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Cityhunde
Cityhunde, Tierpsychologin
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 44
Erfahrung:  Tier-Ernährungsberaterin
96616290
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ich habe eine 8 jährige Australian Sheppard Mix Hündin

Beantwortete Frage:

ich habe eine 8 jährige Australian Sheppard Mix Hündin

Mit ihr verbringe ich sehr viel Zeit beim joggen. Ich darf den Hund mit ins Büro nehmen, und jogge somit Dienstags und Donnerstags mit ihr in die Firma. Mein Problem besteht darin das sie anschlägt, wenn Kollegen auf dem Flur vorbei gehen oder herein kommen. Die Tür steht immer offen. Dieses Verhalten scheint sich im Lauf der Zeit zu steigern. Angefangen hat es vor ca. 1,5 Jahren. Da hat man ein leichtes "Wuff" wenn jemand am Büro vorbei ging noch toleriert, was wahrscheinlich ein Fehler war. Ich teile mir mein Büro mit zwei Kollegen, von denen sie einen abgöttisch liebt. Und auch bei diesen beiden schlägt sie kurz an, wandelt dann aber das anschlagen in das AS oder auch Border Collie übliche gelaber. Diese Viecher können einfach nicht ruhig sein. Stecke ich sie bei geschlossener Glastür in ein leeres Nachbarbüro, findet dieses Verhalten nicht statt. Sie bleibt einfach ruhig. Leider reagiert sie überhaupt nicht auf ein Erziehungshalsband. Jemand eine Idee? Gruß ****

Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Hundetrainer
Experte:  Cityhunde hat geantwortet vor 1 Monat.

Hallo Gerhard,

danke ***** ***** für Ihr Vertrauen.

Eine Ferndiagnose ist natürlich immer schwierig. Aber zunächst gäbe es einige Fragen zu klären, die evtl. die Ursache des Problems aufdecken helfen, denn das ist ein emotionales Problem und sollte auch so angegangen werden.

  1. Wie lasten Sie den Hund aus, ausser Joggen?
  2. Ist er trainiert, evtl. anderweitig ausgebildet?
  3. Was darf der Hund, was darf er nicht?
  4. Verlangen Sie viel Disziplin (Sitz, Platz, Nein...) ?
  5. Welche Angst-Momente, oder andere "Nichtentspannte" Situationen hat er noch (Lärm, Besuch, schnelle Autos etc)?
  6. Ist er viel alleine, ohne Sie?
  7. Wie reagieren SIE selber, wenn der Hund nicht hört? Was genau tun SIE daraufhin?
  8. Welche gemeinsamen Aktivitäten haben Sie? (Ausser Joggen)

Bitte beantworten Sie jede Frage, damit wir den Grund des Verhaltens finden können.

Zu Beginn aber schon einmal ein Rat:
Unterlassen Sie jegliche Erziehungsmassnahme, das macht es nur schlimmer! Sie brauchen zur Lösung das Vertrauen Ihres Hundes, das bekommen Sie nicht mit Bestrafung und Strenge.... Oder mögen SIE Menschen, von denen Sie diszipliniert werden???

Viele Grüße

Ihre

Antje Hebel
Tier-Psychologin, Autorin
www.cityhunde.de

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
1. Wie lasten Sie den Hund aus, ausser Joggen?
7-8 Stunden Joggen in der Woche an drei Lauftagen, manchmal auch vier
2. Ist er trainiert, evtl. anderweitig ausgebildet?
Von der Jugend(12 Monate) ca 5 Jahre lang jeden Sonntag Hundeschule. Sie beherrscht ca. 15-25 Kommandos, die meisten per Handzeichen
3. Was darf der Hund, was darf er nicht?
Sich im Haus frei bewegen, nicht auf Sofas und Betten springen.
Im Büro bis zum Beginn des anschlagens sogar noch mehr, spazieren gehen und die Friends aufsuchen die Hundeleckerlies haben. Kollegen zum Ball spielen auffordern wenn ich ihr einen gebe.
4. Verlangen Sie viel Disziplin (Sitz, Platz, Nein...) ?
Eher weniger, Ausnahme öffentliche Besuche, sprich Gastronomie und natürlich beim joggen, Gegenverkehr etc.
5. Welche Angst-Momente, oder andere "Nichtentspannte" Situationen hat er noch (Lärm, Besuch, schnelle Autos etc)?
Feuerwerk geht gar nicht, Besuch bei uns zuhause ist immer Stress, da sie dort relativ ausflippt, Autos egal, Eisenbahnunterführungen mit Verkehr sind ihr unheimlich.
6. Ist er viel alleine, ohne Sie?
Montags und Mittwochs ist sie tagsüber alleine und hat nur Mittags einen Spaziergang mit unserem Sohn
Freitags Vormittags alleine
7. Wie reagieren SIE selber, wenn der Hund nicht hört? Was genau tun SIE daraufhin?
Kommt nicht vor, außer Besuch zuhause und das anschlagen in der Firma, ansonsten völlige Kontrolle für die ich von anderen Hundehaltern bewundert werde. Wie schon gesagt Handzeichen reicht, wenn sie gerade abgelenkt ist, mache ich einen leisen Zischlaut und benutze dann Zeichensprache.
8. Welche gemeinsamen Aktivitäten haben Sie? (Ausser Joggen)
Spazieren gehen mit meiner Frau, Tochter, Sohn und dessen Hund
Gruß
Gerhard Schubert
Experte:  hat geantwortet vor 1 Monat.

Hallo Gerhard,

das ist schon eine etwas tiefere Geschichte, da auch verschiedene Unsicherheiten im Hund vorhanden sind. Ich arbeite seit 30 Jahren mit Problemhunden und kann Ihnen ganz sicher weiterhelfen. Wir sollten mal telefonieren, bzw können Sie mich über meine Webseite unten kontaktieren. Denn hier mit einer Antwort alleine ist das leider nicht getan. Ich gebe Ihnen aber ein paar Tipps, die Ihnen weiterhelfen werden, wenn Sie sie befolgen.

Was Sie lassen sollten:

1. Die "völlige Kontrolle" (ausser, es wäre wirklich bedrohlich oder gefährlich für Beteiligte..dann gibt es natürlich ein "Verbot"). Ihr Hund ist viel zu sehr darauf getrimmt, ein guter Hund zu sein und Ihre Signale zu verstehen und zu befolgen.

2. Die Hundeschule Sonntags. Er weiss doch was Sitz und Platz bedeutet. Was in Hundeschulen vermittelt wird, ist hauptsächlich wieder Disziplin. Ihr Hunde braucht aber artgerechtes Verhalten, um aus seinen ganzen emotionalen Verspannungen herauszukommen.

3. Das Joggen können Sie auch reduzieren, es nützt dem Hund nichts. Es macht ihn eventuell müde, aber Angst und Stress reduziert Jogggen leider gar nicht.

Ganz Wichtig:

Spielen Sie Zerrspiele im Freien und auf dem Spaziergang!

Binden Sie ein Stück Fellersatz oder Felldummy an eine 2m lange Schnur. Lassen Sie den Hund das Dummy jagen.

Sobald er es erwischt "streiten" Sie um die Beute, sie zerren also beide daran. Wenn Ihr Hund gut festhält, lassen Sie los, damit er immer gewinnt.
Dann schieben Sie sofort Futter (Fleisch, Käse ) ins Maul. Das ist wichtig, da das Schlucken den Hund beruhigt...
Und beginnen Sie von neuem... er muss das Dummy jagen...
Spielen Sie das 4-6 mal täglich für 10 Minuten.

Ausserdem:

  • Reagieren Sie NICHT auf Aktionen des Hundes, egal was er macht (Ausser, er verursacht eine echte Gefahr).
  • Vermeiden Sie Augenkontakt, Schimpfen, jegliche Signale (Handzeichen) und Streicheln.
  • Spielen Sie NUR draussen. Drinnen ist Ruhe und Entspannung angesagt.

Wenn Sie das beherzigen, sollten sich sehr bald Änderungen zeigen. Eventuell finden Sie auf meiner Homepage mehr Infos dazu. Sie können mich gerne kontaktieren, dann können wir auch direkt zusammen arbeiten. Aber ich hoffe, dass Ihnen diese Grundübungen erst einmal weiterhelfen.

Viel Erfolg

Ihre

Antje Hebel
Tier-Psychologin, Autorin
www.cityhunde.de

Cityhunde und weitere Experten für Hundetrainer sind bereit, Ihnen zu helfen.