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drhippokrates
drhippokrates, Dr. Med.
Kategorie: Kindermedizin
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Mehrjährige klinische Erfahrung in Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie
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drhippokrates ist jetzt online.

Hallo, ich bin Mutter eines dreij hrigen Jungen. Mehrmals

Kundenfrage

Hallo,
ich bin Mutter eines dreijährigen Jungen. Mehrmals wurde ich drauf angesprochen ob mein Sohn hochbegabt sei. Angeblich sei es untypisch für Kinder in seinem alter, bis 10 zu zählen aber nicht nur auf deutsch sondern auch auf englisch... er kann auch ca 10 Wörter in englisch richtig einsetzen, hat einen sehr großen Gerechtigkeitssinn und besteht darauf, dass man die Regeln einhält... sowie der gewohnte Tagesablauf beibehalten wird. Er langweilt sich beim spielen mit gleichaltrigen, seine beste Freundin wird nächsten Monat 6 Jahre alt und sein bester Freund ist 5 geworden. Er kann sich sehr gut an Ereignisse erinnern und haargenau davon berichten, die länger als ein Jahr her sind... In seinem Kinderzimmer kann er so gut wie jedes Spielzeug zuordnen, von wem er es zu welchem "Feiertag" (Geburtstag, Weihnachten etc) geschenkt bekommen hat. Er kXXXXX XXXXXedtexte sehr schnell auswendig lernen... den Refrain meist schon nach 4 - 5 mal hören, fast flüssig mitsingen.. auch englische Lieder.... Genau so sieht es mit Hörkassetten aus. Fremden hingegen ist er sehr scheu und nähert sich so gut wie gar nicht, erst bei der 3., 4. Begegnung mit der Person bindet er sie ins spielen mit ein.


Meine Frage wäre.. sind dies wirklich Anzeichen von Hochbegabung? wenn ja, an wen kann ich mich wenden, wie kann ich mein Kind unterstützen?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Kindermedizin
Experte:  drhippokrates hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Abend !

Hochbegabung ist ja keine Erkrankung bzw aus ihrer Schilderung heraus sehe ich so erstmal keinen Leidensdruck für ihren kleinen Liebling. Jedes Kind hat so seine eigenen Wahrnehmungsstärken und - schwächen. Ich sehe einige Parallelen zu meinem Sohn, der uns u.a. mit dem Auswendiglernen bzw. -können von langen Bilderbüchertexten schockte.Kinder können ohne Angst bzw. unter idealen Bedingungen ("Flow") sich sehr viel merken und verarbeiten. Diese tolle Fähigkeit muss noch nicht zwingend mit Hochbegabung zusammenhängen - kann aber durchaus ein Frühzeichen sein. Typisch für Hochbegabung ist das sehr frühe Abstrahieren bzw. Erkennen von Reihen und Zusammenhängen (siehe auch hier ). Andererseits sollte man eben auch an Hochsensibilität bzw. Synästhesie denken, da derartige Fähigkeiten sich dann später eher mit Problemen zeigen könnten (einfach weil "normale" Lösungswege nicht gegangen werden).

Wichtig ist es, die Kinder situationsangemessen und auf verschiedenen Informationskanälen "nicht zu langweilen". Ihnen Anregungen zu geben, aber sie auch nicht unter Druck zu setzen. Derzeit sehe ich da nicht zwingend eine Handlungsnotwendigkeit, zumal die Beurteilung bei so kleinen Knirpsen nicht so leicht ist. Weitere Auskunft kann ihnen aber sicher die Deutsche Gesellschaft für das hochbegabte Kind geben. Weitere interessante Links zu Thema hier

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