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Dr.M.Wörner-Lange
Dr.M.Wörner-Lange, Tierärztin für Verhaltenstherapie
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 7156
Erfahrung:  prakt. Tierärztin, Verhaltenstraining und -Therapie
57206590
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Dr.M.Wörner-Lange ist jetzt online.

Mittelschnauzer wurde von Terrier in die Nase gebissen

Kundenfrage

Mittelschnauzer wurde von Terrier in die Nase gebissen

Seit mein Mittelschnauzer (unkastriert ) von einem kleinen Terrier in die Nase gebissen wurde (Tierarztbesuch war notwendig, bis zu diesem Zeitpunkt freundlich allen Hunden gegenüber), reagiert er auf andere Rüden aggressiv. was tun?

Gepostet: vor 2 Monaten.
Kategorie: Hundetrainer
Experte:  Dr.M.Wörner-Lange hat geantwortet vor 2 Monaten.

Hallo,

seine Aggression ist sicherlich aus Angst und Unsicherheit entstanden- jetzt versucht er deshalb damit andere Rüden auf Abstand zu halten.

Es muss zum Einen lernen, dass SIE als Boss entscheiden, wie er sich verhält- zum Anderen muss er darauf trainiert werden, andere Rüden wieder neu positiv zu verknüpfen- das wird sicherlich einige Wochen /Monate dauern.

TrainierenSie Situationen, in denen Ihr HUnd Aggessionsverhalten zeigen könnte wie folgt:
Konzentrieren Sie ihn - solange er noch ruhig ist- über Spielzeug oder Lecker/Futter auf sich,
 anfangs auf eine SO große Entfernung, dass Ihr Hund noch keine Aggression zeigt.

So lernt er, andere Hunde (erstmal auf Abstand) mit etwas
 angenehmen (LEcker,Spielzeug) zu verknüpfen, anstatt gleich aggressiv zu reagieren -und ist gleichzeitig abgelenkt und auf Sie konzentriert.
Wichtig dabei ist anfangs eine grosse Entfernung, so dass
er ruhig bleibt.

In vielen kleinen Schritten kann die
 Entfernunglangsam verkleinert werden,denn es kommt zu einer Umkonditionierung
im Kopf-was ihn bisher erregt hat-verschafft ihm jetzt in Ihrer 
Gegenwart Entspannungund ein angenehmes Gefühl anstatt Aggression.
Diese "Umerziehung" klappt eigentlich immer-mit
 viel Ruhe undGeduld.
Hat er sich schon "Hochgefahren", hilft nur weggehen, umdrehen, Ruhe bewähren,
Verhalten ignorieren -und neu trainieren s.o.
Alternativ können Sie ihn in mir Ihrem Körper blockieren (vor ihn stellen)scharf NEIN sagen und warten bis er sich entspannt- dann Lob und weiter.
In vielen Fällen ist ein sog, HALTI (eine Art Kopfhalfter für Hunde) für eine gewisse Übergangszeit sehr hilfreich, damit Sie sich leichter durchzusetzen können- gerade bei einem größerem Hund.
Oft hilft es sehr, wenn er sich seine Tagesration Trockenfutter für diese Übungen und andere Unterodnungsübungen auf dem Spaziergang erarbeiten muss!
Hunger ist ein guter Lehrmeister und es stärkt Ihre Chefposition.
Strafen wären kontraproduktiv, führen oft zu falschen Verknüpfungen und machen dann die Aggression noch schlimmer.

Viel Erfolg!
Dr.M.Wörner-Lange
Tierärztin und Verhaltenstherapie www.problemtiere.de

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Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
Erst mal vielen Dank für Ihr EIngehen auf die Problematik. Das Ablenken mittels Spiel (er ist ein Frisbee-Fan) und Lob (nicht unbedingt mittels Futter, aber auch schon bestens erprobt) wirkt nur dann, solange Distanz da ist, gehe ich mit ihm bei dem >anderen Rüden (geht nur angeleint, da er sonst von sich aus attackiert") vorbei, wirkt das Leckerli zwar vor der Schnauze... doch ist das ein Lerneffekt? Anstatt Knurren Speichelfluss`? er ist uach nicht mit allen Rüden Feind, er kennt Rauhhaarteckel und auch einen Mittelschnauzer, die er hervorragend ignorieren kann.... Doch wehe ein Bobtail, ein kleiner Münsterländer tauchen auf... da geht das Geknurre schon meilenweit vorher los.... da hilft dann nur ablenken und woanders hingehen oder großr#umig ausweichen....
Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
Danke für das Angebot, Sie anzurufen, doch mein Hund ist topfit, gerade durchgecheckt.....
Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
Wie erklären Sie sich dieses ganz unterschiedliche Verhalten?
Experte:  Dr.M.Wörner-Lange hat geantwortet vor 2 Monaten.

Hallo,

Ihre beschriebenen Ansätze sind absolut richtig- es muss etwas im exacten Timing nicht stimmen, dennn Speichelfluss anstatt knurren ist ja schon einer Zeichen einer positiven Neuverknüpfung.

In keinem Fall dürfen Sie ihn mit Futter ablenken, wenn er schon Aggressionsverhalten zeigt, dann belohenen Sie dieses und der Lerneffekt wird wieder zerstört. Aus der Situation rausgehen ist gut- ich würde genauso vorhgehen, wie ich es in den Situationen oben beschrieben habe.

Warum er auf bestimmte Rassen besonders reagiert wird an negativen ERlebnissen liegen- da reich an kurzes Drohfixieren- Hunde generalisieren dann schnell.

Ich würde einen Verhaltenstherapeuten hinzuziehen, die kleinen Fehler müssen vor Ort analysiert werden-Hundetrainer reicht da nicht.

Viele Erfolg!

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Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
es reicht auch schon ihn aus notwendiger!!! Vorsicht (denn er hat andere Hunde schon angegangen) das Tier anzuleinen um sofort eine Habacht-Stelung bei ihm auszulösen und so eigentlich genau das Gegenteil von dem zu bewirken, was eigentlich angedacht ist, nämlich, dass das Herbeiholen für ihn Schutz bedeutet. Abgeleint versteht er sich mit o.g. Rassen.....ja klar, hat er kein Leckerli verdient, wenn ich ihm damit nur das Knurren unterdrücke.... lach...
Experte:  Dr.M.Wörner-Lange hat geantwortet vor 2 Monaten.

ja- genau das ist es, das Timing und die Rangordnung muss unbedingt korrigiert werden.

An Leine fühlt er sich - wie viele HUnde-eben deutlich sicherer und wird so noch aggressiver.

Hier ist ein wichtiger Ansatzpunkt für das Training- aber das geht nicht 100% in einer Fernberatung, leider.

Experte:  Dr.M.Wörner-Lange hat geantwortet vor 2 Monaten.

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Bitte beachten Sie, dass eineOnline-Beratung keine Untersuchung vor Ort durch Ihren Tierarzt ersetzen kann.