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Dr. Schaaf
Dr. Schaaf, Privatpraxis, Online-Beratung
Kategorie: Kindermedizin
Zufriedene Kunden: 2012
Erfahrung:  Spezialisiert auf fachübergreifende Zweite Meinung
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Dr. Schaaf ist jetzt online.

Kann ein Kleinkind durch einen Schreck einen seelischen Schaden

Kundenfrage

Kann ein Kleinkind durch einen Schreck einen "seelischen Schaden" erleiden? Unsere Lara (27 Monate) hat vor 2 Wochen mit einem kleinen Stoff-Nikolaus gespielt. Plötzlich ist der Kopf abgefallen, und sie fing sofort an ganz schlimm zu schreien und zu zittern. Wir konnten sie nach einiger Zeit wieder beruhigen. Aber als ich ihr den Nikolaus noch einmal zeigen wollte, um zu erklären, dass es doch gar nicht so schlimm ist, drehte sie wieder richtig durch und fing auch wieder an zu zittern. Mittlerweile haben wir ihn wieder genäht, und sie fasst ihn auch wieder an. Aber seit diesem Tag will sie weder Mittags noch Abends ins Bett. Vorher hatten wir überhaupt keine Probleme damit. Wir haben sie wach hingelegt. Dann hat sie etwas gesungen oder erzählt und ist nach ca. 15-30 Minuten eingesschlafen. Aber jetzt geht es gar nicht mehr. Wir müssen uns immer vor ihrem Gitterbettchen hinlegen oder davor setzen. Manchmal akzeptiert sie noch nicht einmal das und schreit nur. Ich denke manchmal, dass sie uns nur testen will, und dass diese Zeit bestimmt wieder vorbei geht. Aber ich mache mir mache auch Sorgen wegen dem Nikolaus. Was raten sie mir?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Kindermedizin
Experte:  Dr. Schaaf hat geantwortet vor 6 Jahren.
Unter einem "seelischen Schaden" würde ich einen Dauerschaden verstehen und das ist bei einem solchen Ereignis nicht zu erwarten.

Offenbar hat das Ereignis für Ihre Tochter einen sehr viel größeren Stellenwert als es für Außenstehende zu erkennen ist und offenbar hat sie im Moment viel Angst und deswegen sucht sie Schutz. Am besten kommen Sie diesem Bedürfnis entgegen, indem Sie ihr mehr als sonst zeigen, dass Sie für sie da sind, dass sie keine Angst haben muss, egal wovor, und dass Sie immer in Ihrer Nähe sind, wenn Lara Sie braucht.

Wenn dazu gehört, dass Ihre Tochter eine Zeit lang in Ihrem Bett schläft, sollten Sie ihr das ermöglichen. Lara ist einfach zu klein, um mit ihr über Angst zu reden, aber "zeigen" funktioniert.

Wenn Sie deswegen nicht schlafen können, dann bauen Sie ihr doch ein Nest neben Ihrem Bett, in Sichtweite. Das Nest sollte etwas an sich haben, was "Sie" verkörpert, was man aber mitnehmen kann, z.B. ein T-Shirt von Ihnen oder eine Decke, mit der Sie sonst schlafen etc. Die kann man dann auch mit ins Gitterbett nehmen.

Meist dauern solche Phasen vier bis sechs Wochen, manchmal auch länger. Natürlich gibt es jede Menge Experten, die einen ganz anderen Umgang mit solchen Problemen empfehlen, aber meiner Erfahrung nach kann man es ruhig erst mal mit viel Liebe und Zuneigung bis zum Abwinken probieren. Wenn man sich sicher ist - und das kann man sein - dass die Phase vorübergeht, ist es gar nicht so schwer. Die strikteren Vorgehen laufen einem ja nicht weg.


Mit freundlichen Grüßen

Dr. Schaaf
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