So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RASchroeter.
RASchroeter
RASchroeter, Rechtsanwalt
Kategorie: Insolvenzrecht
Zufriedene Kunden: 7723
Erfahrung:  Rechtsanwalt, Immobilienökonom, MBA, Bankkaufmann
33364821
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Insolvenzrecht hier ein
RASchroeter ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, mein Mann befindet sich seit

Beantwortete Frage:

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Mann befindet sich seit 06.2012 in Privatinsolvenz, wir haben 12.2012 geheiratet und erwarten jetzt unser erstes gemeinsames Kind.
Meine Frage, darf mein Mann trotz seiner Privatinsolvenz das Babyjahr (Elternzeit) nehmen, wenn ja ist es dann egal ob 12 Monate oder 24 Monate?
Wir möchte das er dann 24 Monate zu Hause bleibt.

Über eine Antwort würden wir uns sehr freuen.
Vielen Dank
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Insolvenzrecht
Experte:  hat geantwortet vor 3 Jahren.

RASchroeter :



Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,



vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Ihr Mann kann durchaus die Elternzeit während des Privatinsolvenzverfahrens in Anspruch nehmen. Er kann hierbei sowohl 12 als auch 24 Monate wählen. Wichtig ist, dass er nach der Elternzeit wieder an seine Arbeitsstelle zurückkehren kann und die Dauer der Elternzeit sich nicht ausschließlich aus dem Insolvenzverfahren begründet.

Zwar besteht während des Insolvenzverfahren eine Erwerbsobliegenheitverpflichtung seitens Ihres Mannes. Auch wenn durch die Elternzeit von 2 Jahren keine pfändbare Beträge abgeführt werden, besteht eine Erwerbsobliegenheiten nicht zwingend, wenn ein kleines Kind zu betreuen ist.

Die Elternzeit sollte daher nicht nur in dem Insolvenzverfahren begründet sein, sondern auch darin, dass Sie gleichviel oder mehr verdienen als Ihr Mann.

Ihr Mann sollte den Insolvenzverwalter jedenfalls im Vorfeld informieren.

RASchroeter :



Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.


Für eine positive Bewertung wäre ich dankbar (bitte einmal auf den entsprechenden Smiley unter meiner Antwort klicken).


Viele Grüße

Customer:

Sehr geehrter Herr Schröter,

Customer:

vielen Dank für ihre Antwort.

Customer:

Meine Mann bleiben im Monat ca. 1030 Euro zur Verfügung ( nach Abzug von sechs Unterhaltspflichtigen Kindern und der Insolvenz), mein Einkommen beträgt ca. 1600 Euro, nur aus diesem Grund würde er die Elternzeit nehmen.

Customer:

Hat der Insolvenzverwalter das Recht ihm die Elternzeit zu verwähren? Wenn ja welche Möglichkeiten haben wir falls eine Ablehnung erfolgt? Wie lange im Vorraus muss ich den Insolvenzverwalter informieren? Verlängert sich dadurch die Insolvenz?

Customer:

Vielen Dank

Customer:

noch kurz zur Erklärung: mein Mann würde ca. 1800 Euro Elterngeld bekommen (Berechnung Internet), davon geht Unterhalt für sechs Kinder ab und dann erst kommt der Insolvenzverwalter, ich würde nur ca. 860 Euro Elterngeld bekommen, deshalb müsste ich weiter arbeiten.

Customer:

Viele Dank

RASchroeter :

Vielen Dank für die Rückmeldung.

EUR 1.800,- Elterngeld ist der Maximalbetrag. Dieser wird für die Dauer von 14 Monaten gezahlt, für einen Ehegatten maximal 12 Monate.

Eine 12 monatige Elternzeit sehe ich völlig unproblematisch. Bei einer Elternzeit von 24 Monaten Ihres Mannes wird dies zwar nicht vom Insolvenzverwalter beanstandet werden können, da Sie mehr zum Famlieneinkommen beitragen. Jedoch laufen die Unterhaltspflichten weiter, das Elterngeld wird hingegen im 2 Jahr der Elternzeit nicht mehr gezahlt.

Der Insolvenzverwalter kann eine Elternzeit nicht verwehren. Der Insolvenzverwalter muss frühestens mit Antragsstellung beim Arbeitgeber (sieben Wochen vor Beginn der Elternheit) spätestens mit Genehmigung der Elternzeit informiert werden.

Die Dauer des Insolvenzverfahrens verlängert sich durch die Elternzeit nicht.

Im Ergebnis ist die Beantragung der Elternzeit auch in dem laufenden Insolvenzverfahren möglich. Hinsichtlich der Befristung des Elterngeldes auf 14 Monate, davon maximal 12 Monate für ein Elternteil, sollten Sie mit Ihrem Mann noch mal prüfen, ob aufgrund der bestehenden Unterhaltspflichten Sie auch ein Jahr ohne Elterngeld auskommen.

RASchroeter :

Viele Grüße

Customer:

Vielen Dank Für Ihre sehr hilfreichen Antworten.

Customer:

Mit freundlichen Grüßen

RASchroeter :

Gerne.



Für eine positive Bewertung wäre ich dankbar (bitte einmal auf den entsprechenden Smiley unter meiner Antwort klicken).



Viele Grüße

RASchroeter und 2 weitere Experten für Insolvenzrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.