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troesemeier
troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16812
Erfahrung:  Ich verfüge in dem Rechtsgebiet langjährige Erfahrungen.
37896974
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Jugendrecht hier ein
troesemeier ist jetzt online.

hallo, der sohn meiner lebensgefährtin ist hochbegabt und

Kundenfrage

hallo,
der sohn meiner lebensgefährtin ist hochbegabt und verhaltensauffällig.
bis vor kurzen lebte er beim leiblichen vater.
diese situation war nicht mehr tragbar, sodass die mutter ihren sohn zu sich geholt hat. leider ist sie beruflich sehr eingespannt und kann sich nicht zusätzlich die erziehung leisten.
die kinderpsychologin rät eine unterbringung in einem internat an, das jugendamt versucht mit allen mitteln dies zu unterbinden.
die zeit drängt, weil das kind (12j) schulisch immer auffälliger wird und die mutter die doppelbelastung nicht mehr leisten kann.
wie kann man vorgehen?
danke
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Jugendrecht
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

über die Frage, ob der Sohn ein Internat besucht, haben die Eltern gemeinsam eine Entscheidung zu treffen.
Gelingt dies nicht, auch nicht durch Vermittlung des Jugendamtes, sollte die Kindesmutter einen Antrag auf Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts auf sich allein und auch die Entscheidungsgewalt über die schulischen Belange beim Familiengericht stellen.
Bei erfolgreicher Übertragung der bezeichneten Rechte kann diese dann allein über die Unterbringung im Internat entscheiden.
Das Gericht überträgt die Rechte, wenn die Kindesmutter unter Beachtung des Kindeswohls am geeignetsten erscheint, die Entscheidungen zu treffen.
troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Jugendrecht
Zufriedene Kunden: 16812
Erfahrung: Ich verfüge in dem Rechtsgebiet langjährige Erfahrungen.
troesemeier und weitere Experten für Jugendrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Haben Sie noch eine Nachfrage oder besteht weiterer Klärungsbedarf ?

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Guten Tag,

vielen Dank für Ihre erste Antwort.
Bitte erlauben Sie mir die folgenden, ergänzenden Fragen meiner Lebensgefährtin:

Hat die Schule das Recht, dem Kind im Krankheitsfall zu untersagen, selbst mit der Bahn nach Hause zu fahren (wir sprechen von Erkältungen, Übelkeit o.ä. "leichten" Erkrankungen)?
Anders gefragt: kann man mich in o.g. Fall zwingen, meinen Arbeitsplatz zu verlassen und 60km (einfache Fahrt) zurückzulegen, um das Kind persönlich aus der Schule abzuholen?

Beim Jugendamt wurde ein Antrag auf "Hilfe zur Erziehung" gestellt (Wunsch beider Eltern, Empfehlung der behandelnden Psychologin u. Einverständnis des Kindes). Hat das Jugendamt das Recht eine 6-monatige Clearing-Maßnahme in "Fremdunterbringung", bei der zwar die Verhaltensauffälligkeiten im Vordergrund
stehen, aber die besonderen Erfordernisse der Hochbegabung ausser Acht gelassen werden?

Kann das Jugendamt die "Hilfe zur Erziehung" ablehnen, wenn wir als Eltern mit den Vorschlägen des Jugendamtes nicht einverstanden sind bzw. die Clearing-Maßnahme ablehnen?

Hat das Jugendamt das Recht mit dem Kind alleine zu sprechen? Wurde beim letzten Mal gebeten, den Raum zu verlassen - darf ich das ablehnen?

Ist das Jugendamt verplichtet ein jugendpychiatrisches Gutachten zu berücksichtigen, wenn dies nicht von dort angefordert wurde, ich dies jedoch selbst beibringe?

 

Welches sind die Rechte und Plichten des Jugendamtes?
Druch die bisherige Vorgehensweise des Jugendamtes sehe ich das Kindeswohl gefährdet.
Das mit der Hochbegabung einhergehende "Underachievement" wird bei der bisherigen Vorgehensweise des Jugendamtes meiner Meinung nach in keiner Weise berücksichtigt, obwohl dies im Vordergrund der Problematik steht. Von seiten der Psychologin ist die o.g. Problematik als Tatsache festgestellt bzw. wird das Kind als "behandlungsbedürftig" eingestuft. Mit der Clearing-Maßnahme möchte sich das Jugendamt jedoch ein eigenes Bild machen, wobei gleichzeitig gesagt wurde, dass man das Kind langfristig wieder beim Vater sehe und eher eine Familientherapie für sinnvoll halte. Eine Rückkehr zum Vater wird vom Kind (widerum durch Einschätzung der Psychologin bestätigt) jedoch ausgeschlossen.

 

Die Hinhaltetaktik des Jugendamtes gefährdet akut das Kindeswohl - die Zeit der Nicht-Entscheidung geht zu Lasten des Kindes!

 

Mit freundlichen Grüßen
Jörg Schwaniz

Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre weiteren Fragen beantworte ich wie folgt:

1.Die Schule hat natürlich eine gewisse Verantwortung. Wenn Sie jedoch ausdrücklich darauf bestehen, dass Ihr Kind trotz Erkrankung fahren kann, dann ist die Schule aus der Verantwortung entbunden. Verlangen kann die Schule eine Abholung nicht.

2. Das Jugendamt kann gegen den Willen der Eltern keine Maßnahmen anordnen.

3. Wenn die Hilfe zur Erziehung aus Sicht des Jugendamtes keinen Erfolg bringt, dann muss dort geprüft werden, ob im Hinblick auf eine etwaige Kindeswohlgefährdung gerichtliche Maßnahmen nach § 1666 BGB beantragt werden müssen (Sorgerechtsentzug).

Ein privat eingeholtes Gutachten muss seitens des JA nicht beachtet werden.

4. Für das Kindeswohl sind grundsätzlich die Eltern zuständig und allein entscheidungsbefugt, Das Jugendamt hat keine Handlungskompetenz, wenn eine Zusammenarbeit auf freiwilliger Basis nicht möglich ist.



Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
zu 3. u. 4.:
Es geht noch um die Form/Definition der "Hilfe zur Erziehung". Wer hat welche Rechte im Prozess der Entscheidungsfindung. Können die Mitarbeiter des JA - obwohl nicht
psychologisch geschult - allein über die beste Form der Hilfe befinden. Wie kann erreicht werden, dass die Sicht eines diplomierten Psychologen Berücksichtigung findet. Falls man die vom JA vorgeschlagenen Maßnahmen aus o.g. Gründen ablehnt, ist das JA ja oder nein dazu gezwungen, weitere Überlegungen anzustellen.
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

die Hilfemaßnahmen sollen mit allen Beteiligten abgestimmt werden. Das Jugendamt ist nicht befugt in die Erziehungs- und Entscheidungsgewalt der Eltern einzugreifen. Hierfür bedarf es eines gerichtlichen Beschlusses.

Irgendwie ist hier "verdrehte Welt". Die Eltern entscheiden, solange Ihnen das Sorgerecht nicht entzogen worden ist.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Kern ist wohl, dass die Unterbringung in einem Internat als Jugendhilfemaßnahme das JA Geld kosten würde, weshalb sich das JA querstellt.

 

Diese Maßnahme wird, wie bereits ausgeführt, von Fachleuten geraten und findet unsere Unterstützung.

Allein das JA zeigt sich nicht kooperativ in diese Angelegenheit.

 

Welche möglichkeiten bestehen für uns, Druck auf das JA auszuüben, da jeder Tag zählt und zu Lasten des Kindes geht.

Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sie müssten dann vorliegend einen Antrag auf Kostenübernahme bzw. Hilfeleistung stellen und bescheiden lassen.

Gegen einen ablehnenden Bescheid könnte dann Klage erhoben werden.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Es geht darum, Druck auf das Jugendamt auszuüben, um den Entscheidungsprozess nicht länger hinauszuzögern (durch langwierige, zu nichts führende Clearing-Maßnahmen oder ähnliche nicht zielführende bzw. das Kindeswohl geährdende Hinhaltetaktiken). Die Antragstellung stellte den ersten Schritt dar - dies erfolgte bereits Mitte Januar. Seitdem wird zu immer neuen Gesprächen eingeladen oder werden Ideen verfolgt (6 Monate Clearing in einer Gruppe mit Kindern, die wegen häuslicher Gewalt aus der Familie genommen werden MUSSTEN), die einer Internatsunterbringung entgegen stehen und die in unseren Augen, die Lösung des eigentlichen Problems nicht voran bringen.

Wie können wir den Prozess der Entscheidungsfindung des JA beschleunigen bzw abkürzen?

Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sie könnten eine Dienstaufsichtsbeschwerde erheben und sich an das Landesjugendamt wenden.

Dies ist die nächst höhere Behörde und führt die Dienstaufsicht.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

"Ein privat eingeholtes Gutachten muss seitens des JA nicht beachtet werden."

Wie kann gewährleistet werden, dass der Fall mit dem entsprechenden Sachverstand
beurteilt wird. Die Mitarbeiter des JA sagen ganz klar "Hier im Haus kennt sich mit
dem Thema Hochbegabung definitiv niemand aus".
Ein privat eingeholtes Gutachten muss laut Ihrer Aussage nicht beachtet werden.
Somit ist doch die Wahrscheinlichkeit groß, dass jede Lösung - ohne Berücksichtigung
eines psychologischen Gutachtens - am Ziel vorbei geht.
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Wenn Sie Leistungen in Anspruch nehmen wollen vom Jugendamt, dann müssen Sie einen Antrag stellen, wenn die Leistung abgelehnt wird, können Sie dann Rechtsmittel führen. Dann würde auch ein Gutachten eingeholt werden.

Versuchen Sie eine Regelung über das Landesjugendamt herbeizuführen.

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