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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Insolvenzrecht
Zufriedene Kunden: 26844
Erfahrung:  jahrelange Tätigkeit als Rechtsanwalt
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Kann ich, wenn ich einen Titel Vers umnisurteil mit Zwangsvollstreckung

Kundenfrage

Kann ich, wenn ich einen Titel " Versäumnisurteil mit Zwangsvollstreckung" und mein Schuldner z.Zt. über das Landgericht Insolvenz beantragt hat u. vom Gericht bestätigt bekommen hat und einen Anwalt als Insolvenzverwalter zugesprochen bekommen hat, meine Forderung als Privatmann, bin 72 Jahre u. Rentner, Forderungshöhe z.Zt. 56 445,-Euro, trotzdem über ein sogenanntes Inkasso-Unternehmen meine Forderung , d.h. den Titel verkaufen, denn berücksichtigen Sie mein Alter, ich kann nicht mehr viel länger warten. Meinm Schuldner ist z. Zt. Inhaber eines Einzelhandelsgeschäftes: An-u. Verkauf und ist türkischer Staatsbürger?
MfG
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Insolvenzrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Natürlich können Sie die Forderung an ein Inkassounternehmen verkaufen. Das Problem, dass Sie jedoch haben werden, ist der Preis, den Sie für diese Forderung erzielen werden.

Soweit Sie einen Titel gegen den Schuldner haben und über den Schuldner ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde, können Sie während der Dauer des Insolvenzverfahrens gegen den Schuldner nicht vollstrecken, sondern sind darauf angewiesen, Ihre Forderung beim Insolvenzverwalter anzumelden.

Soweit es sich beim Insolvenzverfahren des Gegners um eine Verbraucherinsolvenz handelt müssen Sie damit rechnen, dass der Schuldner eine sogenannte Restschuldbefreiung erhalten wird, also alle Forderungen zum Ende des Verfahrens erlöschen. Davon nicht betroffen sind lediglich Forderungen aus Unerlaubter Handlung.

Auch wenn es Sie schmerzen wird, wenn sich ein Inkassounternehmen bereit erklären sollte die Forderung und damit den Titel zu kaufen, so werden Sie dafür nur sehr wenig erhalten.


Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.


Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
RASchiessl und weitere Experten für Insolvenzrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Herr RA Schiessl,
danke für Ihre Ausführungen.Dazu hätte ich noch eine ergänzende Bemerkung. Was versteht man unter Verbraucherinsolvenz meines Gegners. Hier liegt eindeutig Betrug vor der auch von den Strafverfolgungsbehörden geahndet wird.
Er hat in seiner Eigenschaft als Geschäftsmann betrügerisch gehandelt, mein Anwalt hat ja einen Urkundenprozess eingeleitet, der mit dem benannten Versäumnisurteil endete, weil er seine 2 malige Zusage beim Notar eines Schuldanerkenntnisses fadenscheinig versäumt hatte.
Ich hatte über ca. 2 Jahren zu diesem Schuldner ein gefühltes freundschaftliches Verhältnis und während der Wirtschaftskrise hatten es kleine Geschäftsleute wohl schwer Geld zu bekommen. So half ich in schwierigen Lagen mit vertraglich fixierten Krediten zur Vergrößerung des Ladens u. Warenzukäufen. Dann kam es zu den 8 Uhren, die aus der Kommisionierung verschwanden u. auch er. Nach Ermittlung der Behörden wurde auch nun vom Insolvenzrichter mir mitgeteilt, dass er Besitzer eines neuen Ladens in der Stadt am Wohnsitz seiner Freundin ein neues geschäft betreibt.
In meinem Falle liegt ein schuldhaftes Verhalten vor mit Forderungen aus unerlaubter Handlung. Mein Anwalt gibt z.Zt. meine Forderungsaufstellung etc. der Insolvenz-Anwältin wie gefordert, unsere Sache bekannt. Mein Anwalt ist in dieser Angelegenheit auch sehr pessimistisch, dazu wollte ich gerne eine zweite Meinung erfahren. Bisher schönen Dank u. noch zum Rest eine evtl Stellungnahme. MfG
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Die Verbraucherinsolvenz kommt bei Privatleuten und selbstständigen zu tragen, die eine überschauber Anzahl von Gläubigern (20-30) haben. Die wichtigtste Folge einer Privatinsolvenz ist die sogenannte Restschuldbefreiung. Diese wird dem Schuldner nach einer Wohlverhaltensphase gewährt und bedeutet, dass die noch offenen Verbindlichkeiten erlassen werden.

Ausgenommen sind solche Verbindlichkeiten, die auf einer Straftat beruhen. Diese, soweit der Insolvenzverwalter dies ausdrücklich festgestellt hat, können (leider erst) nach Ende des Insolvenzverfahrens weiter geltend gemacht werden.

Mehr als die Forderung mit dem Zusatz unerlaubte Handlung anzumelden können Sie leidet nicht tun.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt