einfach nur angeschaut hat, wie als ob es ihm zuviel wurde.

Wurde mit ca 22 Monaten wegen Tränenwegstenose operiert. Es wurden keine Venen bei ihm gefunden, es wurde dann die Halsschlagader für die Narkose genommen. Er war schon von seinem Saft schon wieder fit als die Anästhesisten kamen und wir mussten ihn dann alleine lassen. Nach dem aufwachen durfte ich nicht mit in den Raum,weil ich hochschwanger war. Mein Mann hat alles gegeben, er hat wie wild um sich gehauen und war äußerst aktiv. Man sagte dort, sowas habe man noch nicht erlebt. Sehr ausdauernd.

Nachts ist er oftmals auch schon aufgewacht und hat gebrüllt und sich nicht beruhigen lassen (zur Zeit als er vormittags in die "Betreuung" ging - vielleicht war ihm alles zuviel und wir wollten doch nur gut). Nichts konnte ihn beruhigen, nach ein paar Minuten (10-15 vielleicht?) war alles vorbei und er ist ohne Probleme wieder eingeschlafen.


Sind das alles nur Marotten, eine Phase die vergeht oder könnte da auch mehr dahinter stecken? Vielen Dank.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Kindermedizin
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Tag !

Sie beschreiben ein Kind, das sicher auch ganz tolle und sehr sensible Seiten hat. Aber eben eine sog. Regulationsstörung hat. Sein Gehirn arbeitet anders als das von STINOS = stinknormalen Menschen. Diese Regulationsdynamik bezieht sich auf Dinge wie Berührung (er ist teilweise extrem hypersensibel, wird aber in anderen Bereichen vielleicht kein Schmerz verspüren, wenn er sich doll verletzt hat), Nähe und Distanz, Temperaturmempfinden etc.

Es bezieht sich aber auch auf Emotionsregulation. Sein Gehirn muss voraktiviert werden durch positive Gefühle oder ihre Anwesenheit. Es ist eher wie ein Bildschirmschoner, der bei aber sehr leicht irritierbar ist, wenn etwas anders als erwartet verläuft.

Derartige Besonderheiten können "normal" sein, bzw. auf eine gewisse Verzögerung in der Hirnvernetzung hindeuten, die sich später ausgleicht. Sie könnten aber auch auf neuropsychiatrische Besonderheiten wie ein ADHS-Syndrom (Hyperaktivität bzw. Aufmerksamkeitsdefizit-/Syndrom) hindeuten. Hier müsste man schauen, ob es in der Familie weitere "Betroffene" mit derartigen Regulationsbesonderheiten und Störungen im Bereich Aufmerksamkeit / Impulskontrolle oder auch Unruhe gibt.

Es gibt tolle Bücher von Cordula Neuhaus zu ADS bei Kleinkindern bzw. auch ein spezielles Elterntraining für Kinder mit Regulationsstörungen. Das würde ich sehr empfehlen...
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo und vielen Dank. Mein Sohn kann sich mit seinen 2,5 Jahren ausgiebig mit etwas beschäftigen, dass ihm Spaß macht. Z.b. beim Basteln Schnipsel aufkleben, er klebt immer noch, wenn die anderen schon lange kein Interesse mehr haben. Das Hammerspiel mit der Korkunterlage und den kleinen Nägeln, da sitzt er 20 Minuten am Stück dran. Spielerisch sägt, hämmert und "bohrt" er für sein Leben gern und macht seinem Opa alles nach. Feinmotorisch ist er fit. Er merkt sich immer alles ganz genau, alles hat seinen Platz. Das dürfte ADS doch ausschließen, oder? Und ADHS doch somit auch, sonst hätte er doch keine Ruhe für so etwas??
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 5 Jahren.
Jein. Natürlich kann man aus ihren Schilderungen nicht auf ADHS schliessen, zumal jedes Kind eine individuelle Entwicklung nimmt. Ihre Beschreibungen der "Aufmerksamkeit" sprechen aber eher FÜR als gegen ADHS. Kinder mit ADHS haben hervorragende Konzentrationsfähigkeiten, wenn es sie interessiert. Sie vergessen Raum und Zeit,wenn sie in eine Sache vertieft sind.

Feinmotorik ist natürlich schon auch ein Kriterium für oder gegen ADHS. Innerliche Ruhe oder Unruhe zeigt sich bei ADHS meist erst später.

Ich würde auch weniger von einer Diagnose als von einer Konstitution = Veranlagung sprechen.

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