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RASchroeter
RASchroeter, Rechtsanwalt
Kategorie: Insolvenzrecht
Zufriedene Kunden: 7723
Erfahrung:  Rechtsanwalt, Immobilienökonom, MBA, Bankkaufmann
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RASchroeter ist jetzt online.

Ich habe meine Restschuldbefreiung am 01.07.2010 nach 6 Jahren

Kundenfrage

Ich habe meine Restschuldbefreiung am 01.07.2010 nach 6 Jahren und 6 Monaten erhalten. Der Schlusstermin zur Verteilung war am 10.10.2012. Das Verfahren ist aber immer noch nicht aufgehoben, da der Insolvenzverwalter die Verteilung an die Gläubiger bisher noch nicht abgeschlossen hat. Am 01.03.2011 habe ich je zur Hälfte mit meiner Frau wieder ein EFH mit einer 100% Finanzierung gekauft. Die finanzierende Bank habe ich von meiner Insolvenz und der Restschuldbefreiung unterrichtet. Nun teilt mir der Insolvenzverwalter mit, dass mein Anteil an diesem Grundstück zur Insolvenzmasse gehört. Ist er im Recht? Kann er finanzielle Forderungen stellen?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Insolvenzrecht
Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 4 Jahren.

RASchroeter :

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

RASchroeter :

Das Haus gehört sicherlich nicht zur Insolvenzmasse, da es aus insolvenzfreien Vermögen erworben wurde.

RASchroeter :

Sie können aus dem pfändungsfreien Vermögen eine Immobilie erwerben. Diese unterliegt ebenso wie ein Kontoguthaben in der Wohlverhaltensphase nicht dem Insolvenzbeschlag und Gläubiger können auf diese nicht zugreifen.

Ihre Verpflichtungen in der Wohlverhaltensphase ergeben sich aus § 295 InsO. Danach sind Sie verpflichtet eine angemesse Tätigekeit auszuüben und den pfändbaren Betrag an die Insolvenzmasse abzuführen.

RASchroeter :

Ich denke der Insolvenzverwalter wird eine Sicherung im Grundbuch schon nicht eintragen können, was Voraussetzung für eine Verwertung wäre.

RASchroeter :

Auch wird hier kein Mehrerlös für die Insolenzmasse zu erwarten sein, wenn eine 100 % Finanzierung vorliegt.

RASchroeter :

Der Insolvenzverwalter soll sich daher darauf konzentrieren das Verfahren ordnungsgemäß zu beenden und nicht nach weiteren Möglichkeiten suchen, um seine Vergütung zu erhöhen.

RASchroeter :

Im Ergebnis ist das Vorbringen rechtlich und wirtschaftlich Unsinn. Eine finanzielle Forderung kann der Insolvenzverwalter nicht stellen.

RASchroeter :

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Für eine positive Bewertung wäre ich dankbar (bitte einmal auf den entsprechenden Smiley unter meiner Antwort klicken).

Viele Grüße