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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Insolvenzrecht
Zufriedene Kunden: 94
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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Guten Tag!Ich habe mich anfang des Jahres bei einer

Kundenfrage

Guten Tag!

Ich habe mich anfang des Jahres bei einer Bekannten als typisch stiller Gesellschafter an ihrem Einzelunternehmen (Gastronomie Nachtlokal) mit einer Einlage von €20.000,- als Startkapital beteiligt. Der Gesellschaftsvertrag sieht einen Ausschluß an Verlusten nach §181 Abs. 2 UGB vor, dies auch im Fall einer Insolvenz.

(Der Sitz ist in Österreich, falls dies einen Unterschied machen sollte)

Nun wurde von der Einzelunternehmerin aufgrund von Zahlungsunfähigkeit der Betrieb eingestellt. Im Vertrag wäre für eine derartige Maßnahme die schriftliche Einwilligung einzuholen gewesen, was nicht geschah. Jedoch wäre eine vorzeitige Kündigung aus wichtigem Grund (Isolvenzverfahren) möglich. Es wurde noch kein Konkurs o.ä. eröffnet.

Die offenen Positionen (GKK, FA, offenen Lieferungen, Löhne) betragen grob überschlagen €25.000,-. Inkl. meiner Einlage wären somit mindestens €45.000,- von nöten um ohne Schulden auszusteigen.

Zu meiner Frage: Welche Möglichkeiten ergeben sich hier für mich als stiller Gesellschafter nicht "durch die Finger zu schauen" und meine Einlage möglichst vollständig wieder zu erhalten? Bzw: Welche Lösungsansätze sollte ich ablehnen/entgegenwirken da dies für mich nachteilig sein könnte.

Kann eine Einzelunternehmerin ein Verfahren ähnlich des Insolvenzverfahrens einer GmbH eröffnen, bei welchem ich mit einem Bruchteil der offenen Forderungen "abgespeist" werde oder gibt es hier ohnehin nur den Weg eines Privatkonkurses/Abschöpfungsverfahrens bei welchem ich die nächsten 7 Jahre Teilbeträge bekommen könnte?

Im Vertag wäre ebenfalls eine Verzinsung des Abfindungsguthabens (bestehend aus Einlage und evtl. Gewinnen) zu 6% p.a. vorgesehen, spielt dies eine Rolle für die offenen Fordungen bei aus dem Sachverhalt resultierenden Beendigung der stillen Gesellschaft?

Ich hatte für die Einlage einen Kredit aufgenommen und zahle somit ebenso Zinsen bis ich das Kapital rückerhalten haben sollte.

Falls ich mich hierbei durch einen Anwalt vertreten lassen sollte, mit welchen Kosten wäre zu rechnen?

Vielen Dank!

Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Insolvenzrecht