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RASchroeter
RASchroeter, Rechtsanwalt
Kategorie: Insolvenzrecht
Zufriedene Kunden: 7708
Erfahrung:  Rechtsanwalt, Immobilienökonom, MBA, Bankkaufmann
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Sie schreiben von der gesetzlich vorgesehenen Dauer des Inso-Verfahrens.

Kundenfrage

Sie schreiben von der gesetzlich vorgesehenen Dauer des Inso-Verfahrens. Sind das die 6 Jahre nach Eröffnung des Verfahrens, was nahe läge, weil ja der Gesetzgeber den Beginn der 6-jährigen Wohlverhaltensphase auf den Eröffnungszeitpunkt gelegt hat. Bei mir ist ja der kuriose Fall, daß zwar 6 Jahre nach Eröffnung abgelaufen sind, aber ich wegen des nicht abgeschlossenen Inso-Verfahrens nie in die "Wohlverhaltensphase" geraten bin.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Insolvenzrecht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Das Insolvenzverfahren dauert sechs Jahre lang. Diese Zeit bezeichnet man als Wohlverhaltensphase. Der Schuldner muss innerhalb dieser sechs Jahre all sein Vermögen dafür aufwenden, die Schulden zu bezahlen. Er muss sich nach Kräften um eine Arbeit bemühen. Der Schuldner hat eine Pfändungsgrenze, Gelder die unter diesem Betrag liegen sind nicht antastbar. Alles was darüber hinausgeht, muss der Schuldner an einen bereitgestellten Treuhänder zahlen. Falsche Angaben über die Höhe des Einkommens führen zur Beendigung des Verfahrens.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Herr Schwerin, das weiß ich alles. Meine aktuelle Frage ist wohl auch nur verständlich, wenn man die Vorfragen und -antworten von RA Schroeter kennt. Insofern bitte ich meine aktuelle Zusatzfrage an Herrn Schröter weiterzuleiten oder die Vorkorrespondenz auf dieser Seite zu berücksichtigen. Danke!
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ok, mache ich.
Experte:  hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

das Verfahren dauert in der Tat sechs Jahre. Kommt es zu dem seltenen aber immer wieder vorkommenden Fall, dass das Insolvenzverfahren bereits sechs Jahre dauert, wird Ihnen unmittelbar mit Aufhebung des Insolvenzverfahrens über die Restschuldbefreiung entschieden. Die Wohlverhaltensphase beginnt mit Verfahrungsaufhebung rückwirkend mit der Eröffnung des Verfahrens, so dass die Wohlverhaltensphase bereits abgelaufen ist.

Ein Verfahren kann, wenn es erforderlich ist, sicherlich auch länger dauern als sechs Jahre. Für diesen Fall hat dann der Insolvenzverwalter in der Regel einen höheren Vergütungsanspruch. Wenn der Insolvenzverwalter das Verfahren verschleppt ohne dass hier ein Verfahrensnotwenigkeit besteht, sollten Sie bei dem Insolvenzgericht eine Untätigkeitsbeschwerde einlegen.

Erfolgt hier keine entsprechende Reaktion in Form einer Anweisung an den Insolvenzverwalter bliebe nur eine weitere Beschwerde an den Direktor des Amtsgerichtes oder eine Untätigkeitsklage vor dem Landgericht zu erheben, was allerdings auch wieder mit einer Verfahrensdauer verbunden ist.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Viele Grüße


RASchroeter, Rechtsanwalt
Kategorie: Insolvenzrecht
Zufriedene Kunden: 7708
Erfahrung: Rechtsanwalt, Immobilienökonom, MBA, Bankkaufmann
RASchroeter und weitere Experten für Insolvenzrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.

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