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ragrass
ragrass, Rechtsanwältin
Kategorie: Insolvenzrecht
Zufriedene Kunden: 5851
Erfahrung:  Bearbeitung einer Vielzahl von Insolvenzen
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ragrass ist jetzt online.

Guten Tag, ich werde wohl in Kürze einen (Regel-) Insolvenzantrag

Kundenfrage

Guten Tag,

ich werde wohl in Kürze einen (Regel-) Insolvenzantrag stellen müssen.
Die Jahresabschlüsse 2010 und 2011 sind nun fertig und werden alsbald von mir beim Finanzamt eingereicht werden müssen. Nun beschäftigt mich die Frage, ob ich meinen Steuerberater bitten soll, die getrennte Veranlagung zu beantragen, weil ich die Sorge trage, dass ein Insolvenzverwalter einen späteren Antrag auf getrennte Veranlagung der Steuersculd unterbinden könnte. Damit müsste meine Ehefrau dann die Einkommenssteuerschulden tragen, was uns unlieb erscheint.

Können Sie eine bestimmte Vorgehensweise empfehlen?

Vielen Dank
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Insolvenzrecht
Experte:  ragrass hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

während des Insolvenzverfahrens obliegt das Wahlrecht, ob eine getrennte oder gemeinsame Veranlagung erfolgen soll, dem Insolvenzverwalter. Sofern allerdings zulasten der Insolvenzmasse des insolventen Ehegatten keine Nachteile entstehen, hat der Ehegatte einen Anspruch auf gemeinsame Veranlagung.

Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Bei Unklarheiten stellen Sie bitte beliebig oft Nachfragen. Ansonsten bewerten Sie bitte die erteilte Antwort.

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Guten Tag,


zunächst mal vielen Dank für Ihre Antwort.


Ich muss meine Frage konkretisieren und dazu noch mal etwas ausholen.


 


Mein Steuerberater hat die Jahresabschlüsse für 2010 und 2011 fertig gestellt. Ich muss diese nur noch beim FA. einreichen. Steuerschulden bis einschl. 2009 sind beglichen. Meine Frau und ich sind gemeinsam veranlagt.


 


Ich habe gelesen, dass bei gemeinsamer steuerlicher Veranlagung der Ehepartner grundsätzlich mithaftet. Klar. Der Ehepartner - in diesem Fall meine Frau - könne aber nach Bescheiderteilung durch das Finanzamt eine Aufteilung der Steuerschuld beantragen. Soweit auch verständlich.


Meine Kernfrage zielt darauf ab, ob diesem Begehren (der Aufteilung der Steuerschuld) auch noch im eröffneten Insolvenzverfahren statt gegeben werden muss/kann. Ich weiß nicht, ob der Insolvenzverwalter hier ein "Wörtchen" mitzureden hat.


 


Die Alternative könnte ja sein, meinen Steuerberater zu bitten, die Jahresabschlüsse dahin gehend abzuändern, dass sogleich eine getrennte Veranlagung vorgenommen wird.


Dies hätte in meinem Fall zur Folge, dass meine persönliche Steuerlast stiege. Meine Ehefrau, die in den entsprechenden Jahren in Teilzeit (bei Steuerklasse 5) arbeitete bekäme dann eine Nachzahlung.


 


Mir geht es nicht darum, dass meine Ehefrau noch Geld bekommt, oder bekommen soll. Ich will mich und meine Frau nicht bereichern. Mir geht es darum, dass sie nich für die bald fällige Einkommenssteuer haften muss.


 


Und hier ist die Frage, ob es sinvoller ist, den Steuerbescheid abzuwaraten um dann die Aufteilung der Steuerschuld (trotz möglicherweise dann schon eröffnetem Insolvenzverfahren) zu beantragen, oder ob es sinnvoller ist, sogleich die getrennte Veranlagung zu beantragen?


 


Vielen dank nochmals im Voraus.


 

Experte:  ragrass hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

die gemeinsame Veranlagung bring omit für Sie Vorteile, für Ihre Ehefrau jedoch Nachteile. Grundsätzlich kann in den Ehe jeder Eheatte von anderen die gemeinsame Veranlagung verlangen, was bedeutet, dass auch der Insolvenzverwalter diese verlangen kann, da Sie für Ihre Vermögenslage voteilhafter ist.

Insofern erschein es vor Einschaltung des Insolvenzverwalters vorteilhafter, wenn bereits zu diesen Zeitpunkt die getrennte Veranlagung begeht wird. Anderenfalls besteht die Gefahr, dass sich der Insolvenzverwalter gegen die spätere Aufteilung der Steuerlast zu Wehr setzt.

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass
Experte:  ragrass hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

bestehen noch Unklarheiten ? Ansonsten darf ich um Bewertung der Antwort bitten.

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass

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