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Mikael Varol
Mikael Varol, Rechtsanwalt
Kategorie: Insolvenzrecht
Zufriedene Kunden: 313
Erfahrung:  Rechtsanwalt
62332466
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Mikael Varol ist jetzt online.

Ich hatte Sie schon einmal in Anspruch genommen da wir ein

Kundenfrage

Ich hatte Sie schon einmal in Anspruch genommen da wir ein Insolvenzverfahren
haben und wir unsere Altersversorgung nun ausbezahlt bekommen. Ich möchte Sie fragen
ob die Auszahlung bei meinem Mann der diese in 4 Raten ausbezalt bekommt und die
ersten 2 Raten noch in das Insolvenzverfahren fallen, auch die weiteren 2 Raten die nach
der Laufzeit des Insolvenzverfahren fallen auch gepfändet werden, obwohl hier ein Ver-
trag über die Auszahlung besteht
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Insolvenzrecht
Experte:  Mikael Varol hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne auf Basis Ihres Einsatzes und des von Ihnen mitgeteilten Sachverhalts wie folgt beantworten möchte:



Ist vertraglich eine Ratenzahlung vereinbart, so sind die Raten, die während des Insolvenzverfahrens ausbezahlt werden, pfändbar. Hingegen sind die Raten, die nach dem Insolvenzverfahren ausbezahlt werden, nicht pfändbar, soweit, wie in Ihrem Fall, eine vertragliche Ratenzahlungsvereinbarung existiert.



Ich hoffe, dass ich Ihnen in dieser Sache einen ersten hilfreichen Überblick verschaffen konnte. Die Antwort dient einer ersten rechtlichen Einschätzung und kann daher eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt in den seltensten Fällen ersetzen. Ich weise Sie zudem darauf hin, dass das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben möglicherweise zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen kann.

Bei eventuellen Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Ich möchte Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren, indem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken. Denn nur dadurch erhält der Experte die Vergütung.


Mit freundlichen Grüßen


Mikael Varol
Rechtsanwalt

Mikael Varol und weitere Experten für Insolvenzrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Müssen wir für die Ratenzahlungen nach dem Insolvenzverfahren einen Pfändungsschutz
beantragen ? Oder kann der Insolvenzverwalter nach der Laufzeit des Insolvenzverfahrens eine Nachfoderung beantragen?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Können Sie mir die zweite Frage beantworten.
Experte:  Mikael Varol hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

Pfändungsschutz zu beantragen steht Ihnen natürlich frei. Soweit Sie die Restschuldbefreiung erhalten, und die zu pfändenen Forderungen keine als vorsätzlich-deliktisch angemeldeten sind, ist eine "Nachforderung" nicht möglich.

Ich möchte Sie höflich bitten meine Antwort zu bewerten, wenn ich Ihnen weiterhelfen konnte. Denn nur dadurch erhält der Experte die Vergütung.


Mit freundlichen Grüßen


Mikael Varol
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Der Insolvenzverwalter hat ja den Ratenvertrag vorliegen, folgedessen haben wir iim
nichts vorenthalten und somit besteht keine Möglichkeit eine Nachfoderung des
Insolvenzverwalters zustellen sehe ich dies richtig?
Experte:  Mikael Varol hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

unter den oben genannten Voraussetzungen ist das richtig ("Soweit Sie die Restschuldbefreiung erhalten, und die zu pfändenen Forderungen keine als vorsätzlich-deliktisch angemeldeten sind, ist eine "Nachforderung" nicht möglich.").
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
gibt es eine rechtliche Grundlage (§) , falls der Insolvenzverwalter eine Nachtragsverteilung beantragt? Muß ich dann bei Gericht ein Pfändungsschutz für die Raten nach der Restschuldbefreiung beantragen?
Experte:  Mikael Varol hat geantwortet vor 5 Jahren.
Nach § 203 InsO kann die Nachtragsverteilung dann angeordnet werden, wenn noch Gegenstände oder andere Werte aufgefunden werden, die eigentlich zur damaligen Insolvenzmasse gehört hätten. Bei den Auszahlungen handelt es sich aber aus den oben genannten Gründen gerade nicht um Vermögenswerte, die zur damaligen Insolvenzmasse gehört hätten, wenn diese zwei Raten erst nach Insolvenzverfahren ausbezahlt werden. Sie können sich also darauf berufen, dass die Voraussetzungen des § 203 InsO nicht vorliegen.

Der Pfändungsschutz hilft Ihnen nur dann weiter, wenn Sie den Pfändungafreibetrag von 1.030,00 € (Erhöhung unter bestimmten Voraussetzungen möglich). Soweit also die zwei letzten Raten über den Pfändungsfreibetrag liegen, hilft Ihnen dies auch nicht weiter. Jedoch ist aus meiner Sicht aus den oben genannten Gründen gerade eine Nachtragsverteilung ohnehin nicht möglich. Dies sollten Sie dem Insolvenzverwalter so darlegen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Falls der Insolvenzverwalter dies nicht akzeptiert
müssen wir dann ein Antrag beim Insolvenzgericht stellen?
Wie verhält sich eigentlich der § 851c ZPO
hierzu?
Danke für Ihre Antwort
Experte:  Mikael Varol hat geantwortet vor 5 Jahren.
Dass der Insolvenzverwalter das nicht akzeptiert ändert nichts daran. Er wird vor Gericht nicht Recht bekommen. Die von Ihnen zitierte Vorschrift ändert nichts an meinen obigen Ausführungen, da diese besagt, dass die Rente wie Arbeitseinkommen der Pfändung unterliegt soweit die Voraussetzungen des § 851c ZPO erfüllt sind. Bei Ihnen scheitert es bereits an Nr.1, da die Zahlungen nicht lebenlang erfolgen, sondern in 4 Raten.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
ich habe schon 2x € 45 abgebucht bekommen
muß ich für diese weitere Fragen auch bezahlen?
Experte:  Mikael Varol hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sofern über die ursprüngliche Frage hinaus Fragen gestellt werden sollen, dann sind können diese gebührenpflichtig sein. Bisher beziehen sich Ihre Nachfragen auf die ursprüngliche Frage. Sofern also nach Ihrer Ansicht ein Abbuchungsfehler vorliegt möchte ich Sie bitten sich mit dem Kundendienst unter [email protected] in Verbindung zu setzen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
die Fragen bezogen sich noch ergänzend auf die Fragen vom 14.6.2012. Hierfür wurden € 45
bereits abgebucht.
Wenn ich Sie jetzt nochmals bewerte werden weitere € 45 anfallen.
Ihr jetzige Anwort war informativ und hilfreich
Experte:  Mikael Varol hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

vielen Dank für das Lob.

Es ist richtig, dass, wenn Sie mich erneut bewerten, dass dann die Kosten erneut anfallen.

Mit freundlichen Grüßen


Mikael Varol
Rechtsanwalt