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Advopro, Rechtsanwalt
Kategorie: Insolvenzrecht
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Im Insolvenzrecht habe ich bereits mehrere Mandate betreut.
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Ich habe mit einer Firma einen Vertrag ber einen Hausbau zu

Kundenfrage

Ich habe mit einer Firma einen Vertrag über einen Hausbau zu einem Festpreis abgeschlossen und unterschrieben. Heute erfuhr ich rein zufällig, dass während unserer Verhandlungszeit die Firma, die das erste Angebot machte, einen Insolvenzantrag gestellt hat und dass nun eine 2. Firma ins Leben gerufen wurde, die mit mir den Abschluss tätigte. Einziger Unterschied waren der Austausch des Wortes Haus in Bau, der mir leider nicht aufgefallen ist. Kann ich noch von dem Vertrag zurücktreten oder kann ich der neuen Firma vertrauen?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Insolvenzrecht
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:






Ob Sie der neuen Firma vertrauen können kann ich leider nicht beurteilen, da ic hdie Firma leider genauso wenig kenne wie Sie.

 

Die Frage ist vielmehr, ob Sie sich vom Vertrag lösen können.

 

Zunächst wäre an einen Aufhebungsvertrag zu denken. Hierzu müssten aber beide Vertragsparteien einverstanden sein.

 

Fraglich ist, ob Sie sich einseitig vom Vertrag lösen können.

 

Ein Widerrufsrecht haben Sie grundsätzlich nur dann, wenn der Vertrag über sog . Fernkommunikationsmittel (Internet, Telefon, etc.) geschlossen worden ist, wovon ich

nach Ihrer Schilderung nicht ausgehe.

 

Ein Rücktrittsrecht im Sinne des § 323 BGB käme nur dann in Betracht, wenn dieses ausdrücklich vertraglich vereinbart gewesen ist bzw. wenn die Gegenseite eine Vertragspflicht Ihnen gegenüber verletzt hat, Sie die Gegenseite unter Setzung einer angemessenen Frist zur Leistung aufgefordert haben und die Gegenseite auch nach Fristablauf die betreffende Leistung nicht vertragsgemäß erbracht hat.

 

Dieses kann ich Ihrer Schilderung aber auch nicht entnehmen.

 

Es bliebe dann nur noch die Möglichkeit der Anfechtung, falls Sie bei Vertragsschluss einem Irrtum unterlegen waren (vgl. § 119 BGB) oder wenn Sie durch Drohung oder arglistige Täuschung zum Vertragsschluss bewegt worden sind (vgl. § 123 BGB).


Diese Voraussetzungen liegen aber offensichtlich nicht vor, da in dem Vertrag (davon gehe ich aus), den Sie unteschrieben haben, der tatsächliche Vertragspartner ausdrücklich genannt worden ist (auch wenn Sie dieses gegebenenfalls überlesen haben sollten).





Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren. Zufriedenheit bedeutet , dass keine Verständnisfragen mehr bestehen und die Frage vollumfänglich beantwortet worden ist.



Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.





Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Donnerstagabend!

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
[email protected]
Fax.0471/140244

Tel. 0471/140240 o. 0471/140241











Advopro und weitere Experten für Insolvenzrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

bitte lassen Sie mich meine Antwort wie folgt ergänzen / präzisieren:

Hier könnte gem. § 119 BGB ein Irrtum über die Identität des Vertragspartners vorliegen, der zu einer Anfechtung berechtigen könnte.

 

Dieses wäre zumindest ein Ansatzpunkt, zudem liegt hier auch ein gewisser Täuschungscharakter vor.

 

Vor diesem Hintergrund würde ich Ihnen dringend anraten, den Vorgang von einem im Vertragsrecht erfahrenen Kollegen vor Ort abschliessend prüfen zu lassen und diesen dann anschliessend gegebenenfalls mit der Wahrnehmung Ihrer rechtlichen Interessen zu beauftragen.


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
[email protected]
Fax.0471/140244

Tel. 0471/140240 o. 0471/140241


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