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troesemeier
troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Insolvenzrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechtsanwalt tätig.
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troesemeier ist jetzt online.

Hallo, ich nehme am Insolvenzverfahren teil und meine Wohlverhaltensphase

Kundenfrage

Hallo,
ich nehme am Insolvenzverfahren teil und meine Wohlverhaltensphase endet am 12.05.2011.
Ich habe mich 2005 wieder selbständig gemacht(Malerbetrieb), da ich keine Arbeit mehr fand.Ich werde in diesem Jahr 60 Jahre alt.
Ich habe ein durchschnittliches Einkommen von 1100,00 € monatlich(vor Steuern).
Jetzt unterstellt mir mein Insolvenzverwalter ein fictives Bruttoeinkommen von 3000,00 € monatlich und weist mich darauf hin,daß mir die Restschuldbefreiung versagt werden kann.
Ich kann aber nichts zahlen,es reicht gerade zum leben.
Was soll ich tun???
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Insolvenzrecht
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte.

Bei einer selbständigen Tätigkeit im Insolvenzverfahren unterscheidet man zwischen der aktiven und passiven Phase. In der 2. Phase wird daher auf die fiktiven Einkünfte des Schuldners abgestellt, nicht auf die tatsächlichen Einkünfte.

Die Abführungsbeträge in der 2. Phase rechnet sich daher nicht nach den realen Gewinnen, sondern nach dem Einkommen, welches Sie in einer abhängigen Beschäftigung erzielen würden. Ein Anpassung an das tatsächlich von Ihnen erzielte Einkommen ist nicht vorgesehen.

Die Höhe des fiktiven Einkommens richtet sich nach einem fiktiven Einkommen des Schuldners, welches er aufgrund seiner Ausbildung und Vorbildung erzielen könnte.

Der fiktive Verdienst stellt die Bemessungsgrundlage für den pfändbaren Anteil des Einkommens dar.

Der Schuldner, der diese Beträge die aufgrund des fiktiven Einkommens ermittelt werden, nicht leisten kann, muss sich um eine abhängige Beschäftigung bemühen. Solange Sie sich um eine abhängige Beschäftigung bewerben, kann Ihnen die zu geringe Abführung nicht angelastet werden. Wird Ihnen eine Anstellung angeboten, dann sind Sie allerdings auch verpflichtet, diese Anstellung umgehend anzunehmen.

Die Abführung in der 2. Phase des Insolvenzverfahrens können Sie daher nur dadurch verhindern, wenn Sie dem Insolvenzverwalter einerseits darlegen, wie hoch ein Einkommen Ihrerseits wäre, wenn Sie eine Anstellung annehmen würden. Hierneben müssen Sie sich nachweislich um eine Anstellung bemühen, so dass Ihnen nicht die zu geringe Abführung zur Last gelegt werden kann.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung verschaffen, sollte etwas unklar geblieben sein, fragen Sie bitte gerne nach.
troesemeier und weitere Experten für Insolvenzrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Danke für die schnelle Antwort.

Jetzt würde ich nur noch gern wissen,was das Gericht als nachweisliche Bemühung für eine Anstellung akzeptiert,denn wenn man Bewerbungen schreibt,bekommt man oftmals gar keine Antworten zurück.

MfG

Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt. Es reicht vollkommen aus, wenn Sie Ihre Bewerbungsanschreiben kopieren und eine Liste über Ihre Bewerbungen führen. Wenn Sie keine Rückmeldung erhalten, vermerken Sie dies auf der Liste. Absageschreiben können Sie dann gesondert vorlegen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.