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Advopro, Rechtsanwalt
Kategorie: Insolvenzrecht
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Im Insolvenzrecht habe ich bereits mehrere Mandate betreut.
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Herr Thomas Abel hat Privatinsolvenz unter AZ 2IK424/10 AG

Kundenfrage

Herr Thomas Abel hat Privatinsolvenz unter AZ 2IK424/10 AG Dessau angemeldet. Ein Gläubiger hat nun Zwangsverwaltung und Zwangsversteigerung der persönlich genutzten ETW, die ihm zu 50% und seiner Ehefrau (die nur dingl. haftet für den betr. Kredit) ebenfalls zu 50% gehört. Verliert die Ehefrau ggf. ihr Eigentumsanteil zwingend oder ist es schützenswert u damit nur 50% der ETW zu versteigern?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Insolvenzrecht
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender ,





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:







Die Rechtslage ist hier etwas kompliziert.

Grundsätzlich kann der Gläubiger im Wege der Zwangsvollstreckung/Zwangsversteigerung nur die Versteigerung des Miteigentumsanteils erwirken.

Es handelt sich bei der Eigentümergemeinschaft nämlich um einen Unterfall der Bruchteilsgemeinschaft gemäß § 741 ff. BGB, bei welchem lediglich ein Mitglied (also ein anderer Miteigentümer) die Auseinandersetzung der Gemeinschaft im Wege einer so genannten Teilungsversteigerung durchführen kann.

Der Gläubiger ist nicht Miteigentümer und kann somit grundsätzlich nicht die Teilungsversteigerung einleiten. Über einen Umweg kann er es aber schon. Er könnte nämlich den Anspruch des Schuldners (hier also des Ehegatten, der etwas schuldet) auf Aufhebung der Gemeinschaft in Verbindung mit Aufteilung des Erlöses aus der Teilungsversteigerung pfänden.

Hierdurch könnte also der Gläubiger im Extremfall tatsächlich erwirken, dass der andere Miteigentümer seinen Miteigentumsanteil tatsächlich verliert und hierfür den entsprechenden Versteigerungserlös erhält.

Insgesamt kommt es aber darauf an, ob das Insolvenzverfahren bereits eröffnet worden ist oder nicht. Sollte das Insolvenzverfahren nämlich bereits eröffnet worden sein, so wäre eine Einzelzwangsvollstreckung durch den betreffenden Gläubiger gemäß § 89 InsO nicht zulässig.







Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren. Zufriedenheit bedeutet , dass keine Verständnisfragen mehr bestehen und die Frage vollumfänglich beantwortet worden ist.



Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.





Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Montagabend!



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
[email protected]
Fax.0471/140244

Tel. 0471/140240 o. 0471/140241













Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie haben meine Antwort bislang noch nicht akzeptiert. Ich bitte Sie dies noch gem. den AGB dieser Plattform nachzuholen, die Sie schliesslich auch akzeptiert haben (insoweit gilt Nr. 9 der Nutzungsbedingungen) und mich somit für meine Rechtsberatung zu bezahlen. Kostenlose Rechtsbertung ist in Deutschland nach zwingendem Berufsrecht verboten.

 

Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie auf das grüne Feld "akzeptieren" direkt unter meiner Antwort klicken.


Sollten Sie noch Verständnisfragen haben, so melden Sie sich bitte. Ansonsten akzeptieren Sie bitte.

 

Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur.Danjel-Philippe Newerla,Rechtsanwalt
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

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Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur.Danjel-Philippe Newerla,Rechtsanwalt
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.

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Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur.Danjel-Philippe Newerla,Rechtsanwalt

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