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Dr.M.Wörner-Lange
Dr.M.Wörner-Lange, Tierärztin für Verhaltenstherapie
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 7016
Erfahrung:  prakt. Tierärztin, Verhaltenstraining und -Therapie
57206590
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Dr.M.Wörner-Lange ist jetzt online.

Hallo, wir haben einen 1,5 Jahre alten, unkastrierten Rüden

Beantwortete Frage:

Hallo,
wir haben einen 1,5 Jahre alten, unkastrierten Rüden (Leonberger-Pyrenäenberghund Mix).
Der Rüde ist ein friedfertiges, in sich ruhendes und freundliches Tier. Ebenfalls haben wir eine Germanische Bärenhündin. Die beiden Hunde hatten am 13.06 Nachwuchs bekommen. Ein kleiner Rüde ist bei uns geblieben. Ich erwähne das alles nur, weil es eventuell zur beurteilung der Situation wichtig ist. Unsere Bärenhündin hat unter den Hunden den höchsten Rang. Der Rüde akzeptiert das auch klaglos. Da die Hündin nun wieder läufig ist, ist das Herrchen mit meiner Tochter (leben alle im Haushalt der Hunde) und unserem Rüden in den Urlaub gefahren. Der Rüde frisst nichts, seit der von seinem tierischen Rudel getrennt ist und hat gestern gegen eine fremde Frau, das Herrchen und auch meine Tochter uriniert. Einen solchen Fall hatten wir noch nie. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass dies aus Unterwürfigkeit geschehen ist, da es sich bei ihm um einen stabilen, sicheren, nicht ängstlichen Rüden handelt. Ist das anurinieren von Menschen eine Art Protest? Haben wir eventuell ein Rangordnungsproblem? Steht der Rüde durch die Trennung eventuell so unter Stress?
viele Grüße
J. Kley
Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Hundetrainer
Experte:  Dr.M.Wörner-Lange hat geantwortet vor 1 Monat.

Hallo,

zum Einen hat Ihr Rüde natürlich enormen STress ohne die Hündin als Chef, zum Anderen muss er natürlich jetzt ohne sie aus seiner Sicht das Rudel neu ordnen und sieht sich vermutlich in der Verantwortung. Das Urinieren hier sehe ich nicht als Unsicherheit sondern als eine ranganmaßende Geste- Protest im menschlichen Sinn gibt es bei Hunden nicht.

Es wäre jetzt wichtig, dass sowohl Herrchen als auch Tochter klare Regeln befolgen um ihm klar zu machen, das er unter ihnen steht.

Dazu einige einfach Beispiele:

-es gibt nichts mehr für umsonst(Spiel, Zuwendung, Futter, Anleinen,
Rausgehen) 

zuerst tut der Hund immer etwas für SIE: z.B. Sitz.


- SIE gehen immer zuerst, auch als erster durch Türen


- Spielzeug ist BEUTE und liegt nicht zur freien Verfügung rum.

-Sie beginnen und beenden jedes Spiel(wenn es am schönsten ist) und packen das
Spielzeug weg.

-

-jede Interaktion, die vom Hund ausgeht wird ignoriert(Kopf auflegen, Pföteln)
-zum Beispiel durch abwenden
-alles geht von Ihnen aus, sobald der Hund Ruhe 
gibt. Der Hund darf nichtseinfordern.
-

Futter am Besten nur noch aus einer Schale die SIE in der Hand halten undzwischendurch 
wegstellen-evtl die Tagesfutterration nur aus der Hand füttern als Belohnung für gute Übungen.

-viel Grunderziehungsübungen drinnen und draußen.
Ein fester Hundeplatz ist auch im Urlaub wichtig, auf dem er bleibt, solange Sie es wollen-am besten 
über Leckerlis antrainieren..

Sollte er nochmal Markieren wollen, SOFORT ein scharfes NEIN und eine GEhorsamsübung wie Sitz, Platz, Bleib.

So sollte er sich schnell wieder unterordnen
Viel Erfolg!

Dr.M.Wörner-Lange TÄ Verhaltenstherapie www.problemtiere.de

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Bitte beachten Sie, dass eineOnline-Beratung keine Untersuchung vor Ort durch Ihren Tierarzt ersetzen kann.

Dr.M.Wörner-Lange und weitere Experten für Hundetrainer sind bereit, Ihnen zu helfen.