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RASchroeter
RASchroeter, Rechtsanwalt
Kategorie: Insolvenzrecht
Zufriedene Kunden: 7722
Erfahrung:  Rechtsanwalt, Immobilienökonom, MBA, Bankkaufmann
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RASchroeter ist jetzt online.

Sehr geehrter Anwalt! Wir haben bei der Windkraftfirma Prokon

Kundenfrage

Wir haben bei der Windkraftfirma Prokon Genussrechtsanteile erworben. Jetzt droht der Fa eine Planinsolvenz. Sie fordert ihre Anleger dazu auf, ihre bereits ausgefertigten Kündigungen zurückzunehmen, um zu einer Summe von 95% des Genussrechtskapitals zu kommen. Dann könne eine solche Insolvenz vermieden werden. Unsere Frage: Wir haben bereits schriftlich zum nächstmöglichen Termin gekündigt. Wenn die Frist vom 20.01.2014 überschritten wird und dann eine sogenannte Planinsolvenz eintritt, haben wir dann im Insolvenzverfahren Nachteile zu erwarten, falls wir die Kündigung zurücknehmen? Können dann unsere Ansprüche nachrangig behandelt werden? Quote geringer, Auszahlungstermin später? Für eine schnelle und objektive Antwort wären wir Ihnen sehr dankbar. Mit Dank im Voraus Dr. Peter Kasting

Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Insolvenzrecht
Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 3 Jahren.

RASchroeter :



Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,



vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Die Kündigung sollten Sie im jetzigen Zeitpunkt nicht zurücknehmen. Bestehen Sie auf einer Rückzahlung des Genussrechtskapitals zu dem Fälligkeitstermin. Bei einer Fristüberschreitung sollten Sie den Anspruch mit einem Mahnbescheid durchsetzen.

Erst wenn die Gesellschaft ein tragfähiges Konzept vorstellt, bei dem die Anleger vorgestellt bekommen, wie eine Sanierung erfolgen kann, kann über eine Rücknahme der Kündigung nachgedacht werden.

Solange aber nicht klar ist wie sich die Banken und die Gesellschafter (Eigentümer) an einer Sanierung beteiliegen, bleiben Sie bei der Kündigung und fordern das Kapital zurück.

Durch die Rücknahme der Kündigung bei Vorlage eines Konzeptes werden Ihre Ansprüche nicht nachrangig. Sie erleiden hierdurch keinen Rechtsverlust für den Fall der Insolvenz.

RASchroeter :

Je nach Vertragsgestaltung über die Beteiligung mit Genussrechten sollten Sie aber prüfen, ob es sich hier nicht um nachrangiges Kapital handelt, was zwar noch vor dem Eigenkapital bedient wird, aber nachrangig zu den Bankverbindlichkeiten ist.

Jedenfalls sollten Sie ohne Vorlage eines Sanierungskonzeptes auf eine zeitnahe Rückzahlung bestehen und dies gerichtlich durchsetzen.

RASchroeter :



Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.


Für eine positive Bewertung wäre ich dankbar (bitte einmal auf den entsprechenden Smiley unter meiner Antwort klicken).


Viele Grüße

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