So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Cityhunde.
Cityhunde
Cityhunde, Tierpsychologin
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 44
Erfahrung:  Tier-Ernährungsberaterin
96616290
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Hundetrainer hier ein
Cityhunde ist jetzt online.

Continental Bulldogge Murphy ist Wasservernarrt

Kundenfrage

Continental Bulldogge Murphy ist Wasservernarrt

Guten Tag, unsere 3 jährige Continental Bulldogge Murphy ist Wasservernarrt. Auch nach 2 Stunden Ball werfen (schwimmt hin und bringt ihn direkt zu uns zurück) hat er nicht genug. Hält man ihn an der Leine, damit er mal eine Pause macht, fängt er lautstark an zu jaulen. Was kaum einem Hundegeräusch ähnelt und andere anwesenden Personen zur Erheiterung zufolge hat :). Was kann ich tun, damit er aufhört zu bellen/jammern/jaulen? Geht man mit ihm in ein Café ist er der entspannteste Hund überhaupt. Wieso nicht an einem See? Würden wir nichts werfen, was er aportieren kann, würde er einfach alleine sein runden schwimmen. Er liebt es im Wasser zu sein. Vielleicht haben sie einen Tipp. Damit man auch mal in Ruhe mit ihm am See entspannen kann. Ich bin Wakeboarderin und sehr oft am See. Dort sind sogar Hunde erlaubt. Nur leider kann ich ihn nie mitnehmen, da man ihn nicht anleinen kann ohne das er bellt und jammert. Wie bekomme ich den Hund unter Kontrolle. Liebste Grüße St. Petroll

Gepostet: vor 3 Monaten.
Kategorie: Hundetrainer
Experte:  Cityhunde hat geantwortet vor 3 Monaten.

Hallo St. Petroll,

zuerst einmal, was ist eine Wakeborderin??? Um Ihnen mehr sagen zu können, bräuchte ich noch ein paar Infos.
Ihr Hund fährt am See total hoch, und ist Ball-verrückt. Die erste Maßnahme hier ist definitiv: Keine Ballspiele mehr. Denn Ballspiele aktivieren und verursachen einen zu hohen Ausstoß an Adrenalin - der Hund kann dann nicht mehr runterfahren.

Deswegen ist er auch im Restaurant, wo er nicht Ball spielt, total ruhig.

Ich vermute aber, dass er trotzdem unterfordert ist, in Bereichen, die für ihn wichtig wären. Eventuell gibt es auch noch andere Baustellen, die er dann am See mit Jaulen etc. 'abarbeitet'. Hier mal meine Fragen:

  • Wie lasten Sie den Hund aus, ausser am See?
  • Ist er trainiert, evtl anderweitig ausgebildet?
  • Was darf der Hund, was darf er nicht?
  • Welche Angst-Momente, oder andere "Nichtentspannte" Situationen hat er noch (Lärm, Besuch etc)?
  • Ist er viel alleine, ohne Sie?
  • Wie reagieren SIE selber, wenn der Hund nicht hört? Was tun SIE daraufhin?
  • Welche wirklich gemeinsamen Aktivitäten haben Sie?

Bitte beantworten Sie JEDE Frage so exakt wie möglich.
All das wäre wichtig , um Ihrem Hund effektiv zu helfen.

Danke ***** *****

Ihre

Antje Hebel
Tier-Psychologin, Autorin
www.cityhunde.de

Experte:  Cityhunde hat geantwortet vor 3 Monaten.

Hallo?

Haben Sie meine Antwort erhalten? Ohne Ihre Mitarbeit kann ich Ihnen leider nicht helfen... Ich würde mich freuen von Ihnen zu hören.

Antje Hebel

Tier-Psychologin, Autorin
www.cityhunde.de

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Hallo Frau Hebel,Wakeboarden ist eine Wassersportart. Stellen sie sich Wasserski vor, nur das ganze auf einem Brett (wie Snowboarden).Nun zu ihren Fragen:• der Hund wird mindestens 1x täglich richtig ausgepowert durch Spaziergänge (Wald / Park / Ballspiele / Frisbee).
Gassi gegangen wird 3x täglich. Hinzu kommen Zerr- / Suchspiele in unserem kleinen Garten.• trainiert ist er nicht, dennoch apportiert er alles was man schmeißt sehr gut, da er es kaum erwarten das man es erneut wirft. Er kann "Sitz" / "Platz" / "High5"• der Hund darf sich zuhause frei bewegen (Couch und Bett sind erlaubt). Er darf erst nach Aufforderung an den Fressnapf futtern. Spielzeug in der Wohnung gibt es nur begrenzt. Wir entscheiden, wann er ein Spielzeug bekommen darf und wann nicht.
Er darf nicht in der Wohnung bellen. Außer wenn es klingelt / klopft schlägt er kurz an. Das darf er widerum.• bei unerwarteten lauten Geräuschen oder großen Gegenständen die man herum trägt, erschreckt er oder/und läuft geduckt und zieht den Schwanz ein. An Silvester oder anderen extrem lauten Geräuschen zittert er und verkriecht sich in die letzte Ecke. Will dann auch nicht vor die Tür.
Wenn andere Hunde auf ihn drauf zukommen, bleibt er stehen, Stellt die Rute hoch, bekommt einen Kamm am Hinterteil und lässt die Hunde an sich schnüffeln. Schnüffelt dann an den anderen Hund auch und bewegt sich langsam,angespannt in meine Richtung. Wenn man länger mit ihm unter mehreren Hunden ist, interessieren ihn die anderen Hunde wenig. Stattdessen konzentriert er sich auf das erkunden seines Umfeldes, bzw. das Spielzeug in meiner Hand. Wenn andere Hunde zu aufdringlich werden, macht er auch gerne mal Ansagen ( kurzes "wegbeissen"), danach widmet er sich wieder seinen Angelegenheiten.
Wenn er an der Leine ist und uns ein anderer, dominanter Hund nah begegnet, fängt er an zu Knurren und macht eine Ansage.• er ist zum größten teil nie alleine, und wenn dann Max für 4h• wenn er nicht hört kommt er an die Leine, was eher selten vorkommt (Park oder beim spazieren gehen), in der Stadt ist er immer an der Leine.
Ganz extrem ist es wenn wir am Wasser jeglicher Art sind oder er es nur sieht. Dann hält ihn nichts mehr auf. Er MUSS um jeden Preis ins Wasser. Da hilft kein rufen oder Anleinen, da er sonst lauthals los jault oder bellt. Da hilft es nur sich mit ihn angeleint vom Wasser zu entfernen. Sobald man weit genug entfernt ist, ändert sich sein Gemüt und er wird entspannter und hört wieder. Wenn man ihn am Wasser festhält kommt er auch nach 30 min nicht runter und beobachtet alles was sich nur bewegt.•zu den gemeinsamen Aktivitäten zähle ich das Spazierengehen, spielen und kuscheln. Er braucht eigentlich immer körperkontakt ( in der Wohnung) - typisch BulldoggeDa Murphy schon einen Kreuzbandriss hatte, möchte ich so oft wie möglich mit ihm schwimmen gehen, da dass vom Arzt angeraten wurde. Doch durch sein extremes Verhalten am See ist es für mich als Halterin sehr anstrengend / nervenraubend.Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Ich freue mich von Ihnen zu hören.Lg
Steffi Petroll
Experte:  Cityhunde hat geantwortet vor 3 Monaten.

Hallo Steffi,

wir können hier ja keine Therapie machen, aber ich gebe Ihnen jetzt ein paar Anregungen, die Ihrem Hund helfen werden. Für mehr Infos, kontaktieren Sie mich bitte direkt, siehe unten. Bitte nicht wundern, die Massnahmen kommen allesamt aus der Verhaltenstherapie und haben NICHTS mit Hundetraining zu tun.

"Gute" Hunde entwickeln oft Stress, da die geforderten Verhaltensweisen absolut NICHT den tierischen Verhaltensweisen gleichen.
Viele Hunde richten sich irgendwann zu sehr nach den Bedürfnissen der Menschen, sie verspannen und verkrampfen sich, da sie ihre eigenen Verhaltensweisen extrem verdrängen.

Was Ihr Hund tut, ist reiner Stressabbau, es ist sein Ventil. Damit entlädt er aufgestauten Stress. Ich rate Ihnen deshalb für die nächsten 8 Wochen folgendes:

Bieten Sie ihm jetzt vor allem emotionale Sicherheit, verlangen Sie keine Disziplin oder Einhaltung von Kommandos. Kommunizieren Sie in der Sprache des Hundes! Ohne Worte, nur mit Körpersprache.
Fehlverhalten verhindern oder ignorieren Sie (ausser, wenn wirklich eine Gefahr vorliegt).

Ganz Wichtig:

Spielen Sie Zerrspiele im Freien undauf dem Spaziergang!

Binden Sie ein Stück Fellersatz oder Fell dummy (Sporthundbedarf) an eine 2m lange Schnur. Lassen Sie den Hund das Dummy jagen.

Sobald er es erwischt"streiten" Sie um die Beute, sie zerren also beide daran. Wenn Ihr Hund gut festhält, lassen Sie los, damit er IMMER gewinnt.
Dann schieben Sie sofort Futter (Fleisch, Käse ) ins Maul. Das ist wichtig, da das Schlucken den Hund beruhigt...
Und beginnen Sie von neuem... er muss das Dummy jagen...
Spielen Sie das 4-6 mal täglich für 10 Minuten.

Wenn Sie alles beherzigen, sollten sich sehr bald Änderungen zeigen. Ich hoffe, dass Ihnen diese Grundübungen erstmal weiterhelfen.

Viel Erfolg

Ihre

Antje Hebel
Tier-Psychologin, Autorin
www.cityhunde.de