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Dr.M.Wörner-Lange
Dr.M.Wörner-Lange, Tierärztin für Verhaltenstherapie
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 7099
Erfahrung:  prakt. Tierärztin, Verhaltenstraining und -Therapie
57206590
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Dr.M.Wörner-Lange ist jetzt online.

Wir haben seit Februar den BorderCollie meiner verstorbenen

Kundenfrage

Wir haben seit Februar den BorderCollie meiner verstorbenen Freundin.Hündin ist 5 Jahre hat wohl nie Kontakt zu anderen Hunden gehabt, sie greift jeden Hund an, auch den sehr lieben Hund meinerrSchwester den wir jetzt in Pflege Haben , sie scheint Angst zu haben
Sie hat die letzten 3 Jahre nur im Haus verbracht, ihre einzige Abwechslung war den ganzen Tag , auf Sky Fußball zu schauen, und in den Garten zu laufen und die beiden Nachbarhunde die furchtbar gekläfft haben, anzubellen ohne die Hunde je zu Gesicht zu bekommen.Ich weiß leider nur das sie die Hündin als Welpen bekommen haben, ich glaube von einem Bauern. Der Mann meiner Freundin ist vor 3 Jahren gestorben.Ich bin mit Hunden aufgewachsen, und mein Mann und ich haben in den letzten 40 Jahren 3 Hunde gehabt und noch nie ein Problem gehabt.Jetzt stoßen wir zum erstenmal auf ein Problem mit dem wir nicht wissen wie wir die Situation verbessern können.Mit Erwachsenen ist sie sehr lieb, aber vor Kindern hat unsere "Nancy auch Ang
Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Hundetrainer
Experte:  Dr.M.Wörner-Lange hat geantwortet vor 1 Jahr.

Hallo,

Durch die isolierte Haltung bei Ihrer Freundin früher fehlt Ihrer Hündin-körperlich wie seelisch- ein wichtiger Teil der Sozialisation, weil sie vieles nicht kennenlernen konnte. Das macht es ihr jetzt Angst- bzw. verunsichert sie. Als Folge versucht sie alles, was ihr Angst macht und/oder Konkurrenz machen könnte mit Angriff auf Abstand zu halten.
Diese fehlende Sozialisation läßt sich leider nur bedingt nachholen, aber über ein Training der Desensibilisierung und Gegenkonditionierung, d.h. eine Ännäherung in kleinsten Schritten an die angstauslösdenden Faktoren, während gleichzeitig etwas positives für die Hündin geschieht, ist ein erfolgsversprechender Weg.
Über diese,neue positive Verknüpfung -also ein Umlernen des Hundes im Umgang mit angsteinflößenden Dingen- können Sie eine Verhaltensänderung erreichen:
Training:
Trainieren Sie Situationen, in denen die Hündin üblicher Weise Unsicherheit/Angst zeigt wie folgt,
anfangs in möglichst ablenkungsarmer Umgebung:
Konzentrieren Sie sie auf sich überFutter, Lecker oder Spielzeug (Quitschie oder SUPER-Lecker (z.B. Hundleberwurst aus der Tube, gibts im Handel) auf eine SO große Entfernung zu angseinflössenden Dingen, dass sie noch keine Angst zeigt .
Möglichst schon zu Hause darauf "heiß" machen.
So lernt sie, angsteinflößenden Dinge (erstmal auf Abstand) mit etwas angenehmen (LEcker, Spielzeug) zu verknüpfen.
Wichtig dabei ist anfangs eine grosse Entfernung, so dass sie ruhig bleibt und frißt oder spielt.
In vielen kleinen Schritten über viele Wochen geübt, kann die Entfernung langsam verkleinert werden,denn es kommt es zu einer Umkonditionierung (neuen, positiven Verknüpfung) im Gehirn der Hündin
- was sie bisher verunsichert hat, verschafft ihr jetzt in Ihrer Gegenwart Entspannung und ein angenehmes Gerfühl- und sie braucht nicht mehr angstvoll zu reagieren.
Diese "Umerziehung" Klappt eigentlich immer-mit viel Ruhe und Geduld, aber es braucht Zeit.
Bitte den Hund nie trösten oder beruhigen, das versteht ein Hund als Verstärkung seines Verhaltens.
Bitte nur an Leine üben-und nie direkt umdrehen falls sie nach Hause zieht.

Von dem Hund Ihrer Schwester würde ich sie unbedingt z.Zt. getrennt halten- und nur zusammen bringen, wenn zeitgleich auch wieder auf Abstand etwas positives für beide passiert- Fressen , Spiel, Aufmerksamkeit durch Übungen. So ist sie abgelenkt und kann auch lernen die Hündin im Haus zu akzeptieren.

In Kindern sehen Hunde keine kleinen Menschen- deshalb machen sie ihr besonders Angst. Mit Kinder zu üben ist einfach zu gefährlich, hier würde ich erstmal den Schutz der Kinder durch Abstand halten, evtl. im haus auch Maulkorb und/oder absolutes Trennen für wichtig halten.

Alles Gute!

Dr.M.Wörner-Lange TÄ u. Verhaltenstherapie

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mitmeiner Antwort weiterhelfen und stehe über den Button "dem Expertenantworten" gerne weiterhin zur Verfügung.

Falls keine Fragen mehrbestehen, würde ich mich über einepositive Bewertung, die Sie sehr schnell und einfachüber die Bewertungssterne (3-5 Sterne) abgeben können, sehr freuen.

Möglicher Weise braucht Ihre Hündin auch vorrübergehend einen Angslöser, um überhaupt wieder aufnahmefähig zu werden, denn Angst verhindert lernen und denken.
Als pflanzliche Alternative käme Johanniskraut in Betracht: 3mal täglich 250mg (Kapseln) oder Rescuetropfen 4mal täglich 5.
Viel Erfolg und alles Gute!
Haben Sie noch Fragen?

Experte:  Dr.M.Wörner-Lange hat geantwortet vor 1 Jahr.

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