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JA-Experte
JA-Experte, Student Informations Systemtechik
Kategorie: Informatik
Zufriedene Kunden: 29
Erfahrung:  Grundlagen der E-Technik, Digitalschaltungen, Mikrocontroller (AVR)
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JA-Experte ist jetzt online.

nach dem reinigen des Druckkopfs l sst sich der Drucker (canon

Beantwortete Frage:

nach dem reinigen des Druckkopfs lässt sich der Drucker (canon pixma 6000d) nicht mehr einschalten - tot.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Informatik
Experte:  Guests hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Abend,

das Reinigen des Druckkopfes könnte zu einem Kurzschluß geführt haben.

Der Kurzschluß wird vom Kopf verursacht. Leider ist das dann i.a.R. auch das Ende für den Drucker. Bei solchen Defekten am Kopf kommt es zu einer Art Domino-Effekt der zu einem Folgeschaden auf der Hauptplatine führt. Dieser Folgeschaden wiederum führt nach kurzer Zeit zu einem Defekt beim neu eingesetzten Ersatzkopf.
Experte:  Guests hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

Ich hoffe Ihre Frage beantwortet zu haben.

Soweit noch nicht geschehen,darf ich an die Akzeptierung meiner Antwort und den Ausgleich der Kosten erinnern.

Experte:  Michael hat geantwortet vor 7 Jahren.

Also dass man bei der Reinigung einen Kurzschluss veruraschen kann, find ich ziemlich unmöglich. Der Kunde wird ja wohl nicht bei laufendem Drucker mit Stahlwolle gerenigt haben. Der Druckkopf selbst ist ja bei ausgebautem Zustand stromlos...

 

Und auch die Aussage zum Domino-Effekt klingt für mich etwas dubios. Als Elektroniker und angehender Elektrotechnik Ingenieur kann ich mir sowas beim besten Willen nicht vorstellen.

 

Eine solche Antwort würd ich auch nicht akzeptieren... :P

 

Also aber nun zum eigentlichen Problem:

 

Höchstwahrscheinlich haben Sie beim entfernen oder Einsetzen des Druckkopfes die Elektronik des Druckers durch Elektrostatische Entladung zerstört. Da sich der Mensch elektrostatisch bis zu 30'000V aufladen kann, werden Elektronische Bauteile bei einer Entladung über einen elektrischen Kontakt problemlos zerstört. Den Druckkopf könnte man so zwar auch zerstören, was aber lediglich zu einer Fehlermeldung oder zu unzureichender Druckqualität führen würde.

 

Bei solchen Arbeiten empiehlt sich somit immer zuvor einen Wasserhahn oder einen nicht bemaltes Heizungsventil zu berühren, da diese geerdet sind, und man sich daran entladen kann. (Danach möglicherweise nicht wieder weit über Teppich oder Kunsstoffböden laufen.)

Elektroniker haben dazu sogar spezielle Armbänder, Schuhe, Bürostühle, Arbeitsunterlagen, Tische usw... um genau solche Fehler oder Defekte zu verhindern.

 

Ist bei Ihnen wohl einfach dumm gelaufen.

 

Trotzdem schöne Ostern und beste Grüsse

Michael



Verändert von Michael am 03.04.2010 um 20:56 Uhr EST
Experte:  JA-Experte hat geantwortet vor 7 Jahren.
Womit genau haben Sie gereinigt? Haben Sie ausreichend gewartet bis es austrocknet, bevor Sie den Druckkopf wiedereinsetzen?



Wie groß der Schaden ist ist schwer einzuschätzen, aber ich würde den Experten vor mir zustimmen dass ein Schaden an der internen Elektronik wahrscheinlich ist, und hier eine Reparatur unverhältnismäßig teuer werden könnte bzw. nur ein professioneller Techniker den Schaden genau lokalisieren kann. Zur Sicherheit sollte man nur noch mal prüfen ob alle Stecker richtig sitzen (also auch Netzkabel usw) - so lächerlich das klingt, manchmal liegen die Ursachen der großen Probleme in so banalen Sachen wie bei den Manipulationen locker gewordener Kabel.



====

@ Michael
Ich habe deinen Report bei dem Thread abgelehnt. Ich weiß nicht ob du darauf zugreifen kannst, also nur um es Mal kurz zu erläutern:
ein Kurzschluss ist bei der Reinigung (theoretisch) möglich, wenn man falsche Reinigungsmittel verwendet (zB "normales" Wasser, das salze an der Elektronik ablagert) oder sie schlicht und einfach nicht ausreichend austrocknen lässt, bevor man den Druckkopf wiedereinsetzt. Eine statische entladung erfordert ein direktes berühren der Leiter, was eher sogar unwahrscheinlicher bei dem Reinigen ist.

Der Punkt ist aber, dass es im Prinzip egal ist was davon eingetreten ist, ihr beide geht davon aus dass die interne Elektronik beschädigt ist. Deine Antwort bietet dem Kunden also keinen Vorteil vor der anderen. Es hätte gereicht wenn du einfach die Antwort ergänzt, anstatt die Kompetenz des anderen Experten damit unberechtigt in Zweifel zu ziehen.

Dabei sei gesagt dass ich dich durchaus für gut qualifiziert halte, in Bereich der Elektronik sogar zweifelsfrei mehr erfahren als ich. Man kann nicht immer recht haben. Wenn man aber den anderen Experten für "inkompetent" verkauft, sollte man es sich wirklich überlegen ob man sich 100% sicher ist dass man es besser weiß.



MfG,
Ilya










Verändert von Ilya E. am 03.04.2010 um 23:04 Uhr EST
Experte:  Michael hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sicherklich können Reinigungsmittel oder Wasser kleine Kriechströme fliessen lassen, aber das reicht nicht aus, um einen Drucker ins Nirvana befördern zu können.
Dies wird erst bei höheren Spannungen kritisch. Bei Gleichspannung führt dies allerhöchstens zu einer Elektrolyse...

Wenn man den Druckkopf ja entnimmt muss man ja gezwungenermassen auch in den Drucker hineinfassen, dass man da eine Komponente berührt welche mit der Elektronik verbunden ist, ist sehr gut möglich. Auch nur schon wenn man die Kontakte an der Druckkopfaufnahme reinigt.
Wir haben in der Firma, bei welcher ich vor meinem Studium gearbeitet und gelehrt hab, zudem immer wieder tests gemacht, bei welcher Distanz ein Funke mit Elektrostatischer Entladung eine Elektronik zerstören kann. Somit ist die Wahrscheinlichkeit dazu doch schon sehr hoch.
Aussagen dazu, ob ein Kurzschluss welche die Elektronik beschädigte, weitere Einflüsse auf einen neu eingesetzten Druckkopf haben kann, sind ohne Elektronikschema gar nicht möglich. Bei gut entwickelten Elektroniken wie sie Canon bestimmt einsetzt, wird dies aber ziemlich sicher nicht passieren.

Klar hilft die dem Kunden nichts. Aber fürs nächste mal kann er sich anhand der Aussage, wie die Handhabung sein sollte, wenn man ein Gerät mit Elektronik im Innern berühren will.

Beset Grüsse
Michael
Experte:  JA-Experte hat geantwortet vor 7 Jahren.
@ Michael



Bei einem ausreichend kleinen Abstand zwischen den "kurzgeschlossenen" Kontakten kann auch normales Wasser und auch bei kleine Spannungen einen ausreichend geringen Widerstand haben.

Im Gegenteil, gut entwickelte Elektronik ist in der Regel gut vor statischen Entladungen geschützt, Schutzdioden bzw Widerstände gegen GND sind bei von der Platinne führenden Leitungen eigentlich Pflicht.


Experte:  Michael hat geantwortet vor 7 Jahren.
Ok da spalten sich wohl unsere Meinungen. Leitungswasser wird da sicherlich keine Kurzschlussströme fliessen lassen... Kriechströme ok, aber für Kurzschluss müsste wohl schon eine spezielle Lösung hin...

Auch ob die Drukkopfelektronik gegen ESD abgesichert ist können wir ohne Schema nicht beurteilen. Grundsätzlich werden aus Kostengründen aber eher nur Schnittstellen und keine Internen Schaltkreise dagegen abgesichert, da bei Produktion und Prüfung die notewendigen Schutzmassnahmen vorhanden sind...

Der einzige wirksame Schutz ist nicht umsonst die entsprechende Ausrüstung bzw. Vorsichtsmassnahme...
Würdest du denn Computerteile anfassen Ohne genügenden ESD-Schutz?



Experte:  JA-Experte hat geantwortet vor 7 Jahren.
Mein ESD-Schutz ist meistens eine Wasserleitung oder Heizung vorher anzufassen, dann ggf. das Gehäuse des Computers. Hat mir auch beim Löten von Schaltungen soweit gereicht - hatte noch nie ein Halbleiter durch ESD gekillt.. Arbeite aber auch sogut wie nie mit Mikrochips (oder MOSFETs) die keine internen Schutzdioden haben..