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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Insolvenzrecht
Zufriedene Kunden: 26191
Erfahrung:  jahrelange Tätigkeit als Rechtsanwalt
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RASchiessl ist jetzt online.

mein lebensgef hrte ist seit dem 30.06. 2011 insolvent. das

Kundenfrage

mein lebensgefährte ist seit dem 30.06. 2011 insolvent. das verfahren ist eröffnet. er hat sich bei meiner mutter vor 4 jahren 20.000 euro geliehen und diese am 03.03.2010 an sie zurücküberwiesen. nun fordert der insolvenzverwalter dieses und noch andere zahlungen an meine mutter zurück, wegen gläubigerbevorzugung, insgesamt 31 000 euro. da mein lebensgefährte und ich aber ein gemeinsames konto haben, sind auch meine zahlugen an meine mutter aufgelistet. ist das rechtens ?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Insolvenzrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Ich gehe davon aus, dass Sie und Ihr Lebensgefährte ein gemeinsames Konto und Sie nicht nur eine Kontovollmacht hatten.

In diesem Falle besteht die Vermutung, dass das Guthaben auf dem gemeinsamen Konto beiden Kontoinhabern hälftig gehört.

Wenn Sie also die Zahlungen an Ihre Mutter aus Ihrem Teil des Guthabens bewirkt haben, dann kann der Insolvenzverwalter diese Zahlungen nicht nach § 131 oder 134 InsO anfechten und auch nicht mit einer Rückforderungsklage zur Insolvenzmasse ziehen.

Diese Vermutung kann der Insolvenzverwalter jedoch widerlegen. Weist der Insolvenzverwalter nach, dass das Guthaben mit dem Sie Zahlungen an Ihre Mutter geleistet haben, allein von Ihrem Lebensgefährten stammt (Gutschriften an den Lebensgefährten,..) so kann der Insolvenzverwalter leider auch die Zahlungen an Ihre Mutter anfechten und zurückfordern.



Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren und angemessen zu vergüten. Beachten Sie bitte, dass eine kostenlose Rechtsberatung in der Bundesrepublik Deutschland nicht gestattet ist.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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