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Bergmann
Bergmann, Dr. Med.
Kategorie: Kindermedizin
Zufriedene Kunden: 1081
Erfahrung:  20jährige Berufserfahrung in der Kinder- und Jugendmedizin, innere Medizin sowie Homöopathie
50673792
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Kindermedizin hier ein
Bergmann ist jetzt online.

Sehr geehrter Herr Bergmann, vielen Dank f r Ihre Antwort

Kundenfrage

Sehr geehrter Herr Bergmann,

vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort bezüglich des ausgeprägten Würgens meiner Tochter. Sie haben mir emfohlen einen HNO Arzt zu Rate zu ziehen und abzuklären ob es ev. an Rachenmantelvergrößerung usw. liegen könnte. Ich habe in meiner Frage nicht erwähnt, dass meine Tochter letzten Winter insgesamt 6 Mittelohrentzündungen in 3 Monaten hatte und dann im März dieses Jahr Polypen entfernt bekam und seitdem Paukenröhrchen hat. Seitdem hatte sie keine Mittelohrentzündung mehr. Wir sind jedoch in regelmäßigen Abständen zur Kontrolle beim HNO Arzt. Dort habe ich das Würgeproblem auch schon angesprochen. Eine Vergößerung der Rachenmantel wurde nicht festgestellt. Ich habe gefragt, ob die Ursache auch darin liegen könnte, aber mir würde gesagt das könne nicht sein, ggf. sollte ich mich an den Kinderarzt wenden. Außerdem muss ich noch ergänzend erwähnen, dass wir dieses morgendliche Würgeproblem bereits seit einem Jahr haben. Es gibt dann immer wieder Phasen wo es besser geht, der Rekord lag bei 5 Wochen ohne Spucken. Sobald jedoch eine Krankheit kommt oder droht wird das Würgen und Spucken wieder sehr massiv- und wie gesagt, seit ca. 3 Wochen ist es wieder sehr stark aufgetreten und mittlerweile auch beim Mittagessen, wenn Speisen abgelehnt werden. Dazu muss ich noch sagen, dass wir mit dem Essen schon immer unsere Schwierigkeiten hatten. Außer Muttermilch hat meine Kleine kaum etwas akzeptiert. Die gesamte Breiphase war der blanke Horror. Mit Mühe und Not und größtem Aufwand hat man es geschafft wenigstens ein bisschen Brei zu füttern-überwiegend wurde aber das Essen gebunkert und irgendwann ausgespuckt.Gewürgt hat sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Mit ca. einem Jahr habe ich dann konsequent abgestillt und auf normale Nahrung umgestellt. Es klappt super, bis auf das morgendliche Frühstück. Bereits als ich gestillt habe, wollte sie morgends fast nichts. Ein paar Wochen ging es dann gut mit Milch löffeln und plötzlich kam der Würgereiz. Sie hat mit ihren zwei Jahren leider auch noch große Schwierigkeiten alleine zu essen. Sie stopft sich alles in den Mund, schluckt nicht mehr runter und irgendwann würgt sie dann und erbricht; kann dann aber weiteressen- das ist die eine Art des Würgens.Eine andere Art ist während des Essens plötzlich zu würgen und alles auszuspucken. Dies trittvorwiegend morgends, ab und ab auch mal abends auf- einmal auch nachmittags beim Banane Essen- und eben seit Neuestem auch mittags, wenn sie das Essen nicht bzw.nicht mehr will. Vielleicht könnten Sie mir mit diesen neuen Informationen nochmals antworten, ob Sie damit bei Ihrer Meinung bleiben oder noch irgendeine andere Idee haben. Ich wäre sehr froh nochmals von Ihnen zu hören. So ganz langsam bin ich mit meinem Latein am Ende - und das schlimmste ist, dass die gesamte Umgebung das Problem auf mich projeziert,bzw. keines sieht, da meine Tochter ja so kräftig ist.

Vielen Dank XXXXX XXXXX Feedback.

Ihre S.Flandi
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Kindermedizin
Experte:  Bergmann hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo und guten Abend,

 

da wir gerade noch mit zwei Kollegen zusammensaßen, haben wir noch einmal gemeinsam über Ihr Kind nachgedacht.

 

Da im HNO-Bereich offensichtlich nichts sichtbar krankhaftes zu sein scheint, ist der HNO -Besuch jetzt nicht mehr die erste Adresse.

 

Jetzt muss man mit Ursachen eine Etage tiefer gehen.

 

Möglich wäre - zumal das Problem je auch schon sehr lange besteht - eine

Zwerchfellhernie. Durch die unphysiologischen Druckverhältnisse im Bauch/Brustbereich käme es reflektorisch zu würgen, spucken und erbrechen.

 

Um die Diagnose zu sichern, sollten Sie einen pädiatrischen Gastroenterologen aufsuchen. Dieser kann dann mittels bildgebender Verfahren (Sonographie, evtl auch Röntgen-Kontrast) eindeutig feststellen, ob und wo sich eine derartige Hernie, also eine Lücke im Zwerchfell, befindet und wie die Therapie aussehen kann.

 

In der Regel werden derartige Hernien operiert, d.h. die Prognose ist gut, die Operation nicht sehr schwierig.

 

Da ich nicht weiß, wo Sie in Deutschland beheimatet sind, gebe ich Ihnen die Adresse von einem sehr guten Sepezialisten in NRW. Sie könnten dort anrufen und auch nach einem entsprechenden Facharzt in Ihrer Nähe fragen.

 

Sehr empfehlenswert, da international bekannt und geschätzt und mit viel Erfahrung:

 

Prof. Dr. med. Michael J. Lentze

 

Universitäts-Kinderklinik Bonn

 

Adenauer-allee 119 Bonn Tel.: 0228 287 33333 (Pforte)

 

Ich wünsche Ihnen eine baldige Klärung, Genesung und alles Gute.

 

Freundlichen Gruß.

Bekannt aus:

 
 
 
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