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RASchroeter
RASchroeter, Rechtsanwalt
Kategorie: Insolvenzrecht
Zufriedene Kunden: 7723
Erfahrung:  Rechtsanwalt, Immobilienökonom, MBA, Bankkaufmann
33364821
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RASchroeter ist jetzt online.

Guten Abend, bekanntlich gilt für Geschäftsführer einer

Kundenfrage

Guten Abend,
bekanntlich gilt für Geschäftsführer einer GmbH, dass sie verpflichtet sind,
einen Insolvenzantrag zu stellen, spätestens 3 Wochen nach Eintreten der
Zahlungsunfähigkeit, wenn Gründe vorliegen, aufgrund derer angenommen
werden kann, dass das Unternehmen danach wieder solvent werden wird, richtig?
Was passiert, wenn der Geschäftsführer den Gesellschaftern 4 Wochen nach dem Termin, den später der Insolvenzverwalter als Zeitpunkt der Insolvenz mitteilt,
es müsse Insolvenz angemeldet werden, und diese ihn daraufhin sofort abberufen?
Haftet er dann für unerlaubte Zahlungen innerhalb der gesamten 4 Wochen, oder
nur für die, die innerhalb der vierten Woche getätigt wurden?
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Insolvenzrecht
Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 3 Jahren.
RASchroeter :

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

1. Nach § 64 GmbHG hat der Insolvenzverwalter bei Vorliegen einer Zahlungsunfähigkeit oder Überschulden unverzüglich einen Insolvenzantrag zu stellen, spätestens aber nach drei Wochen, § 15 a InsO.

2. Diese drei Wochen werden dem Geschäftsführer eingeräumt um Sanierungsmaßnahmen einleiten zu können ggfs. durch eine Fortführungsbilanz unter Hebung von stillen Reserven die Überschuldung zu beseitigen.

3. Liegt jedoch ein Insolvenzgrund vor und besteht keine Aussicht auf einen Sanierungserfolg ist ohne weiteres Abwarten ein Insolvenzantrag zu stellen hier auch ohne Abwarten der drei Wochen Frist.

4. Folglich wird durch den Insolvenzverwalter geprüft werden, wann eine Zahlungsunfähigkeit vorlag, z.B. anhand von Zwangsvollstreckungsmaßnahmen, die erfolglos verlaufen sind.

5. Im Ergebnis wird der Insolvenzverwalter den Geschäftsführer für Zahlung in der letzten Woche in Anspuch nehmen. Für die davor liegenden Wochen nur, wenn hier zweifelsfrei jegliche Sanierungsmaßnahmen ausscheiden und die Zahlungsunfähigkeit bzw. Überschuldung feststand.

RASchroeter :

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Für eine positive Bewertung wäre ich dankbar (bitte einmal auf den entsprechenden Smiley unter meiner Antwort klicken).

Viele Grüße

RASchroeter :

Sehr geehrter Ratsuchender,

bitte teilen Sie mir mit, was noch unklar ist bzw. wo Sie noch Rückfrage bedarf haben, dann möchte ich Ihnen gerne darauf antworten.

Ansonsten wäre es nett, wenn Sie mir kurz eine Bewertung hinterlassen könnten. Erst durch eine neutrale (Frage beantwortet) Bewertung (aufwärts) erhalte ich eine Vergütung für meine Beratung.

Viele Grüße

Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 3 Jahren.
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