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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Insolvenzrecht
Zufriedene Kunden: 26017
Erfahrung:  jahrelange Tätigkeit als Rechtsanwalt
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RASchiessl ist jetzt online.

Mein geschiedener Ehegatte hat bei einer Schuldnerberatung

Kundenfrage

Mein geschiedener Ehegatte hat bei einer Schuldnerberatung versucht, einen außergeruichtlichen Vergleich mit den Gäubigern zu erreichen. Dabei hat sie jedoch Sicherheiten wie LV-Verträge und Bauspargutahben nicht angegeben. Wer hat sich jetzt schuldig gemacht? Die Schuldnerberatung oder der Ehegatte? Und was kann ich unternhmen? Anzeige oder muss ich die Gläubiger anschreiben?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Insolvenzrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Soweit der Ehegatte einen aussergerichtlichen Einigungsversuch unternommen hat und dabei den Gläubigern Vermögenswerte verschwiegen hatte, hat er sich wegen eines versuchten Betruges, §§ 263, 22, 23 StGB strafbar gemacht. Da der Schuldnerberater lediglich die Informationen des Ehegatten weitergegeben hat, ist von der Strafbarkeit des Beraters grundsätzlich nicht auszugehen.

Eine Ausnahme besteht nur dann, wenn die beiden dahingehend zusammengewirkt haben, die Gläubiger gemeinschaftlich zu betrügen.

Hinsichtlich einer Anzeige Ihres Exmannes müssen Sie Vorsicht walten lassen. Die familienrechtliche Rechtsprechung hat den Begriff der nachehelichen Treuepflicht des geschiedenen Ehegatten entwickelt.

Das bedeutet für Sie, dass wenn sich am Ende herausstellen sollte, dass die Strafanzeige zu Unrecht erfolgt ist, Sie gegenüber Ihrem Ehemann den Anspruch auf nachehelichen Unterhalt verwirken könnten.

Es wird daher ratsam sein, sich mit den Gläubigern in Verbindung zu setzen und diesen die Ihnen bekannten Tatsachen mitzuteilen.


Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.



Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

wurde Ihre Frage beantwortet, wenn ja, so bitte ich Sie meine Antwort zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen


Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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