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hhvgoetz
hhvgoetz, Sonstiges
Kategorie: Insolvenzrecht
Zufriedene Kunden: 2899
Erfahrung:  xxxxx
48877684
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hhvgoetz ist jetzt online.

wenn mir bekannt wurde, da die insolvente Firma bereits einige

Kundenfrage

wenn mir bekannt wurde, daß die insolvente Firma bereits einige Wochen vor Insolvenz eine neue Firma gründete (Möbel aus der alten Firma verschwinden ließ, Aufträge in die neue Firma mitgenommen hat, Mitarbeiter mitnahm, die momentan noch vom Insolvenzverwalter über die Bundesagentur für Arbeit Geld beziehen, aber bereits für die neue Firma arbeiten, ist das dann Betrug? wir kann ich hier vorgehen? ich bin Gläubiger. eine Antwort wäre schön
Grüße
Jelena Nikolic
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Insolvenzrecht
Experte:  hhvgoetz hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

im Rahmen des Insolvenzverfahrens kann der Insolvenzverwalter solche von Ihnen beschriebenen gläubigerbenachteiligenden in zeitlicher Nähe zur Insolvenz liegenden Handlungenanfechten und die so entzogenen Werte wieder der Insolvenzmasse zuführen, §§ 129 ff. InsO.

 

http://dejure.org/gesetze/InsO/129.html

 

Sie sollten die entsprechenden Beweise somit dem Insolvenzverwalter umgehend zugänglich machen, denn es gibt verschiedene Ausschlussfristen. Dies ist im Interesse aller Gläubiger.

 

Eine strafrechtliche Verfolgung kommt nach den §§ 283 ff. StGB in Betracht.

Ihr Augenmerk sollte aber darauf liegen, dass der Insolvenzverwalter von den Vorgängen Kenntnis erlangt.

 

http://www.gesetze.juris.de/stgb/__283.html

 

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.


Bitte vergessen Sie nicht, die Antwort zu akzeptieren. Kostenlose Rechtsberatung ist in Deutschland verboten.


Gruß

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

wie ist der § wenn es sich um Betrug handelt, also Insolvenzverschleppung, Manipulation, der Schuldner hat sich im Wissen, bald Insolvenz anmelden zu müssen, bereits Wochen vorher "eine neue Welt" geschafft. Kann ich Strafanzeige stellen, Beweise habe ich genug

gruß

Jelena Nikolic

Experte:  hhvgoetz hat geantwortet vor 6 Jahren.

Das Delikt findet sich in verschiedenen Spezialgesetzen je nach Gesellschaftsform

 

z.B. in:

 

§§ 401 I Nr. 2, § 92 II Anfechtungsgesetz,

 

in §§ 148 I Nr. 2, 99 Abs. 1 GenossenschaftsG,

 

in § 130 b HGB

 

sowie in §§ 84 I Nr. 2, 64 Abs. 1 GmbHG .

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Dei der Firma handelt es sich um eine GMBH; es gab immer (seit 20 Jahren) 2 Geschäftsführer, die auch gleichzeitig Gesellschafter sind. Einer der Geschäftsführer hat am 31.3.2011 gekündigt und sein Amt als Geschäftsführer aufgegeben. Dieses wurde im Handelsregister eingetragen am 6.4.2011. Der 2. Geschäftsführer ist noch in der Firma und steht dem Insolvenzverwalter zur Verfügung. Der Insolvenzantrag ist beim Amtsgericht am 11.4.2011 eingegangen. Alle Akten wurden aus der Firma entfernt, nur ein paar wenige blieben, damit der Insolvenzverwalter nicht merkt, daß relevante Akten fehlen. Gleichzeitig wurden vor Insolvenzanmeldung noch an der Bilanzen 2009 Änderungen vorgenommen (z.B. wurden die Gesellschafterkonten, die auswiesen, daß die beiden Gesellschafter der Firma je über 70.000,00 EURO privat schuden, es wurden Belege für 2009 gebucht die aus 2002 stammten und auswiesen, daß angeblich 20.000,00 in bar gezahlt wurde (BMW Autoleasing Rechnungen). Handelt es sich hierbei nicht um sehr strafrechtliche Manipulationen zugunsten der Gesellschafter/Geschäftsführer? (wie ist hier der § ???

Gruß

Jelena Nikolic

Experte:  hhvgoetz hat geantwortet vor 6 Jahren.

Für mich ist das ein Fall von § 283 I Nr. StGB.

 

Im Zweifel können Sie das aber ganz entspannt die Staatsanwaltschaft entscheiden lassen, solange ausreichend Beweis vorliegen.

 

Gruß

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Danke,

Der Insolvenzverwalter bezahlt dem Geschäftsführer monatlich 8.000 EURO für angebliche Beratertätigkeiten. Ist das normal? Der noch übrig gebliebene Geschäftsführer ist doch auskunftsverpflichtet lt. Insolvenzgesetz - wieso bekommt er noch Geld? Darf ein Insolvenzverwalter einen solchen "Deal" mit dem GF machen?

 

Habe ich als Gläubiger Rechte in die Akten zu sehen, die die Firma dem Insolvenzverwalter zur Durchsicht gab? z.B. darf ich die Kreditorenlisten und Debitorenlisten einsehen? die Geschellschaftsbeschlüsse ? etc.

gruß

Jelena Nikolic

 

Experte:  hhvgoetz hat geantwortet vor 6 Jahren.

Die Summe empfinde ich auch hoch, kenne jedoch den genauen Umfang der Tätigkeit nicht und kann den Sachverhalt somit nicht seriös beurteilen.

 

Als Gläubiger haben Sie kein direktes Akteneinsichtsrecht.

 

Wenn Sie befürchten, dass der Insolvenzverwalter unredlich handelt, sollten Sie ggf. parallel die StA einschalten.

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