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Bergmann
Bergmann, Dr. med.
Kategorie: Infektionskrankheiten
Zufriedene Kunden: 1081
Erfahrung:  Promotionsarbeit über Resistenzverhalten von Bakterienstämmen
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Bergmann ist jetzt online.

Ich habe laut Arzt eine Herpes Angina. Da ich einen 6-Monate

Kundenfrage

Ich habe laut Arzt eine Herpes Angina. Da ich einen 6-Monate alten Sohn habe würde ich gerne wissen, ob dies gefährlich für ihn sein kann. Wie ansteckend ist Herpes Angina und wie kann man sich und das Baby schützen?
Danke!
Grafenauer Josef
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Infektionskrankheiten
Experte:  Bergmann hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo und guten Tag,

 

ich nehme an, daß Sie derzeit an einer sogenannten "Herpangina" erkrankt sind.

 

Hier handelt es sich um eine Coxsackie - Virus - Infektion, also keine bakterielle Angina tonsillaris und auch keine Herpes-Virusinfektion. Der Name ist somit immer etwas irreführend.

 

Sie können Ihren Sohn über Stuhl sowie Tröpfchen-Infektion anstecken, die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung bei zurückhaltendem Umgang ( keine Küsse, kein Anhusten etc.) liegt bei etwa 50%.

 

Die Dauer der Ansteckungsgefahr ist umstritten, etwa 5 - 7 Tage. Die Inkubationszeit ist ebenfalls etwa 5 - 7 Tage.

 

Da es sich um eine Virus-Infektion handelt, ist eine ursächliche Therapie nicht möglich.

 

Die Kinder erkranken meist hochfiebrig mit Beteiligung der Mundschleimhaut und des Verdauungstraktes, überstehen die Erkrankung in der Regel gut.

 

Komplikationen sind - wie bei allen Viruserkrankungen - immer möglich, wenn auch hier selten.

 

Bitte stellen Sie Ihren Kleinen bei Verdachtsmomenten baldmöglichst Ihrem Kinderarzt vor, der dann die weitere Behandlung mit Ihnen bespricht.

 

Alles Gute und freundlichen Gruß.

Bergmann und weitere Experten für Infektionskrankheiten sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Bergmann hat geantwortet vor 5 Jahren.

...vorbeugend kann man nur versuchen, so weit es geht, körperlich einen gewissen Abstand zu halten und sich des öfteren die Hände zu waschen.

 

Mit Medikamenten kann man hier nicht vorbeugen.

 

Sollte Ihr Kleiner erkranken, muss man sorgfältig auf die Körpertemperatur achten und frühzeitig zur Kreislaufentlastung fiebersenkende Medizin geben.

 

Meist ist auch der Mundraum mitbetroffen, so daß nur flüssige Nahrung toleriert wird.

 

Da auch der Magen-Darmtrakt häufig mit beteiligt ist, bitte am besten Kindernahrung geben, die etwas weniger konzentriert angerührt wird ( pro Flasche einen Messlöffel weniger als sonst).

 

Die Vorstellung beim Kinderarzt dient zur Diagnose-Sicherung und zum allgemeinen Management, um z.B. die Flüssigkeitsbilanz zu checken und den allgemeinen Zustand zu beurteilen.

 

Komplikationen kann man durch eine sorgfältige Betreuung meist vermeiden oder sehr früh einer Behandlung zuführen.

 

freundlichen gruß