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RASchroeter
RASchroeter, Rechtsanwalt
Kategorie: Insolvenzrecht
Zufriedene Kunden: 7724
Erfahrung:  Rechtsanwalt, Immobilienökonom, MBA, Bankkaufmann
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RASchroeter ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich möchte Ihnen kurz mein

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Ihnen kurz mein Problem schildern:

Im Februar 2013 eröffnete ich eine UG mit 300,00 Euro Stammkapital.

Obwohl ich von meiner Idee absolut überzeugt war, ging das ganze nicht so auf wie ich es mir Vorgestellt habe.

Zum einen konnte ich mich letzten Sommer durch den Verlust eines Familienmitgliedes kaum um die UG und deren Vertrieb kümmern (da ich auch noch Hauptberuflich bei einer anderen Firma arbeite) zum anderen ist das Produkt das ich vermarkten wollte nicht angekommen.

Dementsprechend habe ich bis dato keine Umsätze verzeichnen können.

Jedoch musste ich Gewerbesteuer Vorauszahlung und Körperschaftssteuer bezahlen. Dies geschah durch mehrere Gesellschafterdarlehen um die Firma „über Wasser zu halten“, da ich durch neue Ideen fest davon überzeugt war den Durchbruch doch noch zu schaffen.

Leider sieht es im Moment aber so aus dass ich das Ruder nicht mehr herum reißen kann und stehe mit folgenden Verbindlichkeiten da:

Finanzamt:
Gewerbesteuervorauszahlung 2 VJ. : 320,00 Euro
Körperschaftssteuer 1. + 2. VJ. : 486,00 Euro
Gesellschafterdarlehen: 1140,00 Euro

Zwischenzeitlich wurde auch mein Konto vom Finanzamt gepfändet.

Jetzt sieht es so aus, dass ich mir kein weiteres Gesellschafterdarlehen mehr geben kann und eine Insolvenz beantragen möchte. Es ist nämlich auch aussichtslos ohne Kapital noch irgendetwas zu bewirken.

Ich gehe aber davon aus dass ich der Insolvenzverschleppung angeklagt werde da ich ja schon viel früher wusste dass die UG Zahlungsunfähig ist. Eine Billanz habe ich auch noch nicht abgegeben (Verletzung der Buchhaltungspflicht).

Meine Frage ist nun wie hoch die Strafe sein kann (es geht ja doch nur um kleinere Summen). Im Prinzip schulde ich ja nur dem Finanzamt die Vorauszahlung und mir selbst als Gesellschafter das Darlehen, das ich nach Möglichkeit (wenn das geht) erlassen würde.

Haben Sie einen Tipp für mich wie ich am besten vorgehen sollte? Gibt es möglicherweise einen Weg zur Liquidation?

Für Ihre Antworten vielen Dank ***** *****

RASchroeter :

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,


 


vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Von einem Insolvenzantrag kann ich nur abraten. Aufgrund des fehlenden Vermögens wird dieser mangels Masse abgewiesen, so dass Sie die UG dann selbst liquidieren müssen.

Da es sich um Vorauszahlungen handelt, müßten diese doch bei fehlendem Umsatz erstattet werden. Reichen Sie daher die Bilanz und GuV für 2013 ein. Aus den getätigten Vorauszahlungen müßter für 2013 ein Guthaben bei dem Finanzamt anfallen, dass mit der aktuellen Forderung verrechnet werden kann. Die Erstellung und Veröffentlich der Bilanz ist wichtig, da Ihnen sonst ein erhebliches Bussgeld des Bundesministeriums für Justiz droht, was in der Regel bei zunächst EUR 50,- und im Falle, dass die Bilanz dann nicht eingereicht wird bei EUR 2.500,- liegt.

Weiterhin sollten Sie einen Gesellschafterbeschluss zur Liquidation fassen. Beschließen Sie die Liquidation zum 01.01.2014. Sie sparen sich dann eine Bilanz, da die Liquidation dann zum 31.12.2014 beendet werden kann.Teilen Sie dies dem Finanzamt mit und reichen Sie die Bilanz für 2013 ein.

Auch im Falle einer Insolvenz haften Sie für die Steuerrückstände persönlich, so dass das Finanzamt mittels Haftungsbescheid die Forderung gegen Sie durchsetzen wird. Insoweit wird ein Insolvenzantrag nicht dazu führen, dass Sie keine Steuern zahlen müssen.

Soweit Sie dies alles in die Wege geleitet haben, können Sie versuchen die UG mit den kleinen Verlustvorträgen zu verkaufen. Hierzu können Sie sich gerne an mich wenden.


 

RASchroeter :

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.


Für eine positive Bewertung wäre ich dankbar (bitte einmal auf den entsprechenden Smiley unter meiner Antwort klicken).


Viele Grüße

Customer:

:)

Customer:

Sehr geehrter Herr Schröter,

Customer:

vielen Dank für die Information. Dann werde ich sicherlich diesen Weg gehen.

MFG
Wolfgang Fischer

RASchroeter und weitere Experten für Insolvenzrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.