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recht_so
recht_so, Sonstiges
Kategorie: Insolvenzrecht
Zufriedene Kunden: 19822
Erfahrung:  Rechtsanwalt
42903605
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recht_so ist jetzt online.

Hallo, ich habe folgendes Problem, zu dem ich gerne Ihren Rat

Kundenfrage

Hallo, ich habe folgendes Problem, zu dem ich gerne Ihren Rat einholen möchte:

Mein Lebenspartner, mit dem ich nicht verheiratet war oder in einer sonstigen Gütergemeinschaft lebte, geriet 2008 in große finanzielle Schwierigkeiten. Diese waren zum einen durch Steuerschulden entstanden, die schließlich zu einem Privat-Insolvenzverfahren führten. Zum anderen gab es organisatorische Probleme bei seinem damaligen Arbeitgeber, der ihm daraufhin über Monate keinen Lohn auszahlte. Er verfügte also zu dieser Zeit über keinerlei finanzielle Mittel zum Lebensunterhalt.

In dieser Notlage gab ich ihm ein privates Darlehen in Höhe von insgesamt 4.025 Euro. Dieses Darlehen wurde von mir unter dem Versprechen gewährt, dass er die Summe bei der zu erwartenden größeren Lohnnachzahlung umgehend zurück zahlen würde. Als die entsprechende Überweisung dann erfolgte, wurde sie jedoch umgehend und in voller Höhe vom Finanzamt beschlagnahmt.

Der mit dem Fall betraute Insolvenzverwalter versicherte uns, dass das nicht rechtens sei. Das Finanzamt habe keinen Anspruch auf die volle Summe, sondern diese müsse gleichmäßig unter den Gläubigern aufgeteilt werden. Ein entsprechendes Verfahren sei eingeleitet, aber wir müssten Geduld haben.

2009 verstarb mein Lebenspartner ganz plötzlich.

2010 fragte ich beim Insolvenzverwalter erneut nach dem Stand der Dinge. Dieser bekräftigte seine ursprünglichen Versicherungen nach der Rechtmäßigkeit meiner Ansprüche. Er bat mich allerdings darum, mich in dieser Sache im Weiteren an eine Mitarbeiterin zu wenden, die nun zuständig sei. Diese aber entnahm den Akten dann plötzlich, dass mein Anspruch in voller Höhe bestritten wird. Eine Begründung dafür konnte sie mir nicht geben, wollte sich aber beim vorigen Bearbeiter schlau machen.

Seit diesem Gespräch ist sie für mich nicht mehr zu erreichen. Entweder muss sie sich in die Materie einarbeiten, ist krank, hat Urlaub, Termine, Besprechungen ... Ich werde von der Telefonistin seit Monaten vertröstet. Auf Mails gibt es auch keine Reaktionen. Das Ganze nimmt allmählich kafkaeske Züge an.

Auf meine Nachfrage beim Amtsgericht erfuhr ich, dass man auch dort auf Informationen des Insolvenzverwalters wartet. Das Verfahren ist nicht abgeschlossen. Die zuständige Sachbearbeiterin bestätigte mir, dass meine Ansprüche offiziell angemeldet und nach meiner Schilderung der Sachlage wohl auch berechtigt seien.

Wie schätzen Sie das ein? Was kann ich tun, um endlich eine Auskunft des Insolvenzverwalters zu erhalten und meinen Forderungen Nachdruck zu verleihen?

Danke XXXXX XXXXX Hinweise und Tipps!!!
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Insolvenzrecht
Experte:  recht_so hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme.

Der Insolvenzverwalter unterliegt im Rahmen seiner Tätigkeit der Aufsicht des Insolvenzgerichtes. Soweit die Abwicklung seiner Tätigkeit Anlass zu Beschwerden gibt, sollten Sie sich daher mit einer entsprechenden formellen Eingabe an das Insolvenzgericht wenden. Das Insolvenzgericht wird dann den Insolvenzverwalter zu einer zügigeren Arbeitsweise anhalten.

Im Übrigen ist zu befürchten, dass Sie nur mit einer geringen Quote befriedigt werden, wenn es weitere Insolvenzgläubiger mit entsprechend hohen Forderungen gibt, die ihre Ansprüche zur Insolvenztabelle angemeldet haben. Sie müssen daher damit rechnen, dass Sie mit einem erheblichen Teil Ihrer Forderung ausfallen könnten.


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie dagegen keine Nachfrage, darf ich Sie höflich um Akzeptierung der erteilten Rechtsauskunft bitten. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.



Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Verändert von recht_so am 31.01.2011 um 14:10 Uhr EST
Experte:  recht_so hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme.

Der Insolvenzverwalter unterliegt im Rahmen seiner Tätigkeit der Aufsicht des Insolvenzgerichtes. Soweit die Abwicklung seiner Tätigkeit Anlass zu Beschwerden gibt, sollten Sie sich daher mit einer entsprechenden formellen Eingabe an das Insolvenzgericht wenden. Das Insolvenzgericht wird dann den Insolvenzverwalter zu einer zügigeren Arbeitsweise anhalten.

Im Übrigen ist zu befürchten, dass Sie nur mit einer geringen Quote befriedigt werden, wenn es weitere Insolvenzgläubiger mit entsprechend hohen Forderungen gibt, die ihre Ansprüche zur Insolvenztabelle angemeldet haben. Sie müssen daher damit rechnen, dass Sie mit einem erheblichen Teil Ihrer Forderung ausfallen könnten.


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie dagegen keine Nachfrage, darf ich Sie höflich um Akzeptierung der erteilten Rechtsauskunft bitten. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.



Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Verändert von recht_so am 31.01.2011 um 16:30 Uhr EST
Experte:  recht_so hat geantwortet vor 5 Jahren.
Haben Sie hierzu noch eine Nachfrage? Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  recht_so hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie dagegen keine Nachfrage, darf ich Sie höflich um Akzeptierung der erteilten Rechtsauskunft bitten. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.



Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwaltrecht
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Rechtsanwalt Hüttemann,

vielen Dank für Ihre Anwtort, die ich jedoch gerne an einigen Stellen konkreter hätte.

  1. Wie sollte eine formelle Eingabe an das Insolvenzgericht aussehen?
  2. Welche Gründe könnte es geben, meine Ansprüche zu bestreiten, wie der Verwalter das ja offenbar inzwischen tut? Wie gesagt, waren meine verstorbener Lebenspartner und ich nicht verheiratet. Wir wohnten aber zusammen und der private Kredit ist für seinen Anteil an den Miet- und Haushaltskosten belegt und damals noch von ihm bestätigt. Könnte es sein, dass mir da im Nachinein irgendeine Unterhaltspflicht aufgebürdet wird?

Vielen Dank XXXXX XXXXX Gruß.

 

Experte:  recht_so hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Eine der bedeutsamsten Aufgaben des Insolvenzverwalters ist die gleichmäßige Verteilung der Insolvenzmasse an die Gemeinschaft der Insolvenzgläubiger. Verletzt ein Insolvenzverwalter schuldhaft diese Pflicht, kann er sich unter Umstünden einer persönlichen Haftung gegenüber den Insolvenzgläubigern aussetzen.

Das Insolvenzgericht ist berechtigt, die Ausführung und Abwicklung des Amtes des Insolvenzverwalters zu überprüfen. Vor diesem Hintergrund wäre es zweckmäßig, wenn Sie noch einmal dem Insolvenzgericht in Ihrer Eigenschaft als Gläubigern Ihre Sichtweise unterbreiten und das Gericht auffordern, den Insolvenzverwalter zu zeitnaher und ordnungsgemäßer Aufnahme seiner Tätigkeit anzuhalten. Lassen Sie sich dabei nicht mit hinhaltenden Worten vetrösten, denn das Gericht ist verpflichtet, die Amtsgeschäfte des Insolvenzverwalters zu überwachen und hat sicherzustellen, dass die Interessen der Insolvenzgläubiger gewahrt sind.

Formulieren Sie bitte die Eingabe an das Gericht unter Bezugnahme auf diesen zuletzt genannten zentralen Gesichtspunkt, und verlangen Sie von dem Gericht, dass es entsprechende Maßnahmen ergreift, um eine reguläre Abwicklung der weiteren Insolvenz zu gewährleisten.

Zu Ihrer zweiten Frage ist folgendes zu sagen. Soweit Sie Ihre Forderung zur Tabelle angemeldet haben, gilt diese entweder als festgestellt oder als bestritten. Die Feststellung bedeutet, dass Ihre Forderung dem Grunde und der Höhe nach anerkannt ist. Forderungen, die jedoch nicht schlüssig belegt werden können, wird der Insolvenzverwalter bestreiten.

Ein Insolvenzverwalter wird immer dann bestreiten, wenn keine schriftlichen Nachweise über das Bestehen eines vertraglichen Grundes für die behauptete Forderung vorliegen. Dieser Punkt wird vermutlich auch in Ihrem Fall beanstandet. Sie sollten deshalb dem Insolvenzverwalter Unterlagen oder Nachweise vorlegen, aus denen er die Berechtigung Ihrer Forderungen ableiten kann. Soweit Sie über das Privatdarlehen einen entsprechenden schriftlichen Vertrag abgeschlossen haben, sollten Sie diesen zur Glaubhaftmachung Ihrer Forderung dem Insolvenzverwalter vorlegen.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  recht_so hat geantwortet vor 5 Jahren.
Haben Sie hierzu noch eine Nachfrage? Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  recht_so hat geantwortet vor 5 Jahren.
Besteht hierzu noch Klärungsbedarf? Soweit das nicht der Fall ist, darf ich um Akzeptierung bitten. Der Sachverhalt ist rechtlich maximal ausgeschöpft. Kostenlose Rechtsberatung ist zudem nach zwingendem Recht nicht zulässig.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  recht_so hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

ich darf an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

JA ist kein Forum. Rechtsanwälten ist die Erbringung kostenloser Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet. Der zur Beurteilung gestellte Sachverhalt ist mit einem für Sie günstigen Ergebnis rechtlich maximal ausgeschöpft.

Bestehen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte nach.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)

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