So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RASchroeter.
RASchroeter
RASchroeter, Rechtsanwalt
Kategorie: Insolvenzrecht
Zufriedene Kunden: 7723
Erfahrung:  Rechtsanwalt, Immobilienökonom, MBA, Bankkaufmann
33364821
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Insolvenzrecht hier ein
RASchroeter ist jetzt online.

Guten Abend Ich strebe grad ein Insolvenzverfahren an und

Kundenfrage

Guten Abend
Ich strebe grad ein Insolvenzverfahren an und bin schon seit September bei einer Schuldnerberatung, die mir grad außergerichtlich vertritt und mit sind Fragen eingefallen, die mir sehr auf dem Herzen liegen.
Stimmt es eigentlich das ein Insolvenzverfahren sich bis zu 9 Jahren hinziehen kann? Es sind ja ganz normal die 6 Jahre, aber mir wurde gesagt, dass sich die Schufa 3 Jahre Zeit lassen darf bis Sie alle Eintragungen löschen kann / muss.
In einem Insolvenzverfahren muss man doch alles dafür tun um an Arbeit zu kommen, was ist wenn man Erwerbsunfähig ist oder gesundheitlich / psychisch nicht Arbeitsfähig?
Wie läuft ein Insolvenzverfahren eigentlich ab und was sind meine Pflichten und Rechte und was ist überhaupt erlaubt oder verboten?
Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Insolvenzrecht
Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 1 Jahr.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

1. Die Dauer des Insolvenzverfahren hängt davon ab, welchen finanziellen Beitrag Sie leisten können. Zahlen sie 35 % der Insolvenzforderungen und der Kosten des Verfahrens erhalten Sie die Restschuldbefreiung bereits nach 3 Jahren gerechnet aber der Eröffnung des Verfahrens. Zahlen Sie die Verfahrenskosten beträgt die Dauer des Verfahrens fünf Jahre. Zahlen Sie nichts beträgt die Verfahrensdauer 6 Jahre.

Der Eintrag der Schufa wird drei Jahre nach Beendigung des Insolvenzverfahrens und Erteilung der Restschuldbefreiung zum Ende des Kalenderjahres gelöscht. Eine Kreditaufnahme wird daher erst nach Löschung des Negativeintrages möglich sein, was bis zu neun Jahre, in der Regel acht Jahre, dauern kann.

2. Sie müssen sich nach eine angemessenen Beschäftigung bemühen, § 295 Abs. 1 Nr. 1 InsO. Wenn Sie erwerbsunfähig sind oder nicht arbeitsfähig sind, besteht diese Obliegenheit nicht.

3. Wenn Sie einen Insolvenzantrag stellen wird der Treuhänder zunächst eine Aufnahme des vorhandenen Vermögens vornehmen. Weiterhin wird er den pfändbaren Betrag von einem etwaigen Einkommen zur Insolvenzmasse einziehen.

Der Wohnort- und Arbeitgeberwechsel ist unverzüglich anzuzeigen. Soweit hier keine Veränderungen eintreten, werden Sie den Treuhänder lediglich zu Beginn des Verfahrens sehen. Danach wird das Verfahren durch einen Kanzleimitarbeiter durchgeführt.

Es finden zwei Gerichtstermine bei dem Rechtspfleger/in statt. Zu Beginn bei der Prüfung der geltend Forderungen der Gläubiger und am Ende bei dem Schlusstermin und der Festlegung der Vergütung des Treuhänders.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Ich würde mich freuen, wenn Sie meine Antwort positiv bewerten (bitte einmal auf die Sterne unter meiner Antwort klicken).

Sollte meine Antwort Ihre Frage noch nicht vollständig beantworten oder Sie noch Fragen haben, fragen Sie nach ("Antworten Sie dem Experten") bevor Sie eine Bewertung abgeben.

Viele Grüße

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.

Mir wurde gesagt, dass der Treuhänder/Insolvenzverwalter erfahrene Juristen sind also Rechtsanwälte oder Steuerberater.

Wenn man in eine andere Stadt zieht, bleibt dann der Treuhändler oder wird dieser gewechselt.

Wenn die Insolvenz eröffnet wird, bekommt man dann vom Amtsgericht ein Beschluss?

Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 1 Jahr.
Vielen Dank für die Rückmeldung.

In der Tat sind Insolvenzverwalter/Treuhänder in der Regel Rechtsanwälte oder Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer.

Dies unterhalten eine entsprechende Buroorganisation, so dass einfachere Arbeiten auf Mitarbeiter delegiert werden, was in der Regel bei einem Privatinsolvenzverfahren der Fall ist.

Der Treuhänder bleibt auch bei einem Umzug der gleiche.

Das Insolvenzverfahren wird mit einem Beschluss eröffnet, der Ihnen zugestellt wird.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Für eine positive Bewertung wäre ich dankbar (bitte einmal die Sterne unter meiner Antwort anklicken).

Viele Grüße